Cirque de Gavarnie

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Cirque de Gavarnie

Der Cirque de Gavarnie ist ein Felsenkessel im Nationalpark Pyrenäen und dort eines der imposantesten Naturerlebnisse. Er liegt direkt an der Grenze zu Spanien und auf dem Gebiet der Gemeinde Gavarnie.

Der Cirque de Gavarnie hat einen Durchmesser von ca. 2 km und liegt etwa 1700 m über dem Meer. Die ihn umgebenden Berge ragen mehr als 1500 m über dem Grund des Kessels auf.

Der Felsenkessel[Bearbeiten]

Im Tal der fast senkrechten Felswand liegen die Gavarnie-Fälle, die zu den höchsten Wasserfällen Europas (Gesamtfallhöhe 422 m) zählen. Sie entspringen einem in den Bergen gelegenen unterirdischen Gletschersee und bilden durch ihre Wassermenge einen der wichtigsten Quellbäche des Gave de Pau.

1997 wurde der Cirque de Gavarnie mit der gesamten Berggruppe Pyrénées-Mont Perdu von der Unesco in die Weltkulturerbe-Liste aufgenommen. Der Name kommt aus dem Gascognischen und wird vom Begriff Gave abgeleitet (siehe frz. Wikipedia).

Geologie[Bearbeiten]

Die Gavarnie-Region ist eiszeitlichen Ursprungs. Graue kalkhaltigen Böden, ocker und rosa, sind durch Plattenverschiebung bis zu 3.000 Metern angehoben worden. Eine Besonderheit ist die 40 m breite Bergscharte Bresche von Roland.

Tourismus[Bearbeiten]

Der Cirque de Gavarnie wird intensiv touristisch genutzt. Eselspfade (nebst mietbaren Eseln) und ausgedehnte Wanderwege durchziehen das Gebiet, das von oben und aus dem Tal her zugänglich ist, im unteren Bereich auf den letzten Kilometern autofrei. Die Region wurde vielfach von Schriftstellern euphorisch beschrieben, z. B. von Henry Miller in Land der Erinnerungen.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Patricia Corrigan: Waterfalls. Chelsea House Publications, 2007, ISBN 9780816064366, S. 44-54. (Auszug in der Google-Buchsuche)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Cirque de Gavarnie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

42.695-0.00888888888888891700Koordinaten: 42° 41′ 42″ N, 0° 0′ 32″ W