Cismar

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Cismar, Straßenansicht des Klosters
Cismar, Innenhof der Klosteranlage
Cismar, Alte Apotheke
Das „Weiße Haus“ in Cismar

Cismar ist ein Ort mit etwa 800 Einwohnern in der Gemeinde Grömitz im Kreis Ostholstein in Schleswig-Holstein.

Ortsgeschichte[Bearbeiten]

Kern des Ortes ist ein ehemaliges Benediktinerkloster, das Kloster Cismar, das 1245 von Lübeck nach Cismar verlegt wurde. Im Zuge der Säkularisation wurde das Kloster aufgehoben und in einen Gutshof umgewandelt.

Seit 1999 gehört Kloster Cismar zur Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf. In den Ausstellungsräumen des Klosters finden seitdem Kunstausstellungen von überregionaler Bedeutung statt, im Winter Konzerte des Förderkreises Kloster Cismar e.V. Dieser Verein veranstaltet jährlich an jedem zweiten Wochenende im August das Klosterfest Cismar, einen nostalgischen Kunsthandwerkermarkt.

Das Haus der Natur Cismar zeigt als Naturmuseum die größte Ausstellung von Schnecken und Muscheln in Deutschland.

Im „Weißen Haus“, dem Wohnhaus der Schriftstellerin Doris Runge, werden Lesungen abgehalten.

Cismar ist auch der zentrale Ort bei den Cismar-Detektiven, einer Kinderkrimi-Reihe von Simone Klages.

Seit 1956 erscheint eine kleine Zeitung, der Cismarer Bote, in dem dreimal jährlich die Ereignisse im Ort als Brief an den „Buten-Cismaraner“ Hein gesandt werden – eine originelle und besonders liebevolle Form von Dorfchronik.[1]

Seit 1988 betreibt Jan Kollwitz, der Urenkel von Käthe Kollwitz, eine Keramik-Werkstatt im Ort.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Carsten Fleischhauer: Kloster Cismar (= DKV-Kunstführer. 229, Nr. 4). 2., völlig neu bearbeitete Auflage Auflage. Deutscher Kunstverlag, München / Berlin 2004.
  •  Kurt-Wido Borchard, Volker Schönle, Ottfried Wiese, Vollrath Wiese (Illustrator): Der älteste Flügelaltarschrein. Cismar und seine Sehenswürdigkeiten. 3. Auflage. Dialog-Verlag, 1996, ISBN 3-923707-01-0.
  •  Jan Martin Meissner: Die Klosterkirche zu Cismar (= Große Baudenkmäler. Nr. 229). Deutscher Kunstverlag, München / Berlin 1969.
  •  Jürgen Nagel: Zum Beispiel Cismar. Menschen in einem deutschen Dorf.
  •  Vollrath Wiese: 25 Jahre „Haus der Natur - Cismar“. Malakologisches und Museales aus dem kleinen Dorf in die große Welt. In: Schriften zur Malakozoologie. Nr. 21, Cismar, S. 39–62.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Cismar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cismarer Bote

54.19027777777810.986111111111Koordinaten: 54° 11′ N, 10° 59′ O