Citrobacter

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Citrobacter
Citrobacter freundii(sekundärelektronenmikroskopische Aufnahme)

Citrobacter freundii
(sekundärelektronenmikroskopische Aufnahme)

Systematik
Domäne: Bakterien (Bacteria)
Abteilung: Proteobacteria
Klasse: Gammaproteobacteria
Ordnung: Enterobacteriales
Familie: Enterobacteriaceae
Gattung: Citrobacter
Wissenschaftlicher Name
Citrobacter
Werkman & Gillen 1932

Bei den Bakterien der Gattung Citrobacter handelt es sich um eine Gruppe gramnegativer Stäbchenbakterien der Familie der Enterobakterien (Enterobacteriaceae).

Die drei Citrobacter-Arten Citrobacter freundii, C. koseri (früher C. diversus genannt) und C. amalonaticus nutzen verschiedene organische Stoffe als Energie- und Baustoffquelle in oxidativem oder fermentativem Energiestoffwechsel. Sie können mit Citrat als einziger Energiequelle wachsen. Verbreitet sind die Citrobacter-Arten in beinah allen Lebensräumen wie etwa dem Boden, in Gewässern und in Abwässern. Außerdem kommen sie als Teil der Darmflora im Magen-Darm-Trakt des Menschen vor. Als Krankheitserreger spielen die Bakterien nur selten eine Rolle und können dann leichte Harnwegsinfektionen auslösen.

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Ebenfalls selten stehen Citrobacter-Arten im Zusammenhang mit Säuglings-Meningitis. Hier sollte zunächst eine kalkulierte Therapie mit einem β-Laktam-Antibiotikum oder Cephalosporinen der 3. Generation erfolgen. Dann ggf. Umstellung nach Resistogramm.

Citrobacter können durch die Phosphataseaktivität in ihrer Zellwand Plutonium [Pu(IV)] aus wässriger Lösung ausfällen und als Lanthan-Phosphat-Komplex binden.[1]

Citrobacter sind wie einige andere Prokaryoten in der Lage, Stickstoff zu fixieren. Sie sind diazotroph. C. freudii wurde im Darm von Mittelmeerfruchtfliegen gefunden und es wird vermutet, das der von den Bakterien fixierte Stickstoff eine relevante Quelle organischen Stickstoffs für die Insekten ist. Somit leben ähnlich wie bei den Termiten die Fliegen mit ihren Darmbakterien in einer Symbiose.[2]

Arten[Bearbeiten]

  • Citrobacter amalonaticus (Young et al. 1971) Brenner & Farmer 1982
  • Citrobacter braakii Brenner et al. 1993
  • Citrobacter farmeri Brenner et al. 1993
  • Citrobacter freundii (Braak 1928) Werkman & Gillen 1932
  • Citrobacter gillenii Brenner et al. 2000
  • Citrobacter koseri Frederiksen 1970
  • Citrobacter murliniae Brenner et al. 2000
  • Citrobacter rodentium Schauer et al. 1996
  • Citrobacter sedlakii Brenner et al. 1993
  • Citrobacter werkmanii Brenner et al. 1993
  • Citrobacter youngae Brenner et al. 1993

Literatur[Bearbeiten]

  • Stichwort „Citrobacter“ in Pschyrembel Medizinisches Wörterbuch. 261. Auflage, Walter de Gruyter, Berlin 2007; Seite 350

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. P. Yong, L. E. Macaskie: "Bioaccumulation of Lanthanum, Uranium and Thorium, and Use of a Model System to develop a Method for the Biologically-mediated Removal of Plutonium from Solution", in: J. Chem. Technol. Biotechnol., 1998, 71, S. 15–26; Abstract.
  2. A. BEHAR, B. YUVAL, E . JURKEVITCH : Enterobacteria-mediated nitrogen fixation in natural populations of the fruit fly Ceratitis capitata. Molecular Ecology 2005,14: 2637–2643.