Edinburgh

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von City of Edinburgh)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel erläutert die Stadt Edinburgh in Schottland; zu anderen Bedeutungen siehe Edinburgh (Begriffsklärung).
City of Edinburgh
schottisch-gälisch Dùn Èideann
Eedinburra
2005-10-18 - United Kingdom - Scotland - Edinburgh - Scott Monument - Waverley Station - Princes Str 4887738213.jpg
Koordinaten 55° 57′ N, 3° 13′ W55.95-3.2166666666667Koordinaten: 55° 57′ N, 3° 13′ W
City of Edinburgh (Schottland)
City of Edinburgh
City of Edinburgh
Bevölkerung 487.500 Mid-2013 Population (PDF; 1,3 MB)
Fläche 262 km² (101,16)
Bevölkerungs­dichte 1855 pro km²
Verwaltung
Post town EDINBURGH
Postleitzahlen­abschnitt EH1–17
Vorwahl 0131
Landesteil Scotland
Unitary authority Edinburgh
Britisches Parlament Edinburgh West
Schottisches Parlament Edinburgh Western
Website: edinburgh.gov.uk

Edinburgh [ˈɛdɪnb(ə)ɹə[1]] (schottisch-gälisch Dùn Èideann [tuːn ˈeːtʃən]; deutsch Edinburg; amtlich City of Edinburgh) ist seit dem 15. Jahrhundert die Hauptstadt von Schottland (bis dahin war es Perth). Seit 1999 ist Edinburgh außerdem Sitz des Schottischen Parlaments.

Edinburgh ist mit etwa 483.000 Einwohnern nach Glasgow die zweitgrößte Stadt Schottlands und seit 1996 eine der 32 schottischen Council Areas. Die Stadt liegt an Schottlands Ostküste im Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland auf der Südseite des Firth of Forth.

Name[Bearbeiten]

Blick auf Edinburgh, in der Bildmitte der markante Uhrturm des Balmoral Hotels

Edinburgh ist wahrscheinlich benannt nach dem gododdinischen König Clydno Eiddyn (siehe auch Cynon fab Clydno) als Din Eiddyn (Eiddyns Festung), weniger wahrscheinlich nach König Edwin (auch Eadwine oder Æduini) von Northumbria. Anderen Quellen zufolge leitet sich der Name von der gälischen Bezeichnung Dùn Èideann ab, was „Festung am Hügelhang“ bedeutet. Oft wird die Stadt auch „Athen des Nordens“ (nach einem Zitat von Theodor Fontane), „Stadt der sieben Hügel“ oder „Festival-Stadt“ genannt. Sir Walter Scott nannte sie My own romantic town. Überholt ist der Beiname Auld Reekie, „Alte Verräucherte“, den Edinburgh seinen früher beständig rauchenden Fabrikschornsteinen verdankte.

Schottische Auswanderer haben den Namen Edinburghs in die Welt getragen. Heute findet sich etwa:

Mehrere Städte haben den gälischen Namen Edinburghs, Dunedin, gewählt:

Geschichte[Bearbeiten]

Es gibt eine Menge vorgeschichtlicher Relikte im Edinburgher Stadtgebiet. Vor der Trockenlegung des Bereichs, gab es Seen und Sümpfe zwischen den Hügeln auf denen die Wohnplätze und Siedlungen lagen. Während der letzten zwei Jahrhunderte wurden prähistorische Grabstätten (Arthur’s Seat) und Horte mit Bronzeartefakten entdeckt. In der „Caiystane View“ (Straße) steht in Richtung auf die „Oxgang Road“ ein großer Menhir (engl. Standing stone) mit Schälchen (engl. Cuprnarks). Neben dem Newbridge Kreisverkehr, auf der Westseite der Stadt liegt das bronzezeitliche Ritualzentrum am Huly Hill Cairn. Es gibt eisenzeitliche Befestigungen (1. Jahrtausend v. Chr.) auf dem Wester Craiglockhart Hill und auf dem Hillend, dem nächstgelegenen der Pentland Hills. Mesolithische Spuren und die eines römischen Kastells liegen in Cramond einem Dorf am Rande von Edinburgh. Die Statue einer Löwin, die einen Mann verschlingt wurde in der Mündung des Almond gefunden. Ein Piktischer Symbolstein wurde in den Princes Street Gardens als Fußgängerbrücke verwendet wiedergefunden.

Zum Ende des 1. Jahrhunderts landeten die Römer in Lothian und entdeckten einen keltisch-britannischen Stamm, den sie Votadini nannten. Irgendwann vor dem 7. Jahrhundert n. Chr. errichten die Gododdin, die wahrscheinlich Nachkommen der Votadini waren, die Hügelfestung von Din Eldyn oder Etin. Obwohl die genaue Position nicht bekannt ist, ist anzunehmen, dass sie einen die Umgebung überragenden Standort wie Castle Rock, Arthur's Seat oder Calton Hill gewählt haben.

Zunächst war Scone (heute Old Scone) das Zentrum des vereinigten Königreichs von Alba (→Königreich Schottland). Es verlor im späteren Mittelalter an Bedeutung, und das nur 1,5 km flussabwärts gelegene Perth übernahm seine Rolle. Auch andere „burghs“ (Freistädte) wie Stirling spielten für die schottische Geschichte eine bedeutende Rolle. Nach der Ermordung Jakobs I. 1437 fiel die Rolle der Hauptstadt Schottlands dann Edinburgh zu. Die Hauptstadtfunktion im Mittelalter ergab sich aus der häufigen, lange dauernden Anwesenheit des königlichen Hofes, der an verschiedenen Orten Station machte. Das historische Parlament von Schottland tagte ebenfalls an unterschiedlichen Orten.

Im Jahr 1093 wird eine Burg in Edinburgh erwähnt, aus der sich das die Stadt dominierende Edinburgh Castle entwickelt.

Die Kirche des heiligen Ägidius, St Giles, genannt St Giles’ Cathedral, wird zum Mittelpunkt der wachsenden Ortschaft. Ihre erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 854, das gegenwärtig existierende Gebäude wurde etwa seit dem Jahr 1120 gebaut. Im 16. Jahrhundert predigte John Knox in St Giles, die heute die High Kirk of Edinburgh der Church of Scotland ist.

1128 wurde das Chorherrenstift Holyrood Abbey von König David I. errichtet, allerdings weit außerhalb der damaligen Stadt. Zwischen Edinburgh und der Abtei des Heilgen Kreuzes („holy rood“) lag auch noch die Stadt Canongate. (Mit „canon“ in ihrem Namen sind Kanoniker gemeint.) Neben Holyrood Abbey, von der heute nur noch Ruinen zeugen, wurde in der Folge Holyrood Palace erbaut, dieser ist als Palace of Holyroodhouse offizielle Residenz des britischen Monarchen und bildet den östlichen Abschluss der „Royal Mile“.

1583 wurde in Edinburgh eine Universität gegründet, die allerdings in der geschichtliche Folge erst die vierte in Schottland ist; die University of St Andrews geht auf das Jahr 1450 zurück.

Zur wechselvollen Geschichte der Stadt gehört auch der sogenannte Bischofskrieg von 1639. König Karl I. von England und Schottland versuchte, seinen Willen der Kirche von Schottland durch ihm genehme Bischöfe aufzuzwingen und auch ein nach der englischen Liturgie geschaffenes Gebetbuch einzuführen. Es kam zu Aufständen, als deren Initiatorin die Marktfrau Jenny Geddes genannt wird, die in der St. Giles' Kathedrale einen Stuhl nach dem Pfarrer warf.

Zu den wichtigsten Daten der Geschichte Edinburghs und ganz Schottlands gehört das am 1. Mai 1707 in Kraft getretene Vereinigungsgesetz, der Act of Union. Dieses Gesetz schuf die Grundlage für die Vereinigung des Königreichs England und des Königreichs Schottland.

Das schottische Parlament konstituierte sich erstmals am 12. Mai 1999 in Edinburgh.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Einwohner am 5. April 1991 am 29. April 2001   Mitte 2010
Edinburgh 400.632 430.082 468.720

Bevölkerungsstruktur[Bearbeiten]

Die meisten Einwohner Edinburghs sind Schotten, daneben gibt es viele Iren und auch Deutsche, Polen, Italiener, Ukrainer, Pakistaner, Sikhs, Bengalen, Chinesen und Engländer. Innerhalb dieser Mischung klingt auch Ulster häufig durch. Es gibt Schulen für katholische und protestantische Kinder. Im Juli findet in Edinburgh jedes Jahr einer der größten Orange Walks außerhalb Nordirlands statt (zum Gedenken an den protestantischen Sieg in der Schlacht am Boyne).

Politik und Verwaltung[Bearbeiten]

Übergeordnete Verwaltung[Bearbeiten]

Edinburgh ist die historische Hauptstadt von Schottland und der früheren Grafschaft Edinburghshire, die heute Midlothian heißt. Neben Glasgow, Dundee und Aberdeen war Edinburgh seit 1890 eines der vier Counties of cities in Schottland. 1975 wurde Edinburgh zu einem District der Region Lothian und 1996 wurde die Stadt im Rahmen der Einführung einer einstufigen Verwaltungsstruktur zur Council Area „City of Edinburgh“. Edinburgh ist auch eine der Lieutenancy Areas von Schottland.

Der Edinburgh City Council umfasst 58 Sitze, die sich seit der Kommunalwahl 2012 sowie der Nachwahl um einen frei gewordenen Sitz 2013 wie folgt auf die Parteien verteilen:[2]

Partei Sitze
Labour Party 21
Scottish National Party 17
Conservative Party 11
Scottish Green Party 6
Liberal Democrats 3

Oberbürgermeister (Lord Provost) ist seit der Wahl 2012 Donald Wilson (Labour).

Stadtwappen[Bearbeiten]

Edinburghs Fahne, identisch mit dem Stadtwappen

Edinburgh hatte schon seit dem 14. Jahrhundert ein Stadtwappen, es wurde aber erst 1732 vom Lord Lyon King of Arms offiziell erwähnt. Nach der Verwaltungsreform 1975 gab der City of Edinburgh District Council nach historischer Vorlage ein neues Wappen in Auftrag: Im Schild, über dem die schottische Krone und ein Admiralitätsanker prangen, ist der schwarze Basaltfelsen mit der Burg zu erkennen, deren Türme rote Fahnen tragen. Das Stadtmotto „Nisi Dominus Frustra“, dem 127. Psalm entnommen, proklamiert, dass ohne die Hilfe Gottes nichts von Dauer sein kann. Schildhalter sind ein Mädchen und eine Hirschkuh, das Symbol des heiligen Ägidius, des Schutzpatrons der Stadt. Die Burg war im Mittelalter als Castrum Puellarum – Burg der Mädchen – bekannt, der Überlieferung nach ein sicherer Hort für Prinzessinnen.[3]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Edinburgh unterhält offizielle bilaterale Beziehungen mit anderen Städten. Diese Kooperationen haben zum Ziel, den Austausch von Informationen und Fachwissen in Bereichen von gemeinsamem Interesse zu ermöglichen:

  • DeutschlandDeutschland München, Deutschland (1954)
  • ItalienItalien Florenz, Italien
  • FrankreichFrankreich Nizza, Frankreich
  • KanadaKanada Vancouver, Britisch-Kolumbien, Kanada
  • UkraineUkraine Kiew, Ukraine

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Dienstleistungen und Handel[Bearbeiten]

Traditionell ist Edinburgh ein wichtiges Handelszentrum, das Schottland mit Skandinavien und Kontinentaleuropa verbindet. Die Bedeutung des Hafens von Leith hat allerdings in den letzten Jahrzehnten stetig abgenommen.

Die traditionelle Wirtschaft der Stadt, „Bücher, Bier und Kekse“, geht durch die Wirtschaftsflaute drastisch zurück, der Dienstleistungssektor bildet jedoch einen starken Wirtschaftsfaktor. Vor allem Informations-, Bio- und Medientechnologie versprechen auch in Zukunft Wachstum. Die Stadt ist zudem eine Hochburg der Justiz und des Lernens. Nur 3,4 % der 450.000 Einwohner sind arbeitslos.

Verkehr[Bearbeiten]

Geplante Linienführung der Edinburgh Tram

Edinburgh ist als wichtiger Verkehrsknotenpunkt mit Bahn- und Straßenverbindungen mit dem übrigen Schottland und mit England verbunden.

Der öffentliche Verkehr innerhalb der Stadt wird durch ein umfassendes Busnetz bedient, das den größten Teil der Verbindungen ohne Umsteigen (Einzelfahrscheine erlauben kein Umsteigen) abdeckt. Nach positivem Ausgang der Abstimmung im Schottischen Parlament im Juni 2007 (gegen die Vorbehalte der SNP-Minderheitsregierung) begann der Bau der Straßenbahn Edinburgh, die den Flughafen und Granton via Zentrum und Leith Walk verbinden soll. Aufgrund von Finanzierungsproblemen wurde die ursprüngliche Strecke auf den Abschnitt vom Flughafen bis in die Innenstadt reduziert. Die Strecke wurde am 31. Mai 2014 eröffnet.[4]

Zentral in der Stadt gelegen ist Edinburgh Waverley ein Bahnhof an der East Coast Main Line und teilweise Durchgangsbahnhof, teilweise Kopfbahnhof. Fernverkehr besteht Richtung Mittelengland und London, ScotRail bedient die Verbindungen innerhalb Schottlands. Im September 2015 soll das Streckennetz des regionalen Schienenverkehrs um die von Edinburgh bis Tweedbank bei Galashiels wiederaufgebaute Waverley Line ergänzt werden.[5]

Der internationale Flughafen Edinburgh befindet sich 13 km westlich der Stadt. Neben den meist innerbritischen Flügen gibt es auch Verbindungen zu europäischen Zielen und in jüngerer Zeit ein paar tägliche Transatlantikflüge.

Neben den Autobahnen M8 nach Glasgow und M9 nach Stirling hat Edinburgh eine umfassende Fernstraßenanbindung an das Straßennetz von Großbritannien und ist beispielsweise Endpunkt der A1 von London.

Edinburgh verfügt über keine überregionale Fährverbindung; der nächste Fährhafen ist das rund 19 km entfernte Rosyth.

Bildung[Bearbeiten]

Teviot Row House, das weltweit älteste Haus einer Studentenverbindung

Edinburgh hat drei international bekannte Universitäten, die Edinburgh Napier University, die Heriot-Watt University mit der Edinburgh Business School und die Universität Edinburgh (ebenfalls mit Business School), wobei letztere neben Universitäten wie Oxford oder Cambridge zu den besten Großbritanniens zählt. Seit 2007 kann sich das Queen Margaret University College im Vorort Musselburgh auch Universität nennen.[6]

Hier hat die 1834 gegründete Edinburgh Geological Society (Edinburger Geologische Gesellschaft) ihren Sitz.[7] In der Stadt hat auch der British Geological Survey seine Hauptfiliale für Schottland.

Kultur und Freizeit[Bearbeiten]

Museen, Theater und Festivals[Bearbeiten]

Edinburgh Festival Fringe

In Edinburgh findet jeden Sommer das Edinburgh Festival statt, welches aus einer Vielzahl - zum Teil namhafter - kultureller Veranstaltungen besteht. Internationale Bedeutung im Bereich Theater und Musik hat dabei das Edinburgh Festival Fringe erlangt. Ebenfalls ein großer Publikumsmagnet ist das Edinburgh Military Tattoo.

Die National Gallery of Scotland beherbergt repräsentative Sammlungen der europäischen Malerei mit einigen bekannten Highlights und zeigt wechselnde Sonderausstellungen. Die Sammlungen der National Galleries of Scotland sind in fünf Galerien im Stadtgebiet von Edinburgh verteilt:

In Edinburgh gibt es eine Vielzahl von Museen, wie z. B. die National Museums of Scotland, das Royal Museum, die National Library of Scotland, das National War Museum of Scotland, das Museum of Edinburgh, das Museum of Childhood und die Royal Society of Edinburgh.

Die Usher Hall ist eine Konzerthalle für klassische Musik im Westteil der Stadt an der Lothian Road. Hier spielt regelmäßig auch das Royal Scottish National Orchestra.

Es existieren zwei Multiplex-Kinocenter sowie das Edinburgh Filmhouse welches das jährliche Edinburgh Film Festival ausrichtet.

Über Edinburghs Gassen und Friedhöfe kursieren diverse Legenden und Geistergeschichten. Deshalb werden für schaulustige Touristen auf der Royal Mile fast allabendlich Gruseltouren (sogenannte Ghost Tours) von verschiedenen Veranstaltern angeboten. Die Touren führen etwa auf den Greyfriars Graveyard oder in den Untergrund.

Edinburgh ist darüber hinaus bekannt für seine Pubs.

Panorama der georgianischen „Neuen Stadt“ (New Town) vom Edinburgh Castle aus gesehen

Sport[Bearbeiten]

Stadtbild und Architektur[Bearbeiten]

Zu den markantesten Sehenswürdigkeiten der Stadt zählen das Edinburgh Castle, der Palace of Holyroodhouse, die National Gallery of Scotland, die National Museums of Scotland, die Princes Street, die königliche Yacht Britannia sowie die Royal Mile.

Im Bereich „Old Town“, entlang der Royal Mile[Bearbeiten]

Die Royal Mile besteht aus den Straßen Canongate, High Street und Castlehill und hat tatsächlich die Länge einer (schottischen) Meile, rund 1,8 km. Im Westen beginnt sie am Edinburgh Castle und führt über die ehemalige Highland Tolbooth Church, die St. Giles Cathedral (geweiht dem Stadtheiligen Ägidius von St. Gilles), das People´s Story Museum, das Museum of Edinburgh und das John Knox-Haus bis zum Palace of Holyroodhouse. Gegenüber diesem Palast befindet sich der moderne Bau des schottischen Parlaments. Quer zur Royal Mile verlaufen im Fischgrätenmuster kleine, häufig extrem steile Gassen, die closes, courts oder auch wynds genannt werden. In der Altstadt befinden sich außerdem mehrere große Marktplätze.

Der Park Princes Street Gardens erstreckt sich zwischen dem Castle Rock, auf dem die Burg erbaut wurde und der Princes Street. Wo heute zwischen beiden der Park und der Bahnhof liegen, umgaben einst Sumpfland und Seen den Berg, wie noch auf älteren Gemälden zu sehen.

Den höchsten Punkt der Altstadt markiert ein „ehemaliger“ Kirchturm. Im 19. Jahrhundert wurde die Highland Tolbooth Church erbaut, 1979 wurde die Kirche geschlossen. „The Hub“ fand inzwischen vielfache neue Verwendungen, unter anderem als Festivalzentrale.

Panorama eines Teils der Altstadt Edinburghs

New Town, Gärten, Berge, Hafen[Bearbeiten]

Mit der Princes Street beginnt die georgianische „New Town“, die sich mit ihren rechtwinklig angelegten Straßen weiter nach Norden erstreckt. Entlang dieser Prachtstraße aus dem 18. Jahrhundert reihen sich mehrere Denkmäler und Monumente.

In der „New Town“ befinden sich am Picardy Place die römisch-katholische Kathedrale von Edinburgh, die St. Mary’s Cathedral, ein neugotischer Bau von 1814. 1874 wurde der Grundstein für eine weitere Bischofskirche gelegt, ebenfalls Maria geweiht, es ist die episkopale St Mary’s Cathedral im West End.

Der Royal Botanic Garden Edinburgh befindet sich nördlich des Stadtzentrums. Westlich des Botanischen Gartens liegen der Zoo und die Gallery of Modern Arts.

Eine Aussicht über die Stadt bietet sich von dem 251 Meter hohen Arthur’s Seat, der vulkanischen Ursprungs ist. Die Salisbury Crags sind am Fuß des Berges.

Im Hafen von Leith, am Ocean Terminal, liegt die ehemalige königliche Yacht Britannia, die besichtigt werden kann. Der getrennte Hafen und der Burgberg haben dazu beigetragen, dass Edinburgh auch „Athen des Nordens“ (Vergleich Piräus - Akropolis) genannt wird.

Klimatabelle[Bearbeiten]

Edinburgh
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
57
 
6
0
 
 
42
 
7
0
 
 
51
 
9
2
 
 
41
 
11
3
 
 
51
 
14
6
 
 
51
 
17
9
 
 
57
 
19
10
 
 
65
 
19
10
 
 
67
 
16
8
 
 
65
 
13
6
 
 
63
 
9
2
 
 
58
 
7
1
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: WMO
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Edinburgh
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 6,2 6,5 8,7 11,1 14,2 17,3 18,8 18,5 16,2 13,2 8,7 6,9 Ø 12,2
Min. Temperatur (°C) 0,3 0,0 1,5 3,1 5,7 8,7 10,3 10,2 8,4 5,9 2,1 0,9 Ø 4,8
Niederschlag (mm) 57 42 51 41 51 51 57 65 67 65 63 58 Σ 668
Regentage (d) 17,2 13,6 16,2 14,0 14,4 13,3 13,1 15,2 16,5 16,7 16,3 16,3 Σ 182,8
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
6,2
0,3
6,5
0,0
8,7
1,5
11,1
3,1
14,2
5,7
17,3
8,7
18,8
10,3
18,5
10,2
16,2
8,4
13,2
5,9
8,7
2,1
6,9
0,9
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
57
42
51
41
51
51
57
65
67
65
63
58
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: WMO

Umgebung Edinburghs[Bearbeiten]

Die Forth-Bridge kurz nach ihrer Vollendung 1890
  • Nur etwa 15 km entfernt liegt die bekannte Eisenbahnbrücke über den Firth of Forth, die Forth Bridge.
  • Weniger als 10 km östlich ist der Strand von Portobello

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Edinburgh – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Edinburgh – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eintrag auf Merriam-Webster.com
  2. Councillors by Political Party. City of Edinburgh Council, abgerufen am 16. September 2013.
  3. Das Stadtwappen von Edinburgh
  4. BBC News: Edinburgh's new tram route in two minutes, 30. Mai 2014, abgerufen am 1. Juni 2014
  5. The Scotsman: £350m Borders Railway nearly half complete, 19. Mai 2014, abgerufen am 19. Mai 2014
  6. BBC NEWS | Scotland | Edinburgh and East | Queen Margaret awarded uni status
  7. Webpräsenz der Edinburgh Geological Society