Claire McCaskill

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Claire McCaskill

Claire McCaskill (* 24. Juli 1953 in Rolla, Missouri), ist eine US-amerikanische Politikerin (Demokratische Partei). Von 1999 bis 2006 war sie die staatliche Rechnungsprüferin (State Auditor) des US-Bundesstaates Missouri. Am 7. November 2006 wurde sie zum Mitglied des Senats der Vereinigten Staaten gewählt, dem sie seit dem 3. Januar 2007 angehört. Bei den Senatswahlen 2012 wurde sie wiedergewählt.[1]

Leben[Bearbeiten]

Kindheit und Jugend[Bearbeiten]

Claire McCaskill wuchs zunächst nahe der Stadt Houston, später in Lebanon und schließlich in Columbia auf. Sie besuchte die David H. Hickman High School in Columbia. Ihr Vater William war ein Aufsichtsbeamter für das Versicherungswesen. Ihre Mutter Betty Anne war die erste Frau, die in den Stadtrat von Columbia gewählt wurde, und bewarb sich bei den Wahlen zum US-Repräsentantenhaus. 1975 schloss sie ein Studium der Politikwissenschaft und 1978 ein Studium der Rechtswissenschaften an der University of Missouri-Columbia ab.

Beruf[Bearbeiten]

Von einer dreijährigen Tätigkeit als Rechtsanwältin in einem auf Strafsachen spezialisierten Anwaltsbüro in Kansas City (1989-1991) abgesehen, war sie seit 1989 ständig im öffentlichen Dienst tätig. 1979 arbeitete sie als Justizangestellte in einem in Kansas City ansässigen Appellationsgericht, das für den westlichen Bezirk Missouris zuständig ist. Anschließend wechselte sie an das Büro des Staatsanwalts von Jackson County, wo sie sich auf Fälle von Brandstiftung spezialisierte.

1982 wurde sie in das Repräsentantenhaus von Missouri gewählt. 1990 wurde sie in die Legislative des Jackson County gewählt, 1992 zur Staatsanwältin von Jackson County. Dort war sie die erste weibliche Staatsanwältin. 1996 wurde sie wiedergewählt. 1998 wurde McCaskill zur staatlichen Rechnungsprüferin von Missouri gewählt.

Gouverneurswahl 2004[Bearbeiten]

Am 3. August 2004 gewann McCaskill die demokratischen Vorwahlen gegen den damaligen Gouverneur Bob Holden, verlor dann aber die eigentliche Wahl am 2. November 2004 gegen den Secretary of State von Missouri, Matt Blunt, knapp mit 47,9 % gegen 50,8 %. McCaskills Niederlage gegen Blunt war die erste in ihrer 20-jährigen politischen Laufbahn.

Senatswahlen 2006 und 2012[Bearbeiten]

Im August 2005 kündigte sie an, bei den Senatswahlen 2006 gegen den republikanischen Amtsinhaber Jim Talent antreten zu wollen. Sie errang die Mehrheit in den Vorwahlen der Demokraten am 8. August 2006. In ihrem Wahlkampf setzte sie neben der inneren Sicherheit vor allem auf sozial- und gesundheitspolitische Themen. Aufsehen erregte ein TV-Werbespot des Schauspielers Michael J. Fox, mit dem er die Befürwortung der Stammzellenforschung durch McCaskill unterstützte.[2]

Am 7. November 2006 wurde sie in einem vielbeachteten Kopf-an-Kopf-Rennen zur Senatorin gewählt. Sie gewann vor allem die Stimmen der Stadtbevölkerung in St. Louis und Kansas City, während ihr Mitbewerber im ländlichen Bereich punktete.

Die in der Zwischenzeit zu einer engen Beraterin von Präsident Obama gewordene McCaskill hatte nach der zum nationalen Skandal geratenen Äußerung ihres Herausforderers Todd Akin („legitime Vergewaltigung“) wenig Probleme, die Wählerinnen für sich zu mobilisieren. Als in städtischen Gebieten die Wähler bis zu drei Stunden Schlange standen, wurden sie von McCaskill-Unterstützern mit heißer Schokolade ermutigt, auszuharren.[1] McCaskill gewann mit 52 zu 41 Prozent.[3]

Privates[Bearbeiten]

McCaskill ist in zweiter Ehe mit dem Geschäftsmann Joseph Shepard aus St. Louis verheiratet. Mit ihm hat sie vier Stiefkinder. Er lieh ihr 2004 für die Gouverneurs-Wahlkampagne 1,6 Millionen US-Dollar. Weil er auch geschäftliche Interessen an Alters- und Pflegeheimen hat, die vom Staat Missouri kontrolliert werden, wurde McCaskill im Wahlkampf eine Vermischung von Privatem und Politischem vorgeworfen.

Zuvor war sie mit David Exposito verheiratet. Mit ihm hatte sie zwei Töchter und einen Sohn. 1995 ließ sich das Ehepaar scheiden. Exposito verstarb 2005.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Claire McCaskill – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b GOP’s Akin, Mourdock lose Senate elections, Washington Post vom 7. November 2012, abgerufen 7. November 2012
  2. YouTube: Michael J. Fox
  3. Romney, McCaskill, Nixon win in Missouri, United Press International vom 6. November 2012, abgerufen 7. November 2012