Clapham-Sekte

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Die sogenannte Clapham Sekte (Clapham Sect) war eine einflussreiche Gruppe von Mitgliedern der Church of England, die als Sozialreformer in England zwischen 1790 und 1830 aktiv war.

Die Mitglieder, die prominente und wohlhabende Anglikaner waren, traten für eine Abschaffung der Sklaverei und des Sklavenhandels sowie für eine Reform des Strafvollzugssystems ein.

Der Name der Gruppe, der ihr als Spottname von ihren Gegnern verliehen wurde, leitet sich von der südlich von London gelegenen Ortschaft Clapham her, die heute ein Bezirk im Südwesten Londons ist. Hier lebten die beiden prominentesten Mitglieder der „Sekte“, William Wilberforce und Henry Thornton.

Unterstützung fand die Gruppe beim Londoner Bischof Beilby Porteus. Weitere prominente Mitglieder waren Granville Sharp, Jurist und Gründer der britischen abolitionistischen Bewegung und William Smith, Bürgermeister von Norwich und Großvater von Florence Nightingale, sowie John Venn.

Die Gruppe gab eine eigene Zeitschrift heraus, den Christian Observer. Hauptherausgeber war Zachary Macaulay, der spätere koloniale Gouverneur von Sierra Leone. Einige Mitglieder waren auch an der Gründung verschiedener missionarischer Organisationen beteiligt, darunter der britischen Bibelgesellschaft und der Church Mission Society.

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