Clarity (Album)

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Clarity
Studioalbum von Zedd
Veröffentlichung 2. Oktober 2012
Label Interscope Records
Format CD, Digital
Genre EDM, House
Anzahl der Titel 10 (+ Bonus-Tracks)
Laufzeit 45:47 (+ Bonus-Tracks)

Besetzung

Zedd

Produktion Lucky Date (Co),
Skrillex (Co),
Zedd
Chronologie
Spectrum
(2012)
Clarity Clarity (Remixes)
(2013)

Clarity (dt.: ‚Reinheit‘) ist das Debütalbum des deutsch-russischen EDM-Musikers Zedd.[1]

Entstehung und Artwork[Bearbeiten]

Mit Ausnahme von zwei Remixen wurden alle Lieder von Zedd, alleine oder in Kooperation mit wechselnden Komponisten, komponiert. Am häufigsten mit zwei Kompositionen wirkte der US-amerikanische Singer-Songwriter Matthew Koma mit. Alle Lieder wurden alleine von Zedd produziert, mit Ausnahme von zwei Titeln, an denen Lucky Date und Skrillex als Co-Produzent mitwirken. Gemastert wurde das Album von Huntley Miller (HM Mastering in Minneapolis), Skrillex, Rob Swire und Zedd. Das Album wurde von Ryan Shanahan und Jesse Taub arrangiert. Mit Ausnahme eines Remixes wurden alle Lieder von Zedd gemischt, ein Remix wurde von Skrillex abgemischt. Das Album wurde unter dem Musiklabel Interscope Records veröffentlicht. Auf dem Cover des Albums ist – neben der Aufschrift des Künstlers und des Liedtitels – ein visuelles Kreuz mit dem Logo von Zedd als Mittelpunkt zu sehen. Das Coverbild ist identisch mit dem der gleichnamigen Single, nur die Farbgestaltung weicht davon ab. Das Artwork des Coverbildes stammt von David D. Navarro, das Layout von Liam Ward.

Veröffentlichung und Promotion[Bearbeiten]

Die Erstveröffentlichung des Albums fand am 2. Oktober 2012 als digitale Veröffentlichung in Kanada und den Vereinigten Staaten und als physische Veröffentlichung im Vereinigten Königreich statt.[2] Die Veröffentlichung in Deutschland erfolgte drei Tage später am 5. Oktober 2012.[3] Das Album besteht aus zehn neuen Studioaufnahmen. Neben der regulären Albumveröffentlichung folgte am 24. September 2013 auch die Veröffentlichung einer „Deluxe-Edition“. Diese beinhaltet vier weitere Bonus-Tracks, wovon zwei nur Remixe bereits veröffentlichter Titel anderer Künstler sind. Neben der weltweit veröffentlichten Deluxe-Edition, existieren auch viele regionale Veröffentlichungen des Albums, die sich alle durch die Anzahl und Auswahl der Bonus-Tracks unterscheiden.

Titelliste[Bearbeiten]

Alle Liedtexte sind komplett in der englischen Sprache verfasst. Das Lied Alive (Zedd Remix) ist ein Remix der gleichnamigen Singleveröffentlichung des australischen Pop-Duos Empire of the Sun. Das Lied Breakn’ a Sweat (Zedd Remix) beinhaltet ein Audiosample des The Doors-Liedes Light My Fire und ein Sample eines Jim Morrison Interviews aus dem Jahr 1969. Musikalisch bewegen sich die Songs im Bereich des EDM und House. Bei vielen seiner Songs wurde Zedd von bekannten Gastsängern wie u.a. Ellie Goulding und Ryan Tedder unterstützt. (siehe Mitwirkende)

# Titel Komponist(en) Produzent(en) Länge
1 Hourglass (feat. LIZ) Elizabeth Nicole Abrams, Zedd Zedd 5:13
2 Shave It Up Zedd Zedd 3:10
3 Spectrum (feat. Matthew Koma) Matthew Koma, Zedd Zedd 4:03
4 Lost at Sea (feat. Ryan Tedder) Ryan Tedder, Zedd Zedd 3:45
5 Clarity (feat. Foxes) Holly Hafferman, Matthew Koma, Porter Robinson, Zedd Zedd 4:31
6 Codec Zedd Zedd 6:01
7 Stache Zedd Zedd 4:04
8 Fall Into the Sky (mit Lucky Date feat. Ellie Goulding) Lucky Date, Ellie Goulding, Zedd Lucky Date, Zedd 3:37
9 Follow You Down (feat. Bright Lights) Heather Bright, Phil Schwan, Zedd Zedd 5:47
10 Epos Zedd Zedd 5:36
Japanische Bonus-Tracks
11 Spectrum (Livetune Remix) (feat. Matthew Koma & Hatsune Miku) Matthew Koma, Zedd Zedd 5:57
12 Spectrum (Akustikversion) (feat. Matthew Koma) Matthew Koma, Zedd Zedd 1:50
13 Clarity (Zedd Union Mix) (feat. Foxes) Holly Hafferman, Matthew Koma, Porter Robinson, Zedd Zedd 3:27
Deluxe-Edition
11 Stay the Night (feat. Hayley Williams) Carah Faye, Benjamin Eli Hanna, Hayley Williams, Zedd Zedd 3:37
12 Push Play (feat. Miriam Bryant) Miriam Bryant, Victor Radstrom, Zedd Zedd 3:37
13 Alive (Zedd Remix) (Interpretiert von Empire of the Sun) Steven Bach, Nicholas Littlemore, Peter Mayes, Jonathan Sloan, Luke Steele, Zedd Zedd (Remix) 3:45
14 Breakn’ a Sweat (Zedd Remix) (Interpretiert von Skrillex & The Doors) John Densmore, Robert Krieger, Ray Manzarek, Sonny Moore, Jim Morrison Skrillex, Zedd (Remix) 4:33

Singleauskopplungen[Bearbeiten]

Bereits ein Jahr vor der Veröffentlichung des Albums, am 2. Oktober 2011, wurde vorab die Single Shave It Up ausgekoppelt. Ebenfalls vorab erschien vier Monate zuvor, am 4. Juni 2012, die Single Spectrum. Am 9. Oktober 2012 folgte die dritte Singleveröffentlichung Stache. Am 12. November 2012 die vierte Singleauskopplung Clarity. Es folgte am 10. September 2013 Stay the Night und als bislang letzte Single wurde im Oktober 2013 Push Play veröffentlicht. Folgende Singles konnten sich in den Charts platzieren:

Chartplatzierungen
Jahr Titel Chartpositionen Anmerkungen
DeutschlandDeutschland OsterreichÖsterreich SchweizSchweiz Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
2012 Spectrum 80
(1 Wo.)
30
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: 4. Juni 2012
(feat. Matthew Koma)
Clarity 94
(2 Wo.)
27
(14 Wo.)
8
(33 Wo.)
Erstveröffentlichung: 12. November 2012
Verkäufe: + 1.432.500 (feat. Foxes / Medina)
2013 Stay the Night 15
(19 Wo.)
12
(17 Wo.)
56
(5 Wo.)
2
(10 Wo.)
18
(22 Wo.)
Erstveröffentlichung: 10. September 2013
Verkäufe: + 1.275.000 (feat. Hayley Williams)

Mitwirkende[Bearbeiten]

  • Elizabeth Nicole Abrams (LIZ): Gesang, Komponist (Lied 1)
  • Steven Bach: Komponist (Lied 13)
  • Heather Bright (Bright Lights): Gesang, Komponist (Lied 9)
  • Miriam Bryant: Gesang, Komponist (Lied 12)
  • RJ Colston: Hintergrundgesang (Lied 5 und 8)
  • John Densmore: Komponist (Lied 14)
  • Carah Faye: Komponist (Lied 11)
  • Kevin Feller: Hintergrundgesang (Lied 5)
  • Foxes: Gesang (Lied 5)
  • Ghostwriter: Tonmeister (Lied 5)
  • Ellie Goulding: Gesang, Komponist (Lied 8)
  • Holly Hafferman: Komponist (Lied 5)
  • Benjamin Eli Hanna: Komponist (Lied 11)
  • Mitch Kenny: Arrangement (Lied 9)
  • Matthew Koma: Gesang (Lied 3), Komponist (Lied 3 und 5)
  • Ashley Krajewski: Tonmeister (Lied 8)
  • Robert Krieger: Komponist (Lied 14)
  • Nicholas Littlemore: Komponist (Lied 13)
  • Lucky Date: Gesang, Komponist, Produzent (Lied 8)
  • Ray Manzarek: Komponist (Lied 14)
  • Peter Mayes: Komponist (Lied 13)
  • Huntley Miller: Mastering
  • Sonny Moore: Komponist (Lied 14)
  • Jim Morrison: Komponist (Lied 14)
  • Malachi Mott: Hintergrundgesang (Lied 5)
  • David D. Navarro: Artwork (Cover)
  • Priya Prins: Hintergrundgesang (Lied 5)
  • Victor Radstrom: Komponist, Tonmeister (Lied 12)
  • Drew Ressler: Hintergrundgesang (Lied 5)
  • Porter Robinson: Hintergrundgesang (Lied 5), Komponist (Lied 5)
  • Phil Schwan: Komponist (Lied 9)
  • Ryan Shanahan: Arrangement (Lied 1-3, 6-7 und 9-12), Vocal Editing (Lied 4-5 und 8)
  • Skrillex: Abmischung, Mastering, Produzent, Tonmeister (Lied 14)
  • Jonathan Sloan: Komponist (Lied 13)
  • Luke Steele: Komponist (Lied 13)
  • Rob Swire: Mastering (Lied 11-12)
  • Jesse Taub: Arrangement (Lied 1-7 und 9-12), Hintergrundgesang (Lied 5-6 und 11)
  • Ryan Tedder: Gesang, Komponist (Lied 4)
  • Liam Ward: Layout (Cover)
  • Hayley Williams: Gesang, Komponist (Lied 11)
  • Zedd: Abmischung (Lied 1-13), DJ (Lied 1-14), Hintergrundgesang (Lied 1 und 5), Komponist (Lied 1-12), Mastering, Produzent (Lied 1-14), Vocal Editing (Lied 4-5 und 8)

Rezeption[Bearbeiten]

Rezensionen[Bearbeiten]

Philip Sherburne vom Spin Magazin vergab 5/10 Punkten, mit der Begründung: „45 Minuten mit Drehungen, Wendungen, Come-ups und Kodas werden anstrengend. Die Produktionsperspektive gibt wenig Innovation her.“ Des Weiteren beklagt er das „millionenfache vorkommen von Sirenen, Rauschen und sprudelnden Synthesizern.“[4]

Will Robinson von Sputnikmusic vergab 2/5 Sternen. Er sagte: „Die Qualität von Clarity ist vorhanden, diese ist aber gering und nicht ausreichend um das Album über Wasser zu halten.“[5]

Andy Kellman von Allmusic meinte, das Album werde denen gefallen, die guten „handgemachten“ Dance-Pop mögen. Diese Leute sollten Zedd weiterverfolgen. Er vergab vier von fünf möglichen Sternen.[6]

Peter Kandunias von Gigwise vergab 4/10 Sternen, er sagte „Alles klingt unglaublich gleich, die Lieder verwischen alle in eins und somit fehlt Clarity jede Klarheit.“[7]

Daniel Shaw von EDM Insider vergab die Note A+, mit der Begründung „Zedd is nicht nur auf der Suche nach großen Klängen in seiner kreativen Arbeit, er schafft es ein komplettes Album zu erschaffen.“[8]

Michael Wakabayashi vom Magazin Magnetic meinte, man solle sich zuerst die Single „Clarity“ auf iTunes kaufen, und wenn man diese dann liebe, das ganze Album erwerben. Dieses werde nicht enttäuschen.[9]

Laut einem Autor von Dancing Astronaut sei das Album eher eine große Erzählung anstatt einer willkürlichen Zusammenstellung, womit das Album Justices ähnele. Alles in allem müsse ein legitimer Künstler auch bereit sein, Risiken einzugehen, und Zedd zeige, dass es diese aufgenommenen Risiken wert seien. Der Autor vergab 4,75 von fünf möglichen Sternen.[10]

Ein Autor von ElectroJams hielt das Album für eine der stärksten Releases des Jahres im Dance-Genre, wenn nicht die beste. Man merke allerdings, dass Zedd etwas mehr in Richtung Mainstream gehe.[11]

Charts und Chartplatzierungen[Bearbeiten]

Clarity erreichte in den Vereinigten Staaten Position 38 der Albumcharts und konnte sich insgesamt 23 Wochen in den Charts halten. Für Zedd ist es der erste Charterfolg in den US-amerikanischen Albumcharts.

Chartplatzierungen
Charts Höchst-
position
Wochen
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten[12] 38 23

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zedd - Clarity. discogs.com, abgerufen am 10. September 2014.
  2. Clarity - Zedd. itunes.apple.com, abgerufen am 10. September 2014.
  3. Clarity - Zedd. itunes.apple.com, abgerufen am 1. Dezember 2012.
  4. Zedd, ‘Clarity’ (Interscope). spin.com, abgerufen am 10. September 2014.
  5. Zedd - Clarity. sputnikmusic.com, abgerufen am 10. September 2014.
  6. Zedd - Clarity. allmusic.com, abgerufen am 10. September 2014.
  7. Zedd - Clarity (Interscope). gigwise.com, abgerufen am 10. September 2014.
  8. Zedd – Clarity (Album Review). edminsider.com, abgerufen am 10. September 2014.
  9. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatMichael Wakabayashi: Music Review: Zedd “Clarity” via Interscope Records. Magnetic, 3. Oktober 2012, abgerufen am 30. Oktober 2012 (englisch).
  10. Zedd’s ‘Clarity’: a risky but successful release that moves dance music forward (album review). Dancing Astronaut, abgerufen am 30. Oktober 2012 (englisch).
  11. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatZedd – Clarity (Album Review). ElectroJams, 3. Oktober 2012, abgerufen am 30. Oktober 2012 (englisch).
  12. Zedd - Chart History. billboard.com, abgerufen am 10. September 2014.