Clas Eriksson Fleming

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Clas Fleming wurde 1571 Schwedens erster Reichsadmiral

Clas Eriksson Fleming (* ca. 1530; † 1597) war ein schwedischer Adliger und Admiral, der während Schwedens Aufstieg zur Großmacht eine bedeutende Rolle in der schwedischen Geschichte spielte.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Fleming stammte aus Finnland, das damals zum Königreich Schweden gehörte, und war ein Vertrauter der schwedischen Könige Johann III. und Sigismund III. Wasa.

Schon Flemings Vater, Erik Fleming (1487 – 1548), hatte als schwedischer Admiral während der Grafenfehde im Dienst von König Gustav Wasa gestanden. Als Gouverneur von Finnland und Estland war Clas Eriksson Fleming nach dem König der zweitmächtigste Mann des Landes. Er war ein Unterstützer von König Sigismund und ein Gegner des Regenten Herzog Karl (später Karl IX. von Schweden).

Während des Dreikronenkriegs kämpfte er gegen die dänische Flotte unter Peder Munk und wurde 1571 zum ersten schwedischen Reichsadmiral (Riksamiral) ernannt.

In Finnland kam es unter Flemings Herrschaft zum sogenannten Keulenkrieg, einem Aufstand der Bauern. Die finnischen Bauern litten unter hohen Steuern und der Einquartierung, die sie den schwedischen Soldaten während und nach dem Krieg gewähren mussten. Herzog Karl unterstützte die aufständischen Bauern; der Aufruhr wurde jedoch von Flemings Soldaten blutig niedergeschlagen.

Einer Anekdote zufolge ließ Herzog Karl Flemings Sarg kurz vor der Bestattung öffnen, um sich zu vergewissern, dass sein Feind tatsächlich tot war.

Fleming war seit 1573 verheiratet mit Ebba Stenbock (gest. 1614), einer Schwester von Königin Katharina Stenbock. Nach dem Tod ihres Mannes wurde Ebba Stenbock Gouverneurin von Finnland, doch ließ Herzog Karl sie kurz nach dem Keulenkrieg mit ihren Töchtern unter Hausarrest stellen. Ihr Sohn Johan Fleming wurde 1599 in Turku auf Befehl des neuen Reichsadmirals Joachim Scheel hingerichtet.