Claude Le Jeune

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Claude Le Jeune

Claude Le Jeune (* um 1530 in Valenciennes; † Ende September 1600 in Paris) war ein franko-flämischer Komponist hugenottischen Glaubens.

Er lebte in Paris und pflegte enge Beziehungen zur Dichtergruppe La Pléiade. Er zählt neben Guillaume Costeley und Jacques Mauduit zu den wichtigsten Komponisten der Musique mesurée.[1] Wohl dank der Fürsprache des mit ihm befreundeten Komponisten Jacques Mauduit konnte er trotz seines reformierten Bekenntnisses bereits vor dem Edikt von Nantes im Jahre 1598 ungehindert wirken, gehörte seit 1594 der Hofkapelle Heinrichs IV. an und wurde 1596 zum Königlichen Kammerkomponisten ernannt. Er starb in Paris und wurde am 28. September 1600 beerdigt.

Mehrfach beschäftigte er sich als Komponist von Kirchenliedern mit dem Genfer Psalter. Die 1601 nach seinem Tode erschienene Ausgabe des Gesamtpsalters wurde u. a. 1646 in Amsterdam, 1669 in Basel mit dem deutschen Text Ambrosius Lobwassers und 1733 sogar in Strada im Unterengadin mit rätoromanischem Text gedruckt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Daniel P. Walker, François Lesure: Claude Le Jeune and „Musique Mesurée“. In: Musica Disciplina 3 (1949), Nr. 2–4, S. 151–170 (Zugang bei Jstor).
  • Marie-Thérèse Bouquet-Boyer, Pierre Bonniffet (Hrsg.): Claude Le Jeune et son temps en France et dans les Etats de Savoie (1530-1600): Musique et littérature /Actes du colloque international de Chambéry 4-7 novembre 1991. Lang, Bern 1996. ISBN 3906754421.
  • Isabelle His: Claude Le Jeune (v. 1530–1600). Un compositeur entre Renaissance et baroque. Actes Sud, Arles 2000.

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Horst Leuchtmann: 15. und 16. Jahrhundert. In: Karl H. Wörner (Hrsg.): Geschichte der Musik. Ein Studien- und Nachschlagebuch. 8. Auflage, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1993, ISBN 3-525-27812-8, S. 124–183, hier S. 167.