Claude Parent

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Claude Parent (* 26. Februar 1923 in Neuilly-sur-Seine) ist ein französischer Architekt und Protagonist der Architecture oblique und war Hochschullehrer an der École Spéciale d’Architecture in Paris.

Leben[Bearbeiten]

Der Sohn eines Ingenieurs und Pioniers der Luftfahrt ging in Paris und Toulouse zur Schule, wo er die Maturität erlangte. An der dortigen Kunsthochschule begann er nach einem mathematischen Vorstudium 1943 auch das Architekturstudium, das allerdings durch zivilen und Militärdienst mehrfach unterbrochen wurde. 1946 wechselte er an die École des beaux-arts in Paris, das er offenbar 1949 ohne Abschluss verließ[1].

Werk und Rezeption[Bearbeiten]

Die ersten Planungen von Parent waren gleich einer großen Öffentlichkeit bekannt: Als Student gewann er – zusammen mit seinem Kommilitonen Ionel Schein – den Wettbewerb eines Einfamilienhauses, das von la maison française, einer Publikumsrevue, ausgeschrieben worden war. 1953 erbaut, wurde das Haus an einen Zahnarzt verkauft. Daraufhin bat die Zeitschrift Elle um Entwürfe für drei idealtypische Häuser: traditionell, zeitgenössisch und keck, die in aufeinanderfolgenden Ausgaben erschienen.[2]

Werkliste (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Maison Gosselin, Ville d'Avray, 1953
  • Maison Soultrait, 1957
  • Maison Mauriange, 1961
  • Maison Drusch, Versailles, 1965
  • Maison Mariotti, St. Germain-en-Laye, in Zusammenarbeit mit Paul Virilio, 1966
  • Sainte Bernadette du Banlay, Nevers, in Zusammenarbeit mit Paul Virilio, 1966
  • Supermarkt, Sens, 1970

Literatur[Bearbeiten]

  • Michel Ragon: monographie crtitique d'un arcitecte – Claude Parent Paris: Bordas 1982. ISBN 2040112758
  • Manfredi Nicoletti: Claude Parent – La funzione obliqua Rom: Testo & Immagine 2003. ISBN 888382086X

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sein Biograf Michel Ragon spricht lediglich von „... Standeskollegen, die sich übrigens weigerten, ihn anzuerkennen, weil er nie sein Diplom erhalten hatte ...“ Michel Ragon: monographie critique d'un arcitecte – Claude Parent Paris: Bordas 1982. ISBN 2040112758 S. 8
  2. Michel Ragon: monographie crtitique d'un arcitecte – Claude Parent Paris: Bordas 1982. ISBN 2040112758 S.66