Claudia Schmied
Claudia Schmied (* 10. Mai 1959 in Wien) ist eine österreichische Politikerin der SPÖ. Sie war Ministerin für Unterricht, Kunst und Kultur im Kabinett Gusenbauer und bekleidet das Amt neuerlich seit 2. Dezember 2008 in der Bundesregierung Faymann.
[Bearbeiten] Leben
Ihr Vater, ein engagierter Sozialdemokrat, war Bereichsleiter für Finanzen in der OMV, die Mutter Schneiderin. Claudia Schmied ist ledig.
Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien, das sie 1983 mit Promotion zum Doktor abschloss, wurde sie 1983 Kundenbetreuerin in der Investkredit Bank AG. 1989 wurde sie stellvertretende Leiterin der Abteilung Wirtschaftspolitik, 1995 Leiterin der Abteilung Unternehmensfinanzierungen. Im Jahr 1997 wurde sie als wirtschaftspolitische Beraterin unter Minister Rudolf Edlinger in das Finanzministerium berufen. 1999 wurde sie Abteilungsleiterin für Unternehmensfinanzierung bei der Investkredit. Seit Juli 2004 war sie Vorstandsmitglied der Kommunalkredit Austria AG (zuständig für Finanzierungen, Umweltförderung, Informationstechnologie, TrendMind).
Am 11. Jänner 2007 wurde sie als Ministerin für Unterricht, Kunst und Kultur angelobt. Über ihre Nominierung war erst am Vortag entschieden worden. Claudia Schmied ist passionierte Reiterin. Schon mit 19 Jahren war sie die jüngste staatlich geprüfte Reitinstruktorin Österreichs.
Die Kunstliebhaberin war 1998/99 Vertreterin des Finanzministeriums im Kuratorium der Salzburger Festspiele und hatte von 1999 bis 2004 einen Sitz im Aufsichtsrat der Theaterservicegesellschaft „ART for ART“. Von Jänner 2005 bis Juni 2006 war sie Vorstandsmitglied der Wiener Symphoniker.
Politisch trat sie auch als Vorsitzende des „Vereins für Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaft“ (VGW) in Erscheinung, der eine Fachgruppe im „Bund Sozialdemokratischer Akademikerinnen und Akademiker, Intellektueller, Künstlerinnen und Künstler“ (BSA) ist. In dieser Funktion entfaltete sie eine rege Veranstaltungstätigkeit, in der die Verbindung von Wirtschaft und Kultur (z. B. im Bereich Kultursponsoring) eine zentrale Rolle spielte.
[Bearbeiten] Auszeichnungen (Auszug)
[Bearbeiten] Weblinks
- Literatur von und über Claudia Schmied im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Eintrag zu Claudia Schmied auf den Webseiten des österreichischen Parlaments
- Lebenslauf in der Wiener Zeitung
- Eintrag über Claudia Schmied im Weblexikon der Wiener Sozialdemokratie
Unterrichtsminister – Erste Republik:
Pacher | Renner | Eldersch | Breisky | Glanz | Breisky | Waber | Breisky | Schneider | Resch | Rintelen | Schmitz | Czermak | Schober | Srbik | Czermak | Rintelen | Schuschnigg | Pernter | Menghin
Unterrichtsminister – Zweite Republik:
Fischer | Hurdes | Kolb | Drimmel | Piffl-Perčević | Mock | Gratz | Sinowatz | Zilk | Moritz | Hawlicek | Scholten | Busek | Gehrer | Schmied
Wissenschaftsminister (1970–2000):
Firnberg | Fischer | Tuppy | Busek | Scholten | Einem
Bildungsminister (2000–2007):
Wissenschaftsminister (seit 2007):
Alfred Gusenbauer | Wilhelm Molterer | Ursula Plassnik | Doris Bures | Heidrun Silhavy | Andrea Kdolsky | Maria Berger | Norbert Darabos | Josef Pröll | Erwin Buchinger | Claudia Schmied | Werner Faymann | Martin Bartenstein | Johannes Hahn | Günther Platter | Maria Fekter
Werner Faymann | Josef Pröll | Michael Spindelegger | Gabriele Heinisch-Hosek | Alois Stöger | Maria Fekter | Johanna Mikl-Leitner | Claudia Bandion-Ortner | Norbert Darabos | Nikolaus Berlakovich | Rudolf Hundstorfer | Claudia Schmied | Doris Bures | Reinhold Mitterlehner | Johannes Hahn | Beatrix Karl | Karlheinz Töchterle
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schmied, Claudia |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichische Politikerin der SPÖ |
| GEBURTSDATUM | 10. Mai 1959 |
| GEBURTSORT | Wien |