Claudio Burlando

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Claudio Burlando

Claudio Burlando (* 27. April 1954 in Genua) ist ein italienischer Politiker. Er gehört der Partito Democratico an und bekleidet derzeit das Amt des Präsidenten der norditalienischen Region Ligurien.

Leben[Bearbeiten]

Nachdem er sich in Elektrotechnik diplomiert hatte, arbeitete er als Wissenschaftler für die Elsag-Bailey Gesellschaft.

Schon jung kam er mit der Politik in Berührung. So trat er in die Kommunistische Partei Italiens (PCI) ein und war im zwischen 1989 und 1990 Sekretär der genuesischen Abteilung der Partei. Später wechselte er zum Partito Democratico della Sinistra (PDS) mit dem er von 1994 bis 1996 als Verantwortlicher für die Lokalbüros ins Parlament gewählt wurde. Nach der Auflösung der Partei und dem Übergang in die Democratici di Sinistra (DS) wurde er zum Wirtschaftsbeauftragten ernannt. Am 14. Oktober 2007 wurde er in die konstituierende Generalversammlung des Partito Democratico gewählt. Er war Mitglied in der Kommission, die das Manifest der Werte der neuen Partei verfasste[1].

Regierungsämter[Bearbeiten]

Noch als Mitglied bei der Kommunistischen Partei hatte er von 1981 bis 1993 das Amt des Gemeinderates inne. Von 1983 bis 1985 war er zudem Assessor für Transportwesen. In Folge wurde er zum stellvertretenden Bürgermeister ernannt (1990–1993) und am 3. Dezember 1992 schließlich zum Bürgermeister der Stadt Genua gewählt. Am 19. Mai 1993 wurde Claudio Burlando verhaftet und musste vom Bürgermeisteramt zurücktreten. Er war in den Verdacht geraten in einige Bestechungsskandale verwickelt zu sein. Mit dem abschließenden Urteil vom 27. Januar 1997 wurde er jedoch von jeder Schuld freigesprochen.

1996 wurde Claudi Burlando als PDS-Abgeordneter in die Abgeordnetenkammer gewählt und vom damaligen Ministerpräsidenten Romano Prodi zum Verkehrsminister ernannt. Während seiner Tätigkeit als Minister wurde er mehrfach für den maroden Zustand der staatlichen Eisenbahn Ferrovie dello Stato kritisiert.

Zwei Jahre später berief ihn Massimo D’Alema in die Bilanzkommission der Abgeordnetenkammer.

Als Präsident der Region Ligurien[Bearbeiten]

Bei den Wahlen vom 3. und 4. April 2005 wurde Claudio Burlando mit 52,6 % der Stimmen zum Präsidenten der Region Ligurien gewählt. Gegenkandidat des Mitte-Rechtsbündnisses war Sandro Biasotti.

Die Entwicklung der Zone Erzelli in der Nähe des genuesischen Flughafens geht auf die Initiative Claudio Burlandos zurück.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. "Una maratona di 12 anni e ora l’ultimo chilometro" in La Repubblica

Weblinks[Bearbeiten]