Claus Arndt

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Claus Arndt (* 16. April 1927 in Marburg) ist ein deutscher Jurist und Politiker (SPD).

Nach seiner Entlassung aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft studierte Arndt Rechtswissenschaften in Bonn, München und Hamburg, besuchte auch die Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer und wurde 1959 an der Universität Bonn mit seiner Schrift Der Begriff der Partei im Organstreitverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht promoviert.

Ab 1960 war er Lehrbeauftragter für Staatsrecht an der DHV Speyer, ab 1967 auch an der Polizeischule und ab 1983 an der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung.

Von 1968 bis 1972 und von 1974 bis 1976 (nachgerückt für Wilhelm Nölling) war er für das Land Hamburg Abgeordneter der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) im (fünften, sechsten und siebenten) Deutschen Bundestag.

Bereits sein Vater Adolf Arndt (SPD) war von 1949 bis 1969 im Deutschen Bundestag.

In dem von Alfred Neven DuMont 2007 herausgegebenen Sammelband Jahrgang 1926/27, Erinnerungen an die Jahre unter dem Hakenkreuz, berichtet Arndt, dass es im März 1945 in Pasewalk eine Gedenktafel gab, die daran erinnern sollte, dass der „Führer“ dort beschlossen habe, Politiker zu werden. Als Soldat von der Ostsee nach Oranienburg bei Berlin verlegt, hielt der Zug unterwegs in Pasewalk, wo der Batteriechef eine Ansprache vor der Gedenktafel hielt. [1]

[Bearbeiten] Werke (Auszug)

  • Der Begriff der Partei im Organstreitverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht, Dissertation, Bonn 1959.
  • Die Ostverträge in Recht und Politik, in: Deutschlandarchiv (1970).
  • Die Verträge von Moskau und Warschau. Politische, verfassungsrechtliche und völkerrechtliche Aspekte, Bonn 1973. ISBN 3-87831-159-1
  • Rechtliche und politische Aspekte der deutschen Ostpolitik, in: österreichische Zeitschrift für Außenpolitik (Wien 1974).
  • Les aspects juridiques et politiques de la 'Ostpolitik' allemande de 1970 à 1976, in: Politique Etrangère (Paris 1976).
  • Claus Arndt (Hrsg.), Der § 218 vor dem Bundesverfassungsgericht. Dokumentation zum Normenkontrollverfahren wegen verfassungsrechtlicher Prüfung des fünften Strafrechtsreformgesetzes (Fristenregelung), Heidelberg, Karlsruhe 1979. ISBN 3-8114-1978-1
  • Die Menschenrechte, Hamburg 1981 (hrgg. von der Landeszentrale für Politische Bildung).
  • Amt und Mandat. Ausgewählte Reden und Schriften, 5 Bände, Baden-Baden 1989-2004.
  • Spuren in der Zeit. Politische und persönliche Erinnerungen aus einem halben Jahrhundert, Düsseldorf 1991. ISBN 3-7700-0954-1
  • Claus Arndt (Hrsg.), Adolf Arndt zum 90. Geburtstag - Dokumentation der Festakademie in der Katholischen Akademie Hamburg, Kath. Akademie Hamburg und Friedrich-Ebert-Stiftung, 1995. ISBN 3-86077-367-4
  • Die Herausgabe von Stasi-Unterlagen Prominenter, in: NJW 2004, S. 3157 bis 3159.
  • Beschränkt wehrwürdig, Beitrag von Claus Arndt (S. 62 bis 67) in Alfred Neven DuMont (Hrsg.): Jahrgang 1926/27. Erinnerungen an die Jahre unter dem Hakenkreuz. Sammelband, DuMont Buchverlag, ISBN 978-3-8321-8059-1

[Bearbeiten] Belege/Einzelnachweis

  1. Arndt, Beschränkt wehrwürdig, S. 62 bis 67 (66) in Alfred Neven DuMont (Hrsg.): Jahrgang 1926/27. Erinnerungen an die Jahre unter dem Hakenkreuz. Sammelband, DuMont Buchverlag, ISBN 978-3-8321-8059-1

[Bearbeiten] Weblinks

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