Cleo Laine

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Dame Cleo Laine (2007)

Dame Cleo Laine, Lady Dankworth, DBE, geboren als Clementina Dinah Campbell (* 28. Oktober 1927 in Middlesex, Großbritannien) ist eine englische Jazz-Sängerin, klassische Sängerin und Schauspielerin.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Sie wurde in einer Londoner Vorstadt als Tochter eines Vaters aus Jamaica und einer englischen Mutter geboren. Obwohl sie schon früh Gesangs- und Tanzstunden erhielt, begann sie erst als Mitt-Zwanzigerin professionell Jazz im Scat-Gesangsstil zu singen, in der Band (Johnny Dankworth Seven und seine Big Band ab 1954) des Saxophonisten und Klarinettisten John Dankworth (1927–2010), den sie 1958 heiratete. Ihre gemeinsame Tochter ist die Jazzsängerin Jacqui Dankworth (*1963) und ihr Sohn der Jazzbassist Alec Dankworth (*1960).

Bei einem Auftritt im New Yorker Birdland traf sie 1959 Ella Fitzgerald. Gleichzeitig begann sie im Theater (im Stammhaus der „angry young men“-Generation britischer Theaterautoren der 1950er Jahre, dem Royal Court Theatre, u.a. spielte sie in vielen Ibsen-Rollen) und in Musicals aufzutreten, z.B. im Musical Valmouth 1959, in Kurt Weills Die sieben Todsünden (Edinburgh Festival 1961), im Theaterstück „A time to laugh“ (1962 mit Robert Morley und Ruth Gordon) und im Musical Showboat 1971. Ihr „You'll Answer to Me“ erreichte 1961 die britischen Top 10. Ein Erfolg war auch ihr Album „Shakespeare and all that Jazz“ mit John Dankworth 1964. Ab den 1970er Jahren tourte sie auch regelmäßig in den USA (Carnegie Hall Konzerte ab 1973) und Kanada. Großen Erfolg hatte sie 1980 beim „All woman Jazz Festival“ in Kansas. Für ihr Live-Album aus der Carnegie Hall 1983 erhielt sie ihren ersten Grammy. Sie nahm Alben mit Ray Charles („Porgy and Bess“), Mel Tormé (Album „Nothing without you“) auf und trat u.a. mit James Galway, Nigel Kennedy, John Williams (Album „Best friends“) und Julian Lloyd Webber auf. Ihre Interpretation von Arnold Schönberg´s Pierrot lunaire brachte ihr ihren ersten Grammy im Bereich klassische Musik ein. Auch in den 1980er Jahren trat sie in Musicals auf, u.a. in der Uraufführung von The mystery of Edwin Drood am Broadway, als Lustige Witwe, in Stephen Sondheim´s A little night music und Into the woods.

Sie ist Botschafterin der SOS-Kinderdörfer. In ihrem Wohnort Wavendon in Buckinghamshire gründete sie das Kulturzentrum „The Stables“.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

1979 wurde sie durch Elisabeth II. zum Officer of the Order of the British Empire (OBE) ernannt, 1997 wurde sie als Dame Commander of the Order of the British Empire (DBE) geadelt und konnte sich nun „Dame“ nennen - 9 Jahre bevor ihr Ehemann als Knight Bachelor ebenfalls geadelt wurde. Mit ihm zusammen bildete sie somit quasi das „Royal Couple“ des britischen Jazz. Sie ist Ehrendoktorin des Berklee College, den Universitäten von Cambridge, York, Luton und der Open University. 1991 erhielt sie den Lifetime Achievement Award der US-amerikanischen Schallplattenindustrie.

Cleo Laine ist bisher die einzige Person, die Grammys sowohl in der Klassik-, der Jazz- und Pop-Sparte erhalten hat.

Weblinks[Bearbeiten]