Gürtelwürmer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Clitellum)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.
Gürtelwürmer
Regenwurm

Regenwurm

Systematik
Abteilung: Gewebetiere (Eumetazoa)
Unterabteilung: Bilateria
ohne Rang: Urmünder (Protostomia)
Überstamm: Lophotrochozoen (Lophotrochozoa)
Stamm: Ringelwürmer (Annelida)
Klasse: Gürtelwürmer
Wissenschaftlicher Name
Clitellata
Michaelsen, 1919

Die Gürtelwürmer (Clitellata) sind eine Klasse der Ringelwürmer. Sie umfassen wenigstens 3800 Arten, die eine natürliche (monophyletische) Einheit bilden.[1] Zu ihnen gehören so bekannte Formen wie die Regenwürmer oder die Blutegel.

Kennzeichen[Bearbeiten]

Namensgebend für die Gürtelwürmer ist eine Struktur namens Clitellum. Es handelt sich dabei um eine Epidermisregion, die durch ihre zahlreichen Drüsen eine Erhebung am Körper bildet. Das Clitellum umgibt den Körper gürtelförmig in wenigen, hintereinanderliegenden Segmenten an der vorderen Körperhälfte. Die Eier der Gürtelwürmer entwickeln sich in einem Kokon, der vom Clitellum abgeschieden wird.

Die Tiere haben im Gegensatz zu den Vielborstern nur wenige oder gar keine Borsten, keine seitlichen, beinähnlichen Auswüchse (Parapodien), keine Fühler und keine Cirren (kleine bewegliche Füßchen).

Fortpflanzung[Bearbeiten]

Kopulation zweier Regenwürmer

Die Gürtelwürmer sind Hermaphroditen (Simultanzwitter). Die Geschlechtsorgane befinden sich im Clitellum. Die Tiere betreiben Außenbefruchtung und vergraben ihre Eier tief unter der Erde, um sie vor Fraßfeinden zu schützen.

Systematik[Bearbeiten]

Die Gürtelwürmer werden traditionell (vereinfacht) in zwei Taxa untergliedert, wobei aber zu beachten ist, dass die Wenigborster vermutlich keine einheitliche (monophyletische) Gruppe bilden.

  • Wenigborster (Oligochaeta) mit etwa 3500 Arten; Vorkommen überwiegend im Süßwasser, jedoch auch auf dem Land und im Meer.
  • Egel (Hirudinea) mit etwa 300 Arten; Vorkommen überwiegend im Süßwasser, jedoch auch auf dem Land.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. W. Westheide: Clitellata, Gürtelwürmer. In: W. Westheide & R. Rieger: Spezielle Zoologie, Teil 1: Einzeller und Wirbellose Tiere. Elsevier-Spektrum, München 2007 (2. Aufl.)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gürtelwürmer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien