Clitunno

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Clitunno
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Die Fonti di Clitunno in Pissignano

Die Fonti di Clitunno in Pissignano

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Lage Provinz Perugia, Umbrien, Italien
Flusssystem Tiber
Abfluss über Topino → Chiascio → Tyrrhenisches Meer
Quelle Pissignano, Campello sul Clitunno
42° 50′ 16″ N, 12° 45′ 38″ O42.837863312.7604352
Mündung in Cannara in den Topino42.994428912.582873Koordinaten: 42° 59′ 40″ N, 12° 34′ 58″ O
42° 59′ 40″ N, 12° 34′ 58″ O42.994428912.582873
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Länge ca. 40 km[1]
Gemeinden Bevagna, Campello sul Clitunno, Cannara, Trevi

Der Clitunno (in der Antike Clitumnus) ist ein Fluss mit 40 km Länge in der Provinz Perugia in Umbrien in Italien, der bei Cannara als Nebenfluss in den Topino mündet.

Verlauf[Bearbeiten]

Der Fluss entspringt bei Pissignano, einem Ortsteil ca. 3 km nordwestlich der Gemeinde Campello sul Clitunno, Provinz Perugia und ca. 43 km südöstlich von Perugia bei den Fonti di Clitunno. Danach fließt er nordwestlich nach Trevi, wo er zwischen Trevi und Cannaiola, einem Ortsteil von Trevi, weiter nach Nordosten und durch Bevagna fließt. Nach Capro (Bevagna) vereinigt er sich mit dem Timia und mündet südlich von Cannara als linker Nebenfluss in den Topino, einen Zufluss des Tiber.

Geschichte[Bearbeiten]

In der Antike war der Clitumnus vor allem wegen seiner Quellen bekannt, die vom jüngeren Plinius ausführlich beschrieben wurden.[2] Bei ihnen befand sich ein Heiligtum des gleichnamigen Flussgottes. Es stand unter der Aufsicht der Stadt Hispellum und wurde vom Kaiser Caligula besucht.[3] Im frühen Mittelalter wurde der Tempel in eine Kirche umgestaltet. Die landschaftlichen Schönheiten des Clitumnus wurden von antiken Schriftstellern gerühmt.[4] Im 19. Jahrhundert widmeten Byron[5] und Giosuè Carducci der Quelle und dem Fluss Gedichte. Carducci schrieb in seinen Odi barbare unter dem Titel Fonti del Clitunno:

„Salve, Umbria verde, e tu del puro fonte nume Clitunno!“[6]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Clitunno River – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Enciclopedia Italiana Treccani, abgerufen am 29. Oktober 2011 (ital.)
  2. Plinius, epistulae 8, 8.
  3. Sueton, Gaius 43, 1.
  4. Vergil, Georgica 2, 146; Properz 2, 19 und 3, 22; Statius, Silvae 1, 4, 129.
  5. Child Harolds Pilgrimage, canto 4, 46.
  6. Zitat aus Streit: Florenz, Toskana, Umbrien, S. 214.