Clive Cussler

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Clive Eric Cussler (* 15. Juli 1931 in Aurora, Illinois, Vereinigte Staaten) ist ein US-amerikanischer Schriftsteller.

In seinen Romanen erleben Charaktere der fiktiven Organisation „National Underwater and Marine Agency“ (NUMA) fantastische Abenteuer. Sein bekanntester Held ist Dirk Pitt, den er 1973 kreierte. In den letzten Jahren schrieb er auch einige Bücher gemeinsam mit dem US-amerikanischen Autor Paul Kemprecos um den neuen Helden Kurt Austin in den NUMA Files und mit Craig Dirgo bzw. Jack du Brul die Oregon Files um deren Vorsitzenden Juan Cabrillo.

Sein dritter veröffentlichter Buchtitel „Hebt die Titanic!“ (Raise the Titanic!, Viking Publishing, 1975) war der erste große kommerzielle Erfolg. Die Verfilmung von 1980 war allerdings ein Misserfolg, obwohl Stars wie Jason Robards, Anne Archer und Alec Guinness mitspielten.

Im Jahr 2005 wurde sein Roman „Operation Sahara“ verfilmt als Sahara – Abenteuer in der Wüste mit Matthew McConaughey als Dirk Pitt in der Hauptrolle. Diese Verfilmung kam bei Publikum und Kritik weitaus besser an, denn Cussler hatte nach den negativen Erfahrungen mit „Hebt die Titanic“ darauf bestanden, Einfluss auf Drehbuch und Schauspielerauswahl zu nehmen.

Lebenslauf[Bearbeiten]

Cussler ist der einzige Sohn des nach dem Ersten Weltkrieg aus Deutschland eingewanderten Eric Cussler und dessen Frau Amy, geborene Hunnewell, die 1901 in St. Joseph (Missouri) geboren wurde. Cusslers Eltern trafen sich 1929 in einem Tanzclub und heirateten am 10. Juli 1930, knapp ein Jahr vor seiner Geburt.

1937 musste Cussler im Alter von sechs Jahren für mehrere Tage unter einem Sauerstoffzelt leben und wäre fast an einer Lungenentzündung gestorben. Aus Sorge um den Gesundheitszustand des Sohnes zog der Vater wegen des besseren Klimas nach Alhambra in Kalifornien, wo Clive Cussler bis zum Ende seiner Schulzeit lebte. Nach der Schule schrieb sich Cussler am Pasadena City College ein, meldete sich aber schon nach zwei Jahren zur US Air Force und kämpfte in seiner Funktion als Flugzeug-Mechaniker und Bordingenieur im Korea-Krieg. Kurz vor Ende des Krieges traf er Barbara Knight, die er nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst im Oktober 1955 in Pasadena heiratete. Sie verstarb im Januar 2003.

Nach der Geburt der Tochter Teri war Cussler zunächst Besitzer einer Tankstelle und danach Anzeigenleiter für den Supermarkt Richard's Lido Market. Damit begann seine Karriere in den gedruckten Medien. Sein Sohn Dirk wurde 1961 geboren und danach noch seine Tochter Dayna.

Seit 1998 wohnt Clive Cussler im Winter im Paradise Valley (Arizona) und in Telluride (Colorado) für den Rest des Jahres.

Im Jahre 1979 gründete Clive Cussler eine gemeinnützige Gesellschaft, der er nach der fiktiven Organisation seiner Romane den Namen „NUMA“ gab. Ziel von NUMA ist es, das maritime Erbe durch die Entdeckung, archäologische Erforschung und Konservierung von Schiffswracks zu erhalten. Mehr als 60 Wracks wurden bereits katalogisiert, darunter die C.S.S. Hunley, die während des amerikanischen Bürgerkriegs als erstes Unterseeboot ein feindliches Schiff im Kampf versenkte.

Cussler hat über 20 aufeinander folgende „New York Times“-Bestseller geschrieben. Bis heute hat er mehr als 125 Millionen Exemplare seiner Bücher verkauft, die in 40 Sprachen übersetzt wurden und in mehr als 100 Ländern zum Kauf angeboten werden. Von der State University New York wurde er für sein Sachbuch The Sea Hunters mit dem Doktortitel Doctor of Letters ausgezeichnet.

Widersprüchlich sind die Angaben, die einigen Büchern vorangestellt wurden. In Night Probe (1981) wird über den Autor gesagt: „Clive Cussler führt das gleiche abenteuerliche Leben wie sein Romanheld Dirk Pitt. Neben seiner schriftstellerischen Betätigung ist Cussler durch den Südwesten der Vereinigten Staaten getrampt, hat Goldminen gesucht, ist in die einsamen Seen der Rocky Mountains als Froschmann nach vermißten Flugzeugen getaucht und führt jetzt Forschungsexpeditionen in die Meerestiefen, um berühmte versunkene Schiffe Amerikas zu bergen.“ In Atlantis Found (1999) ist hingegen zu lesen: „Nach dem Studium arbeitete er längere Zeit als Flugzeugingenieur. Danach war er als Art Director für zwei der größten Werbeagenturen der USA verantwortlich. (…) Clive Cussler lebt abwechselnd in Colorado und Florida.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Schreibstil[Bearbeiten]

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weitgehend fanlastige Theoriefindung

Für seinen ersten Buchentwurf Pacific Vortex konnte Cussler keinen Verleger gewinnen. Auch sein zweiter Roman The Mediterranean Caper und der dritte Iceberg fanden zuerst nur geringes Interesse, wurden aber wenigstens veröffentlicht. Mit seinem vierten Roman Raise the Titanic! gelang Cussler endlich der Durchbruch. In Raise the Titanic! führte er das Schema der nachfolgenden Dirk Pitt-Bücher ein, die sich im Grundaufbau sehr ähneln: Eine Mischung aus Abenteuer- und Technologiethriller, das ganze abgerundet mit Bösewichten, von denen keiner das Ende des Buches überlebt, verschwundene und verlorene Schiffe und berühmte Schätze unter Wasser und auf dem Land. In der Einleitung wird die Handlung an eine geschichtlich angelehnte Begebenheit gebunden, die im späteren Verlauf des jeweiligen Buches eine wesentliche Rolle spielt.

Cusslers Bücher behandeln keine militärischen Details, im Gegensatz zu beispielsweise denen von Michael Crichton. Wo Crichton gewissenhaften Realismus anstrebt, zieht Cussler fantastische Spektakel und ausgefallene Handlungen und Geschichten vor. Die Dirk Pitt-Reihe hat Ähnlichkeiten zu James Bond und Indiana Jones. Clive Cussler hat, wie sein mit autobiographischen Zügen gestalteter Held Dirk Pitt, ebenfalls eine Sammlung von Oldtimer-Autos.

Anderseits versucht Cussler erfolgreich immer wieder schwierige naturwissenschaftliche, insbesondere geowissenschaftliche Sachverhalte wiederzugeben und in den Handlungsstrang einzubeziehen, verliert sich aber manchmal in der Materie und missachtet dabei fundamentale physikalische und andere Aspekte. Die vorangestellten historischen Ereignisse sind teilweise hervorragend recherchiert oder entspringen seiner Phantasie und liefern die Grundlage für das folgende actionreiche Szenario.

Bösewichte in den Büchern[Bearbeiten]

Cusslers Bösewichte weisen gewisse Ähnlichkeiten auf. Es sind oft introvertierte und machtbessene Menschen, die eigentlich alles haben, aber dennoch nicht glücklich sind und daher noch größere Ziele erreichen oder ihren Reichtum ins Unermessliche vergrößern wollen. Sie leben einsam und zurückgezogen in ihren Festungen und regieren von sicheren Basen und Verstecken aus, dennoch spielen sie politisch wie auch finanziell eine große Rolle im globalen Zusammenleben.

Cussler orientiert sich häufig an mafiaähnliche Strukturen. Im Buch Der Todesflieger dirigiert und plant der Reeder Bruno von Till auf einer abgelegenen griechischen Insel seine Geschicke. Sein Hauptgeschäft ist der Drogenschmuggel. Ein anderes zentrales Mafiathema findet sich im Roman Inka Gold. Dort spezialisiert sich der Bösewicht Joseph Zolar auf die Ausbeutung von archäologischen Artefakten und möchte ein weltumspannendes archäologisches Hehlereikartell aufbauen. Im Roman Höllenflut geht es um Menschenhandel, Prostitution und Zwangsarbeit. Der chinesische Großreeder Qin Shang hat sich zum Ziel gesetzt, die Vereinigten Staaten mit illegalen chinesischen Einwanderern zu überfluten. Schließlich steht im Buch Im Zeichen der Wikinger die rücksichtslose Zerberus-Korporation mit dem Magnaten Curtis Merlin Zale im Mittelpunkt.

Auch politische Motive beeinflussen die Bösewichte von Cussler. Die Figuren sind oft Soziopathen, die ihre Ideale oder ihr ideologisches Denken, den anderen Menschen auf der Erde aufzwingen wollen. Oskar Rondheim, ein mächtiger und einflussreicher Industriemagnat hat sich zum Ziel gesetzt, die politische Führung von ganz Mittel- und Südamerika zu übernehmen. Ähnlich gelagert ist der Fall im Buch Das Alexandria-Komplott. Es geht um ein politisches Attentat und einen Revoluzzer in Mexiko. Ziel ist es, einen Aufstand in Mittelamerika zu entfachen, so dass die Menschen als Flüchtlinge in die USA einwandern. Die Gebrüder Robert und Paul Capesterre wollen eine Neuordnung. Sie bedienen sich der Rolle als fanatische und absolute Herrscher und entfachen Wut und blinden Gehorsam mit ihren hetzerischen Reden in der Bevölkerung.

Im Buch Tiefsee plant eine betagte koreanische Reederwitwe das Verschwinden des mächtigsten Mannes der Welt. Der Präsident der Vereinigten Staaten soll entführt werden. In Cyclop wiederum planen fanatische Sowjets einen Machtwechsel in Kuba verbunden mit der Ermordung Fidel Castros und der Zerstörung von Havanna. In Geheimcode Makaze versucht der koreanische Industrie-Mogul Kang einen tödlichen Virenanschlag auf die USA zu verüben, um die Wiedervereinigung beider Korea zugunsten Nord-Koreas zu ermöglichen. Im Roman Die Ajima-Verschwörung versuchen die Bösewichte, die USA in die Knie zu zwingen und Japan zur führenden Großmacht zu erheben. Als Ausgangspunkt der weltweiten Verschwörung dient die pazifische Insel Ajima. Ein Tycoon im Buch Flammendes Eis, der ein Nachfahre der Zarenfamilie ist, versucht im instabilen Russland, seine Macht zurückzugewinnen.

Ganze Familien nehmen die Rollen als Bösewichte ein. In Schockwelle ist es die Familie Dorsett, die schwerreich und im Diamantenhandel tätig ist. In der Akte Atlantis ist es die Familie Wolf, die eine neue Weltordnung zu schaffen versucht und behauptet, sie seien die Nachfahren von Adolf Hitler. Im Buch Killeralgen macht die Familie Fauchard Kurt und Joe das Leben zur Hölle.

Es gibt auch noch Bösewichte, die sich nicht in die obigen Kategorien einordnen lassen. Im Buch Killeralgen sucht die Familie Fauchard besessen nach einem Enzym, das das ewige Leben ermöglichen soll. Im Buch Tödliche Beute geht es um einen Eskimostamm und dessen Anführer und Genforscher Toonook, der mittels Genmutationen an Lachsen den weltweiten Fischbestand reduzieren möchte.

Werke[Bearbeiten]

Hauptartikel: Romane von Clive Cussler

Adaptionen[Bearbeiten]

Die Rechte an den Büchern von Clive Cussler wurde von Philip Anschutz von der Firma Crusader Entertainment erworben, die eng mit der Paramount-Filmgesellschaft zusammenarbeitet.

Hebt die Titanic[Bearbeiten]

1980 wurde der Bestseller Hebt die Titanic verfilmt. Der Film vermochte nicht die Spannung und Action zu halten, welche das Buch versprach und floppte an den Kinokassen. Die Gründe dafür sind sicher zum einen das schwache Skript und die nicht sonderlich gelungenen Spezialeffekte. Zum anderen war die Besetzung der Schlüsselrollen alles andere als passend. Richard Jordan, der die Hauptfigur Dirk Pitt verkörperte, entsprach nicht dem Bild, das sich die Buchleser von ihrem Helden gemacht hatten. Auch die Mitwirkung von Alec Guinness in einer Nebenrolle konnte den Film nicht retten. Cussler meinte zu dem Film: „Der ist von Anfang bis Ende schlecht!

Sahara[Bearbeiten]

Im Mai 2005 kam der Film Sahara – Abenteuer in der Wüste nach dem gleichnamigen Roman Cusslers in die Kinos. Dirk Pitt wurde dieses Mal von Matthew McConaughey – bekannt aus Filmen wie Contact oder U-571 – und Eva Rojas von Penélope Cruz gespielt. Unterstützt wurden sie durch Al Giordino, den besten Freund von Dirk Pitt, gespielt von Steve Zahn. Der patriarchische Chef der NUMA Admiral James Sandecker wurde von William H. Macy verkörpert. Auch Cusslers Tochter Dayna bekam eine Rolle in dem Film. Ihre Figur der Kitty Mannock wurde jedoch aus der Endfassung wieder herausgeschnitten.

Clive Cussler arbeitete an diesem Kinoprojekt sehr engagiert mit. Sein Ziel war es, dass der Film dieses Mal möglichst buchgetreu wiedergegeben wird. Cussler ließ sich nach den schlechten Erfahrungen mit dem ersten Film deshalb Einflussnahme auf das Skript und die Besetzung des Films in seinem Vertrag festschreiben. Aus diesem Grund musste der Film auch mehrmals, teils nach gerichtlichen Auseinandersetzungen, nachbearbeitet und die Veröffentlichung vom Jahr 2004 auf das Jahr 2005 verschoben werden.

Weblinks[Bearbeiten]