Close Harmony

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Close Harmony (etwa: Arrangement in enger Lage) ist eine Form des Arrangements in der Popmusik und im Jazz, die als weit verbreitetes musikalisches Ausdrucks- und Stilmittel meistens aus parallelen Terzen (beispielsweise C4, E4 und G4) besteht, also gleichzeitig gespielten oder gesungenen Noten. Im Gegensatz dazu steht die Open Harmony, also weite Lage, die eine breitere Tonhöhen-Matrix verwendet und den Tonraum einer Oktave verlässt (zum Beispiel C3, G3 und E4).

Ein typisches Beispiel für Close Harmony im instrumentalen Bereich ist Glenn Millers Moonlight Serenade oder der Einsatz zweier Saxophone bei der Instrumentalmusik von Billy Vaughn. Stimmliche Close Harmony war typisch für die Vokalgruppen Mills Brothers oder Everly Brothers, an denen sich die Beatles oder Simon and Garfunkel orientierten; in Deutschland benutzten die Comedian Harmonists diese Technik.

Close Harmonys sind gegenüber Akkorden in weiter Lage in ihrer klanglichen Wirkung wesentlich „kompakter“, was die Verschmelzung der einzelnen Töne auch bei komplizierteren harmonischen Zusammenhängen begünstigt und diese zudem deutlich toleranter gegenüber Intonationsproblemen macht. Close Harmonys werden auch oft als Begleitung in der Mittellage eingesetzt, was zusätzlich eine Abgrenzung zur Basslinie und gegebenenfalls zu Solopartien schafft.

Close Harmonys sind allerdings musikalisch heikel, sobald verschiedene Instrumenten- oder Stimmlagen beteiligt sind. Besonders in gemischten Vokalchören besteht das Problem des Registerausgleiches zwischen tiefen Frauen- und hohen Männerstimmen; trotz dieser Schwierigkeiten sind die meisten Kompositionen für Jazzchöre in Close Harmony geschrieben. Aus der Close Harmony leitet sich beispielsweise die Bezeichnung Drop 2 ab, die besagt, dass aus der engen Lage eine einzelne (die zweite) Stimmen tiefoktaviert wird. Engere Stimmlagen sind die Cluster, weitere die offenen Stimmlagen.