Closed world assumption

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Bisher sind keinerlei Quellen angegeben. --DF5GO 22:21, 14. Sep. 2012 (CEST)

Die Closed world assumption (deutsch: Annahme zur Weltabgeschlossenheit) bei der Modellierung von Sachverhalten (Wissensrepräsentation) sagt aus, dass alles, was nicht explizit als wahr bewiesen werden kann, als falsch bezeichnet wird: Alles, was also nicht modelliert ist, existiert im Modell auch nicht und ist nicht beweisbar, also falsch, das heißt nicht ableitbar. In der Prädikatenlogik gilt diese Annahme nicht.

Beispiele[Bearbeiten]

Beispiele für closed world assumption[Bearbeiten]

Bus- oder Bahnfahrpläne
Falls ein Bus oder Zug planmäßig ausschließlich jede volle Stunde abfährt, ist der Umkehrschluss, dass er zu anderen Zeiten nicht abfährt, durchaus legitim.
Just-in-time-Kompilierung
Zur Laufzeit eines Computerprogrammes kann davon ausgegangen werden, dass eine innerhalb eines Codeblockes nicht veränderte Variable während der Abarbeitung des Codeblockes konstant bleibt. Darauf basierend können Optimierungen vorgenommen werden, die zur Übersetzungszeit nicht zulässig wären.

Beispiel für open world assumption[Bearbeiten]

Telefonauskunftsystem
Wenn eine Nummer im System ist, dann kann Auskunft darüber erteilt werden. Es kann aber nicht geschlossen werden, wer nicht im Telefonbuch steht, hat auch kein Telefon, da es Personen gibt, die sich nicht eintragen lassen. Hier ist die Annahme der Weltabgeschlossenheit also nicht sinnvoll.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Marco Cadoli, Maurizio Lenzerini: The complexity of propositional closed world reasoning and circumscription. In: Academic Press (Hrsg.): Journal of Computer and System Sciences. 48, Nr. 2, April 1994, S. 255–310, doi:10.1016/S0022-0000(05)80004-2.
  • T. Eiter and G. Gottlob (1993). Propositional circumscription and extended closed world reasoning are \Pi^p_2-complete. Theoretical Computer Science, 114:231–45.
  • A. Rajasekar, J. Lobo, and J. Minker (1989). Weak generalized closed world assumption. Journal of Automated Reasoning, 5:293–307.
  • V. Lifschitz (1985). Closed-world databases and circumscription. Artificial Intelligence, 27:229–35.
  • J. Minker (1982). On indefinite databases and the closed world assumption. In Proceedings of the Sixth International Conference on Automated Deduction (CADE'82), pp. 292–308.
  • R. Reiter (1978). On closed world data bases. In H. Gallaire and J. Minker, editors, Logic and Data Bases, pp. 119–40. Plenum Publ. Co., New York.
  • Y. Duan and C. Cruz (2011), Formalizing Semantic of Natural Language through Conceptualization from Existence. International Journal of Innovation, Management and Technology,2 (1):37-42.