Clostebol

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Strukturformel
Strukturformel von Clostebol
Allgemeines
Name Clostebol
Andere Namen
  • 4-Chlortestosteron
  • 4-Chlor-17b-hydroxy-4-androsten-3-on
Summenformel C19H27ClO2
CAS-Nummer
  • 1093-58-9
  • 855-19-6 (Acetat)
PubChem 68947
ATC-Code

A14A

DrugBank DB01521
Eigenschaften
Molare Masse 322,87 g·mol−1
Schmelzpunkt

189 °C[1]

Sicherheitshinweise
Bitte die eingeschränkte Gültigkeit der Gefahrstoffkennzeichnung bei Arzneimitteln beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][4]
Gesundheitsschädlich
Gesundheits-
schädlich
(Xn)
R- und S-Sätze R: 40
S: 36/37
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Clostebol ist ein androgenes Steroid. Es ist ein schwächer wirksames Derivat von Testosteron, das im Stoffwechsel weder zu Östrogen noch zu DHT umgewandelt wird.

Bis zum 30. Juni 2003 war es als „Megagrisevit-Mono“ von Pharmacia auf dem deutschen Markt erhältlich um einen leichten Testosteronmangel bei Männern zu behandeln. Im Body-Building wurde die Substanz zum mäßigen Muskelaufbau von weiblichen Sportlern missbraucht, da die anabole und androgene Komponente gering ist und die Nebenwirkungen bei Frauen daher geringer als bei dem stärkeren Testosteron ausfallen. Zu den gängigen Nebenwirkungen zählen Haarausfall und Akne, bei der oralen Einnahme noch zusätzlich eine starke Belastung der Leber.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Clostebol. In: DrugBank
  2. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  3. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  4. Datenblatt Clostebol bei ChemBlink, abgerufen am 18. Juni 2011.
  5. Das Schwarze Buch – Anabole Steroide, 2007. Seite 91 ISBN 978-3-00-020944-4.
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