Cloud Atlas (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel Cloud Atlas
Cloud Atlas Logo.png
Produktionsland Deutschland
Vereinigte Staaten
Hongkong
Singapur
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2012
Länge 172 Minuten
Altersfreigabe FSK 12[1]
JMK 14[2]
Stab
Regie Tom Tykwer
Andrew Wachowski
Lana Wachowski
Drehbuch Tom Tykwer
Andrew Wachowski
Lana Wachowski
Produktion Grant Hill
Stefan Arndt
Tom Tykwer
Andrew Wachowski
Lana Wachowski
Musik Tom Tykwer
Johnny Klimek
Reinhold Heil
Kamera Frank Griebe
John Toll
Schnitt Alexander Berner
Besetzung

Siehe Abschnitt Besetzung

Cloud Atlas ist eine Literaturverfilmung aus dem Jahr 2012 nach David Mitchells Roman Der Wolkenatlas. Die US-Amerikaner Lana und Andy Wachowski und der Deutsche Tom Tykwer schrieben gemeinsam das Drehbuch und führten Regie. Cloud Atlas gilt zum Zeitpunkt seines Entstehens als einer der teuersten bis dahin produzierten Independentfilme[3] und als der bei weitem teuerste deutsche Film. Er hatte seine Premiere am 8. September 2012 auf dem Toronto International Film Festival und lief am 26. Oktober 2012 in den US-amerikanischen und am 15. November 2012 in den deutschen Kinos an. Filmstarts in zahlreichen weiteren Ländern folgten bis März 2013.

Handlung[Bearbeiten]

Der Film behandelt sechs verschiedene Schicksale, die einen Zeitraum von mehreren hundert Jahren umfassen. Die einzelnen Geschichten sind miteinander verbunden. Die Erzählstränge und Zeitebenen wechseln sich im Film ständig ab.

  • 1849: Der amerikanische Anwalt Adam Ewing bereist den Pazifik, wo er mit der Unterdrückung der Maori und der Moriori konfrontiert wird. Auf einer seiner Erkundungstouren freundet er sich mit dem Arzt Henry Goose an. Goose behandelt Ewing, nachdem er aufgrund eines vermeintlichen Schwächeanfalls zusammengebrochen ist. Die Diagnose, er leide am „Polynesischen Wurm“, sorgt dafür, dass Ewing aus Angst vor möglicher Ansteckung im Frachtraum des Schiffes untergebracht wird. Während der Rückreise hilft der erkrankte Ewing dem Moriori Autua, der sich als blinder Passagier auf der Flucht vor Misshandlungen als Sklave im Frachtraum versteckt hat. Ewings Zustand verschlechtert sich zusehends. Autua entdeckt, dass Goose Ewing belügt und vorsätzlich vergiftet, um nach Ewings Tod an dessen Geld zu kommen. Ewing wird von Autua gerettet und erkennt das unmenschliche Prinzip der Sklaverei. Er stellt sich gegen seinen Schwiegervater, der mit Sklaven handelt, und schließt sich der Bewegung gegen die Sklaverei an.
  • 1936: Der junge, unerfahrene Komponist Robert Frobisher schreibt seinem Liebhaber Rufus Sixsmith, wie er eine Anstellung als künstlerischer Gehilfe für den alten Komponisten Vyvyan Ayrs findet. Ayrs ist schon seit langer Zeit nicht mehr durch neue Kompositionen aufgefallen, genießt jedoch noch einen exzellenten Ruf. Frobisher will Ayrs seine künstlerischen Talente zur Verfügung stellen, um dadurch seine eigene Karriere per Empfehlung des alten Meisters voranzutreiben. Im Laufe der Zeit entwickelt sich eine künstlerische Symbiose zwischen den beiden. In Ayrs' Villa findet Frobisher Ewings Tagebuch; es fehlt jedoch die zweite Hälfte davon. Er bittet Sixsmith in seinen Briefen, den fehlenden Teil zu finden, so gefesselt ist er von der Geschichte. Frobisher kommt auch Ayrs' Frau Jocasta näher, was er gegenüber Sixsmith als rein physischen Akt ohne Liebe entschuldigt. Sixsmith wisse, dass Frobishers Liebe ausschließlich ihm gehöre. Das Arbeitsverhältnis zwischen Ayrs und Frobisher leidet jedoch bald, da der alternde Komponist eine geniale Schöpfung seines Schülers, das Wolkenatlas-Sextett, für sich selbst beansprucht. Ayrs verhöhnt Frobisher und droht ihm, seine Reputation zu zerstören. Bei einem Handgemenge während Frobishers Abreisevorbereitungen löst sich ein Schuss aus dessen Waffe, Ayrs wird getroffen, jedoch nicht tödlich verletzt. Frobisher verlässt die Villa. Ayrs führt eine mediale Hetzkampagne gegen Frobisher. Nach der Vollendung seines Werkes begeht Frobisher Suizid. Sein letzter Brief an Sixsmith erläutert seine Beweggründe hierfür. Diesen sowie seine Komposition Das Wolkenatlas-Sextett hinterlässt er Sixsmith. Dieser trifft nur wenige Sekunden nach dem Selbstmord ein.
  • 1973: Die aufstrebende Journalistin Luisa Rey steckt in San Francisco in einem Fahrstuhl zusammen mit Rufus Sixsmith fest, der inzwischen Kernphysiker geworden ist. Sixsmith deutet an, eine Story für Rey zu haben. Kurz bevor sie sich wieder treffen können, wird Sixsmith ermordet. Rey entdeckt seine Leiche und nimmt mehrere alte Briefe an sich, die von Sixsmiths verstorbenem Liebhaber Robert Frobisher stammen. Rey verfolgt die Story an Sixsmiths früherer Arbeitsstelle. Der dort arbeitende Wissenschaftler Isaac Sachs hilft Rey, woraufhin er vom selben Täter, Smoke, ermordet wird. Smoke versucht auch Rey umzubringen, sie entkommt jedoch. Mit Hilfe des ehemaligen Kriegskameraden ihres Vaters, Napier, versucht sie, Smoke zur Strecke zu bringen. Smoke kann Rey und Napier schließlich stellen, wird dann jedoch von einer mexikanischen Arbeiterin erschlagen, die er auf rassistische Art beleidigt und deren Hund er getötet hat. Von Sixsmiths Nichte Megan erhält Rey Unterlagen über einen defekten Kernreaktor, im Gegenzug überreicht sie ihr die Briefe von Frobisher an Sixsmith. Reys Reportage ist die erste große Geschichte ihrer Karriere.
  • 2012: Dem alternden Verleger Timothy Cavendish gelingt mit dem Buch Knuckle Sandwich des Autors Dermot Hoggins der große Wurf. Die zunächst unverkäufliche Autobiografie wird zu einem Bestseller, nachdem der Autor in einem spontanen Wutanfall einen Kritiker vom Dach wirft, der sein Buch verrissen hat. Der enorme Umsatz des Buches veranlasst die Brüder des in Haft sitzenden Autors, von Cavendish eine hohe Summe als Anteil zu verlangen. Da die unerwarteten Umsätze gerade ausreichend waren, um Cavendishs frühere Verluste zu begleichen, kann er die Forderung der Brüder nicht erfüllen. So bittet er seinen von ihm jahrelang entfremdeten Bruder Denholme um Geld. Dieser will ihm kein Geld geben, bietet ihm jedoch ein Versteck an. Auf der Fahrt dorthin im Zug liest Cavendish ein Manuskript eines Freundes von Luisa Rey: „HALF-LIVES - A Luisa Rey Mystery - by Javier Gomez“. Er spürt heimlich seine Jugendliebe Ursula auf, von der er sich jedoch ohne eine Kontaktaufnahme wieder entfernt. Auf Empfehlung seines Bruders nimmt sich Cavendish dann ein Zimmer im „Haus Aurora“, davon ausgehend, es handele sich um ein Hotel. Es stellt sich jedoch heraus, dass es ein geschlossenes Altenheim ist, in dem sein Bruder ihn als Rache für eine Affäre mit seiner Frau angemeldet hat. Dort findet er Gleichgesinnte, mit denen ihm die Flucht aus dem Heim gelingt. Später befindet er sich mit Ursula im „Exil“, wo er seine Memoiren schreibt.
  • 2144: Der weibliche Klon Sonmi~451 lebt im koreanischen Neo-Seoul. In der herrschenden Konzernokratie wurde sie erschaffen, um in einem Fast-Food-Restaurant zu bedienen. Dort wird als musikalische Untermalung das „Wolkenatlas-Sextett“ gespielt. Lange Zeit ist das Restaurant ihr Zuhause. Ihr wurde versprochen, nach zwölf Jahren ins Elysium zu gelangen. Das Elysium wird als paradiesischer Ort eingeführt, der als Belohnung für ein gehorsames Arbeitsleben wartet. Sonmi~451 wird Zeugin, wie ein anderer weiblicher Klon wegen ihres Freiheitsstrebens getötet wird. Der Rebell Hae-Joo Chang kann sie aus dem Restaurant schleusen. Die neue Freiheit erschlägt sie förmlich. Sie studiert die für sie unbekannte Welt und gelangt zu neuem Wissen. Als sie sich einen alten Film mit einer Dramatisierung der Erlebnisse von Cavendish ansieht, stürmen Polizeikräfte ihr Versteck. Sie wird verhaftet, kann aber kurz vor ihrer Hinrichtung erneut von Hae-Joo Chang gerettet werden und entdeckt, dass die Klone nach Ende ihrer Dienstzeit statt der versprochenen Reise ins Elysium industriell geschlachtet und zu Nahrung für andere Klone verarbeitet werden. Sonmi verfasst einen Aufruf zur Menschlichkeit und für unvoreingenommenen Umgang miteinander. Während ihr Aufruf ausgestrahlt wird, greifen Regierungssoldaten die Sendestation auf Hawaii an und töten sämtliche Rebellen, darunter Hae-Joo Chang. Sonmi wird verhaftet und von einem Archivar über ihre Erlebnisse befragt. Vor ihrer Hinrichtung bleibt ihr somit der Trost, dass ihre Erklärungen erhalten bleiben.
  • 106. Winter nach dem Untergang (laut Abspann 2321): Der Ziegenhirte Zachry freundet sich mit Meronym, einer Angehörigen des technisierten Volks der „Prescients“, an. Die Prescients hüten und nutzen zwar die „alte“ Technik, sind jedoch in der sterbenden Welt aufgrund der vorherrschenden Strahlung trotzdem dem Untergang geweiht und suchen daher nach einem Ausweg. Das Leben der Inselbewohner ist hart: Zachry muss mitansehen, wie sein Schwager von Kannibalen, den „Kona“, getötet wird. Nachdem Meronym Zachrys Nichte gerettet hat, erklärt sich Zachry dazu bereit, Meronym auf die Spitze eines heiligen Berges zu führen. Dort verbirgt sich die Kommunikationsstation, von der Sonmi einst ihre Botschaft sendete. In den Gebäuden finden sie zahlreiche Hinweise auf Sonmi, die von Zachrys Stamm als Göttin verehrt wird. Mit der Kommunikationsanlage will Meronym Kontakt zu den außerplanetarischen Kolonien aufnehmen, die den Untergang der Zivilisation vielleicht überlebt haben. Nach dem Abstieg finden sie das Dorf von den kriegerischen Kona zerstört vor. Meronym rettet Zachry und dessen überlebende Nichte vor den Kona und die drei fliehen auf das Schiff der Prescients.

In der letzten Szene des Films erzählt der alte Zachry seinen und Meronyms gemeinsamen Enkeln die Geschichte ihrer Rettung. Sie befinden sich auf einem anderen Planeten mit zwei Monden, die Erde ist als „blauer Schimmer“ am Himmel zu erkennen.

Verknüpfungen über die zeitlichen Epochen hinweg[Bearbeiten]

Innerhalb der sechs dargestellten zeitlichen Episoden ist die jeweilige Handlung abgeschlossen. Durch den Reinkarnationsgedanken erhält der Film jedoch zusätzliche Tiefe, die sich durch wiederkehrende Begegnungen und Interaktionen der inkarnierten Seelen in den verschiedenen Epochen äußert. Auch sind Entwicklungen der Seelen erkennbar. Darüber hinaus finden beispielsweise Gegenstände/Objekte oder historische Aufzeichnungen ihren Weg über die Zeiten hinweg. Bezüglich der Verhältnisse und Interaktionen der "Wesen" wäre es an dieser Stelle schwierig, mit den jeweiligen fiktiven Personennamen des Films zu arbeiten, da es zur Identifikation eines übergeordneten Schlüssels bedarf. Als Kunstgriff wird daher mit Abkürzungen der Schauspieler gearbeitet. Die volle Nennung der Namen der Darsteller könnte im Kontext (und bei flüchtigem Lesen) zu anderen Missverständnissen führen.

  • ToHa = Tom Hanks (markanteste Person im Film: Zachry)
  • HaBe = Halle Berry (Luisa Rey)
  • JiBr = Jim Broadbent (Timothy Cavendish)
  • HuWe = Hugo Weaving (Old Georgie)
  • JiSt = Jim Sturgess (Adam Ewing)
  • DoBa = Doona Bae (Somni 451)
  • BeWh = Ben Whishaw (Robert Frobisher)
  • JaDA = James D’Arcy (Archivar Park)
  • ZhXu = Zhou Xun (Yoona 939)
  • KeDa = Keith David (Joe Napier)
  • DaGy = David Gyasi (Autua)
  • SuSa = Susan Sarandon (Äbtissin)
  • HuGr = Hugh Grant (Lloyd Hooks)
  • BrLe = Brody Lee (Javier Gomez)

Charaktere, Verhältnisse und Interaktionen der Wesen[Bearbeiten]

  • Bei JiSt und DoBa ist auffällig, dass sie wiederholt ein Paar werden (1849, 1973 [Eltern von Megan], 2144 und 2321) und sich mehrfach dem Kampf gegen Unterdrückung widmen (Sklavenhandel, System in NeoSoul).
  • DoBa tötet 1973 den Profikiller HuWe aufgrund einer rassistischen Äußerung; HuWe war 1849 ihr Vater und Sklavenhändler, von dem sie sich unterdrückt fühlte.
  • HuWe ist über alle Epochen hinweg "böse" oder eine zwielichtige/strenge Persönlichkeit (Sklavenhändler, Dirigent, Profikiller, herrische Krankenschwester, Rebellenjäger, Dämon)
  • Auch HuGr ist ein negatives Wesen (Befürworter der Sklaverei, skrupelloser Öl-Lobbist, rachsüchtiger Bruder, sexueller Ausbeuter [NeoSoul], Anführer eines kriegerischen Stamms).
  • Bei den grundsätzlich männlich inkarnierten Wesen JiBr und BeWh ist zweimal ein Autoritätsgefälle zu verzeichnen (Kapitän/Schiffsjunge und Komponist/Assistent). 2012 inkarniert BeWh als Frau (Georgette) und hatte eine Affäre mit JiBr (Timothy Cavendish).
  • In der Epoche 1936 bringt HuWe als deutscher Dirigent Kesselring seine jüdische Geliebte (HaBe) in England bei JiBr vor den Nationalsozialisten in Sicherheit. Beide heiraten trotz des großen Altersunterschiedes. Bei einem Besuch von Kesselring wird deutlich, dass zwischen ihm und seiner früheren Geliebten immer noch Gefühle vorhanden sind. 2012 ist HuWe als Krankenschwester Peiniger von JiBr.
  • HaBe und ToHa verspüren in verschiedenen Zeiten eine Anziehung: 1973 und 2321.

Weitere Begebenheiten[Bearbeiten]

  • JiBr wird im Jahr 2012 gegen seinen Willen im Altersheim Aurora festgehalten - seiner eigenen Villa des Jahres 1936. In diesem Jahr versucht er im selben Gebäude, seinen Assistenten BeWh am Fortgehen zu hindern.
  • JiBr hat 1936 einen Traum, der auf das Restaurant „Papa Song“ im Jahr 2144 hindeutet, in dem die Musik des Wolkenatlas-Sextetts als Hintergrundmusik gespielt wird.
  • HaBe liest 1973 als Luisa Rey die Briefe von Robert Frobisher (BeWh) aus dem Jahr 1936, in denen er über seine Affäre mit Jocastas Ayrs (HaBe) berichtet. Sie trifft im Jahr 1973 kurze Zeit später auf ihn als Plattenverkäufer.
  • BeWh ist 1973 als Plattenverkäufer Fan seiner eigenen Komposition aus dem Jahr 1936.
  • ToHa trägt im Jahr 2321 eine Halskette mit einem Knopf als Anhänger. Er wird im Kampf mit einem Kona-Krieger fast damit erwürgt. Den Knopf hat er im Jahr 1849 vom Jacket seines Patienten JiSt gestohlen.
  • Die Aufzeichnungen der Aussagen von Somni~451 (DoBa), aufgezeichnet durch den Archivar Park (JaDA), gelten als Bibel im Jahr 2321. Archivar Park (JaDa) wird zum ersten Anhänger von Somni~451, nachdem JaDa im Jahr 1973 von seiner damaligen Nichte Megan noch als ungläubig beschrieben wurde.
  • Das Manuskript des Romans von BrLe, das auf den Tatsachen des Jahres 1973 beruht, wird im Jahr 2012 vom Verleger JiBr gelesen.
  • BeWh ist 1936 fasziniert vom Buch, das JiSt über seine Schiffsreise von 1849 verfasst hat - BeWh war als Schiffsjunge selbst bei dieser Reise anwesend. Das Buch genießt bei JiBr (der Kapitän des Schiffs war) im Jahr 1849 genauso wenig Achtung, wie sein damaliger Passagier und Verfasser des Buches JiSt.
  • ToHa tötet im Jahr 2321 den Kona-Anführer HuGr, welcher 1973 für den Skandal und auch die daraus resultierenden Morde (u.a. an ToHa) verantwortlich zeichnete (wenn er nicht gar vermutlich Auftraggeber für die Morde war).

Unterschiede zum Roman[Bearbeiten]

In der Verfilmung finden sich diverse Unterschiede:

  • Im Buch trifft Ewing am Ende nicht auf seine Frau Tilda; er befindet sich zur Erholung auf Hawaii.
  • Im Buch spielt die Geschichte um Frobisher in Belgien, nicht in Großbritannien. So erschießt sich Frobisher nicht wie im Film in Edinburgh, sondern in Brügge.
  • Frobisher schießt im Buch nicht auf Ayrs.
  • Ayrs’ Tochter Eva fehlt im Film komplett.
  • Im Film und im Buch ist der Showdown um den Bericht zwischen Luisa Rey und Bill Smoke verschieden gestaltet. So stirbt Napier beispielsweise im Film nicht.
  • Im Film kennen sich Napier und Lester Rey aus der Armee und Korea. Im Buch sind beide Polizisten.
  • Im Film kehrt Cavendish nicht nach London zurück, sondern bleibt „im Exil“ in Schottland. Dafür kommt er mit seiner Jugendliebe Ursula zusammen, was im Buch nicht der Fall ist.
  • Im Buch war die gesamte Union, die Widerstandsbewegung um Hae-Joo Chang, eine Erfindung der Eintracht. Dies bleibt im Film ungeklärt, man erfährt einzig, dass die Union besiegt wurde.
  • Im Film ist Zachry um einiges älter. So war es im Buch sein Vater, nicht sein Schwager, der von den Kona getötet wird.
  • Im Buch wird Zachry von den Kona zwischenzeitlich versklavt.
  • Im Film wird Zachrys Nichte gerettet, im Buch gelingen einzig Zachry selbst und Meronym die Flucht.
  • Im Buch verlieben sich Meronym und Zachry – der ja noch ein Jugendlicher ist – nicht, und verlassen auch nicht die Erde.

Besetzung und Synchronisation[Bearbeiten]

Fast alle Hauptdarsteller sind in den unterschiedlichen Segmenten des Films in wechselnden Rollen zu sehen. Dabei stellen die Schauspieler zum Teil Figuren mit extrem unterschiedlichem Charakter, anderer Hautfarbe oder verschiedenen Geschlechts dar. Die deutsche Synchronisation des Films übernahm die Berliner Synchron AG in Berlin.

Darsteller Südpazifik, 1849 Cambridge und Edinburgh, Großbritannien, 1936 San Francisco, 1973 Großbritannien, 2012 Neo-Seoul, Korea, 2144 Big Isle, 106. Winter nach dem Untergang (2321) Synchronsprecher
Tom Hanks Dr. Henry Goose Hotelmanager Isaac Sachs Dermot Hoggins Cavendishs Darsteller Zachry Joachim Tennstedt
Halle Berry Eingeborenenfrau Jocasta Ayrs Luisa Rey Partygast Ovid Meronym Melanie Pukaß
Jim Broadbent Captain Molyneux Vyvyan Ayrs Timothy Cavendish Straßenmusiker Prescient 2 Frank-Otto Schenk
Hugo Weaving Haskell Moore Tadeusz Kesselring Bill Smoke Krankenschwester Noakes Mephi Old Georgie Oliver Stritzel
Jim Sturgess Adam Ewing Armer Hotelgast Megans Vater Highlander Hae-Joo Chang Zachrys Schwager Adam Nicola Devico Mamone
Doona Bae Tilda Ewing Megans Mutter,
Mexikanische Frau
Sonmi~451,
Sonmi~351,
Prostituierte
Zachrys Schwester Giuliana Jakobeit
Ben Whishaw Schiffsjunge Robert Frobisher Plattenverkäufer Georgette Stammesmann Tobias Nath
James D’Arcy Junger Rufus Sixsmith Alter Rufus Sixsmith Krankenpfleger James Archivar Park Norman Matt,
Alter Rufus Sixsmith: Wolfgang Condrus
Zhou Xun Hotelmanager Talbot Yoona~939 Rose Natascha Geisler
Keith David Kupaka Joe Napier An-Kor Apis Prescient Tilo Schmitz
David Gyasi Autua Lester Rey Duophysite Daniel Fehlow
Susan Sarandon Madame Horrox Ältere Ursula Yosouf Suleiman Äbtissin Kerstin Sanders-Dornseif
Hugh Grant Reverend Giles Horrox Hotelangestellter Lloyd Hooks Denholme Cavendish Seher Rhee Anführer der Kona Patrick Winczewski
Brody Lee Javier Gomez Jonas Zachrys älterer Neffe

Weitere Mitwirkende in Nebenrollen

Filmmusik

Produktion[Bearbeiten]

Die Wachowskis hielten sich im Frühjahr 2005 während der Dreharbeiten zu James McTeigues V wie Vendetta im Filmstudio Babelsberg auf.[4] Dort wurde Lana Wachowski auf Mitchells Buch aufmerksam, das die Hauptdarstellerin des Films, Natalie Portman, zu dieser Zeit las.[4] Nachdem auch ihr Bruder das Buch gelesen hatte, planten sie die Adaption des Werks als Kinofilm.[4] 2006 kontaktierten sie Tykwer und überzeugten ihn, den Film gemeinsam umzusetzen. Nachdem sie andere Projekte abgeschlossen hatten, trafen sie im Februar 2009 in Costa Rica zusammen, um das Drehbuch für den Film zu schreiben.[4] Dabei schlossen sie auch ein Scheitern des Projekts nicht kategorisch aus.[4] Im August des gleichen Jahres trafen sie David Mitchell im irischen Cork, der seine Zustimmung zur Verfilmung gab.[4]

Die Dreharbeiten fanden vom September bis Dezember 2011 im Studio Babelsberg statt. Vorherige Außenaufnahmen wurden auf Mallorca, in Schottland und in der Sächsischen Schweiz durchgeführt.[5] Stefan Arndt produzierte das Projekt, wobei die Produktionsfirma Cloud Atlas Production GmbH in Koproduktion mit X-Filme Creative Pool GmbH für die Umsetzung in Deutschland verantwortlich ist.[6] Auch der größte Teil der VFX Postproduction wurde in Deutschland ausgeführt. Unter anderem von ARRI VFX, Black Mountain VFX Studios, exozet effects, Lola VFX, RISE FX, Scanline und Trixter.

Die Produktionskosten betrugen etwa 100 Millionen Dollar, wobei der Film von dem Deutschen Filmförderfonds, dem Medienboard Berlin-Brandenburg und der Film- und Medienstiftung NRW in Millionenhöhe gefördert wurde. Die Produktion gilt als der zum Zeitpunkt seines Entstehens bei weitem teuerste deutsche Film (bis dahin Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders).

Veröffentlichung und Erfolg[Bearbeiten]

Ein fünfminütiger Trailer sowie eine kurze Einleitung der Regisseure zur Entstehung des Films wurden am 26. Juli 2012 veröffentlicht. Am 6. September 2012 folgte der ca. zweieinhalb Minuten lange Kinotrailer, zwei Tage danach die Filmpremiere auf dem Toronto International Film Festival.

Anders als dies bei Produktionen großer Hollywood-Studios üblich ist, die oft innerhalb weniger Tage in vielen Ländern der Erde starten, waren die weltweiten Kinostarts von Cloud Atlas über einen Zeitraum von etwa einem halben Jahr verteilt. Am 26. Oktober 2012 lief der Film unter anderem in den US-amerikanischen und kanadischen Kinos an. Den Vertrieb hat dort Warner Bros., die sich mit ihrem Anteil an der Finanzierung des Films auch die Vertriebsrechte in Großbritannien, Japan, Australien, Frankreich und Spanien sicherten. Dort folgte der Kinostart erst im Februar bzw. März 2013. Den Weltvertrieb übernahm Focus Features.[3] Auch in dem als wichtig erachteten Markt China war der Filmstart erst im Februar 2013. Der dortige Koproduzent Dreams of the Dragon Pictures erstellte nach den Bestimmungen der Zensurbehörde eine um 39 Minuten gekürzte Schnittversion.[7]

In den Vereinigten Staaten und Kanada spielte der Film am Eröffnungswochenende 9,6 Mio. US-Dollar in 2008 Kinos ein und belegte damit Platz zwei der Rangliste. Nach drei Monaten war ein Einspielergebnis von etwa 27 Mio. US-Dollar erreicht.[8] Das Ergebnis in Nordamerika wurde in der Presse häufig als enttäuschend bewertet, während einzelne Stimmen davor warnten, den Film bereits einen Flop zu nennen.[9][3]

Aus weltweit über 40 anderen Märkten, in denen Cloud Atlas nach und nach anlief, kamen über 103 Mio. US-Dollar hinzu,[10] darunter aus China mehr als 25 Mio. US-Dollar.[11] Das drittgrößte Einspielergebnis nach USA und China erzielte der Film in Russland mit über 17 Mio. US-Dollar. In Deutschland startete der Film am 15. November 2012 im Vertrieb des X-Verleih und überschritt am Wochenende vor Weihnachten die Zahl von einer Million Besuchern[12], die Gesamteinnahmen in Deutschland betrugen über 12,6 Mio. US-Dollar.[10]

Kritik[Bearbeiten]

Der Film wurde von Kritikern überwiegend positiv aufgenommen. Laut der Filmwebseite Rotten Tomatoes fallen 66% von 246 untersuchten Filmkritiken positiv aus. Der Kritikerkonsens lautet:

„Its sprawling, ambitious blend of thought-provoking narrative and eye-catching visuals will prove too unwieldy for some, but the sheer size and scope of Cloud Atlas are all but impossible to ignore“

„Die ausgedehnte, ambitionierte Mischung aus gedankenanregender Erzählung und aufregenden Bildern wird manchem zu schwerfällig sein, aber die schiere Größe und Bandbreite von Cloud Atlas sind fast unmöglich zu übersehen.“

Rotten Tomatoes Kritikerkonsens[13]

Der Filmkritiker Alex Billington nannte das Werk den Film des Jahres und vergab 10 von 10 Punkten:

„It's the movie of the year. A bold, ambitious, grand storytelling accomplishment that I dare say is a true cinematic revelation.“

„Es ist der Film des Jahres. Eine kühne, ehrgeizige, großartige Leistung in der Kunst des Erzählens, von der ich zu behaupten wage, dass sie eine wahrhaft filmische Offenbarung ist.“

Alex Billington[14]

Der Kritiker Calum Marsh vom Slant Magazine nannte Cloud Atlas hingegen einen Film, in dem „nichts funktioniert“:

„Tom Tykwer and Andy and Lana Wachowski wanted to make a movie unlike any other, and they certainly did: Cloud Atlas is a unique and totally unparalleled disaster.“

„Tom Tykwer und Andy und Lana Wachowski wollten einen Film machen, anders als jeder andere, und das haben sie sicherlich erreicht: Cloud Atlas ist eine einzigartige und völlig beispiellose Katastrophe.“

Calum Marsh[15]

Das Lexikon des Internationalen Films bewertete den Film als „fabulierfreudiges Kaleidoskop“ und „bildgewaltigen Abenteuerfilm“:

„Die opulente Reise durch Zeit und Raum, Epochen und Moden, Gedankenwelten und Weltansichten verdichtet sich zu einem bildgewaltigen metaphysischen Abenteuerfilm, der von den Höhen und Tiefen der menschlichen Zivilisation, von Gewalt, Macht und Machtmissbrauch erzählt und den freien Willen des Menschen, seine Bereitschaft zu Mut, Freundschaft und Vertrauen feiert. Das intelligent-unterhaltsame Spiel mit Verwandlungen und Masken verbindet geschickt filmische Genres und jongliert mit historischem Seefahrer-Drama, 1970er-Jahre-Thriller, kulturkritischer Farce, Kunstfilm und dystopischer Science-Fiction-Oper.“

Lexikon des Internationalen Films[16]

Für Markus Lippold auf n-tv stellt der Film ein „starkes Stück Kinomagie“ dar:

„‚Cloud Atlas‘ ist ein starkes Stück Kinomagie, das mit bezaubernden Bildern, spannenden Momenten und einer Menge Stars in teils kuriosen Rollen zu überzeugen weiß, auch wenn die komplexe Handlung hier und da etwas mehr Zusammenhang vertragen hätte und manchmal allzu sehr auf Pathos setzt.“

Markus Lippold[17]

Georg Seeßlen von der Zeit verweist auf den Widerspruch zwischen einem wünschenswerten „cineastischen Größenwahn“ und der Umsetzung des Romans als Film:

Cloud Atlas ist zweifellos die Leistungsschau eines Kinos, das nicht mehr in Bildern erzählt, sondern Ideen durch Bilder und Handlung ‚morpht‘. Mal trägt uns eine Welle von einer Geschichte zu anderen, mal übernimmt die Musik die Führung, mal müssen Dialoge Zeit und Raum überspannen. […] Was bei Mitchell freilich eine einsichtig-aufklärerische moralische Haltung ist, das wird in diesem Film zu einer etwas verquasten Mischung aus Esoterik, Sonntagsschule und halb verdauten Philosophiebrocken […] Das Vergnügen am cineastischen Größenwahn bricht sich also an der gedanklichen Unbedarftheit des Drehbuchs (und möglicherweise auch an einem visuellen Konzept, das grandios-synthetische Räumlichkeit hier und da mit Halloween-Kinderfest-Design verbindet).“

Georg Seeßlen[18]

Dietmar Dath von der FAZ geht auf stilistische Vielfältigkeit und die zahlreichen Anspielungen und Zitate innerhalb des Films ein:

„Hilfe vor dem Ertrinken in Bildern und Sounds bietet die Regie […] freundlich an – einerseits in Form von retardierenden Momenten (ein Zwiegespräch im Fahrstuhl, Landschaftsabtastungen) und andererseits mittels Ausbrechern ins Gehetzte (die Schießerei zwischen zwei Profis im Strang von 1973 weckt den Wunsch, den ganzen Thriller zu sehen, aus dem sie zitiert scheint; der Film enthält nicht wenige perfekte Trailer virtueller Werke). […] Wer Filme kennt und liebt, wird an viele denken, während ‚Cloud Atlas‘ sich ereignet, vom Atomdrama Silkwood (1983) bis zum Science-Fiction-Klassiker The Time Machine (1960), und es wird auch direkt auf derlei angespielt, etwa auf Soylent Green (1973) – die Stelle findet sich auch im (zutiefst cinephilen, aber ganz anders als der Film gearbeiteten) Buch …“

Dietmar Dath[19]

Auf den epischen Anspruch und dessen Umsetzung geht Hannah Pilarczyk auf Spiegel Online ein und fragt, ob sich der Aufwand gelohnt hat:

„… ‚Cloud Atlas‘ ist so aufgeblasen in seiner Ambition, so verkrallt in seine Ideen und so pompös im Auftreten, dass das Werk von Tom Tykwer mit Andy und Lana Wachowski eigentlich grandios hätte scheitern müssen. Letztlich macht seine Angreifbarkeit den Film aber so interessant. […] Die Maskenbild- und Kostüm-Exzesse sind in den meisten Momenten peinlich, wenn nicht sogar beleidigend. … Doch so ambivalent die Besetzungspolitik von ‚Cloud Atlas‘ auch ist: Überraschenderweise geht sie erzählerisch auf. Denn je mehr Raum die Masken, Perücken und Prothesen einnehmen, je stärker also die Verschleierung wird, desto offener ist gleichzeitig die Menschlichkeit der Figuren sichtbar. […] Dennoch bleibt die Frage, ob sich der kinematische Kraftaufwand gelohnt hat. [… Letztlich ist man …] froh, dass die Macher ihre selbstgestellte Herausforderung gemeistert haben und dass man ihnen bis zum Ende die Treue gehalten hat. Den Drang, so etwas bald wiederzusehen, verspürt man aber nicht.“

Hannah Pilarczyk[20]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Stefan Arndt wurde beim Bayerischen Filmpreis 2012 mit dem Produzentenpreis ausgezeichnet. Zuvor erhielt er den Deutschen Regiepreis Metropolis als bester Produzent. Die Komponisten Tom Tykwer, Johnny Klimek und Reinhold Heil waren für den Golden Globe 2013 in der Kategorie Beste Filmmusik nominiert.[21] Bei der Oscarverleihung 2013 wurde Cloud Atlas in die Vorauswahl der Kategorie Beste visuelle Effekte aufgenommen, letztendlich aber nicht nominiert.[22] Im selben Jahr folgten neun Nominierungen für den Deutschen Filmpreis, darunter in den Kategorien bester Film und beste Regie.[23] Cloud Atlas wurde aber nur in den technischen Kategorien berücksichtigt und gewann fünf Deutsche Filmpreise (Kamera, Schnitt, Kostümbild, Szenenbild und Maskenbild).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung (PDF; 34 kB) der FSK
  2. Kennzeichnung der Jugendmedienkommission.
  3. a b c Todd Cunningham: Don't Call 'Cloud Atlas' a Box-Office Flop Just Yet. The Wrap. 29. Oktober 2012
  4. a b c d e f Aleksandar Hemon: Beyond the Matrix: The Wachowskis travel to even more mind-bending realms bei NewYorker.com, abgerufen am 10. September 2012
  5. Zu den Dreharbeiten im Potsdamer „Studio Babelsberg“, PNN vom 11. Oktober 2011, abgerufen am 9. September 2012
  6. Webseite X-Filme, abgerufen am 9. September 2012
  7. Chinese Censors Snip 40 Minutes Off ‚Cloud Atlas‘. In: The Hollywood Reporter vom 22. Januar 2013, abgerufen am 27. Januar 2013.
  8. Box Office Mojo – Cloud Atlas abgerufen am 27. Januar 2013
  9. 100-Millionen-Dollar-Film „Cloud Atlas“ floppt in USA. Die Presse vom 29. Oktober 2012
  10. a b Box Office Mojo: Cloud Atlas – Foreign, abgerufen am 5. Juni 2013
  11. EntGroup Box Office, abgerufen am 1. April 2013
  12. „Cloud Atlas“ ist Besuchermillionär., Blickpunkt:Film vom 28. Dezember 2012
  13. http://www.rottentomatoes.com/m/cloud_atlas_2012/
  14. TIFF 2012: 'Cloud Atlas' is a Cinematic Revelation on a Grand Scale bei firstshowing.net, abgerufen am 10. September 2012
  15. Toronto International Film Festival 2012: Cloud Atlas bei slantmagazine.com, abgerufen am 10. September 2012
  16. Cloud Atlas im Lexikon des Internationalen Films
  17. Der Teufel steckt im Detail auf n-tv.de, abgerufen am 10. Dezember 2012
  18. Surück in die Sukunft? auf zeit.de, abgerufen am 10. Dezember 2012
  19. Die tanzenden Scherben der Zeit auf faz.net, abgerufen am 10. Dezember 2012
  20. Puzzeln mit Prothesen auf spiegel.de, abgerufen am 10. Dezember 2012
  21. 2013 Golden Globe Nominations Announcement, abgerufen am 28. Dezember 2012
  22. 10 Contenders Remain in VFX Oscar® Race bei oscars.org, 29. November 2012 (abgerufen am 16. Januar 2013).
  23. Nominierungen für den Deutschen Filmpreis: Tykwers „Cloud Atlas“ ist Favorit bei tagesschau.de, 22. März 2013 (abgerufen am 23. März 2013).