Club Alpino Italiano
Der Club Alpino Italiano (CAI) ist der nationale alpine Verein in Italien. Sein Hauptsitz ist in Mailand.
Der Club Alpino Italiano wurde am 23. Oktober 1863 auf Initiative von Quintino Sella in Turin gegründet. Erster Präsident des Vereins war Ferdinando Perrone di San Martino, Vizepräsident Bartolomeo Gastaldi. Ein Höhepunkt in der wissenschaftlich-bergsteigerischen Geschichte war die Erstbesteigung des K2 im Jahr 1954 durch eine vom CAI geführte Expedition.
Er hatte im Dezember 2011 319.467 Mitglieder in fast 500 Sektionen und 308 Untergruppierungen in 21 Regionalgruppen, von denen zwei (Trentino und Alto Adige (= Südtirol)) 'raggruppamenti provinciali' sind.[1]
Der CAI verfügte (Stand etwa 2011) über 763 'Rifugi alpini' (Schutzhütten und Biwake) mit etwa 23.500 Betten in der gesamten Alpenkette und im Apennin.
Seit 1909 gibt es den im CAI den 'Club Alpino Accademico Italiano'.
Nachdem Italien 1915 im Ersten Weltkrieg 'die Seiten wechselte' und ab dann - aus expansionistischen Gründen - auf der Seite der Alliierten gegen Österreich-Ungarn und das Deutsche Kaiserreich kämpfte, kämpften viele CAI-Mitglieder im Gebirgskrieg 1915–1918.
Am 10. Juni 1940 erklärte das Königreich Italien - damals vom 'Duce' Mussolini geführt - Frankreich und Italien den Krieg (Näheres hier). Zahlreiche CAI-Mitglieder wurden zum Kriegsdienst eingezogen. Gegen Kriegsende wurden beim Rückzug der Wehrmacht zahlreiche Hütten des CAI zerstört.
Im Jahr 1954 entstand der Bergrettungsdienst Corpo Nazionale Soccorso Alpino e Speleologico als Unterorganisation des CAI.
Neben dem CAI gibt es in Italien auch den deutsch- und ladinischsprachigen Alpenverein Südtirol (AVS), sowie eine Sektion des Slowenischen Alpenvereins (PZS) in Triest.