Club Harmony

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Club Harmony
Club Harmony leaving Kobe Port 20120809-001.jpg
p1
Schiffsdaten
Flagge MarshallinselnMarshallinseln Marshallinseln
andere Schiffsnamen

Axel Johnson (1969–1986)
Regent Sun (1986–1987)
Italia (1987–1988)
Costa Marina (1988–2011)
Harmony Princess (2011)

Schiffstyp Kreuzfahrtschiff
Klasse Axel-Johnson-Klasse (Typschiff)
Rufzeichen V7XN2[1]
Heimathafen Majuro
Eigner Polar Energy & Marine
Reederei Harmony Cruises
Bauwerft Wärtsilä, Turku (Neubau)
T. Mariotti, Genua (Umbau)[2]
Baunummer 1169
Stapellauf 16. Januar 1969
Verbleib zur Verschrottung verkauft nach Alang, Indien
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
173,81 m (Lüa)
Breite 25,75 m
Tiefgang max. 7,9 m
Vermessung 24.783 BRZ / 10.542 NRZ
 
Besatzung 391
Maschine
Maschine dieselmechanisch
2 × Dieselmotor (Pielstick 16PC2V)
2 × Dieselmotor (Pielstick 12PC2V)[2]
Maschinen-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
19.152 kW (26.039 PS)
Geschwindigkeit max. 20,5 kn (38 km/h)
Propeller 2 × Verstellpropeller
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 6.121 tdw
Zugelassene Passagierzahl 760
Sonstiges
Klassifizierungen

Registro Italiano Navale
Korean Register of Shipping

Registrier-
nummern

IMO-Nr. 6910544[1]

Die Club Harmony ist ein Kreuzfahrtschiff, das von 1988 bis November 2011 von der Reederei Costa Crociere unter dem Namen Costa Marina betrieben wurde.

Geschichte[Bearbeiten]

Ursprüngliches Aussehen des Schiffes (hier das Schwesterschiff Margaret Johnson)
Als Costa Marina im Kieler Hafen

Die Club Harmony wurde im Jahr 1969 als Containerschiff Axel Johnson für die schwedische Johnson Line gebaut. Das Schiff wurde als Typschiff einer Klasse von fünf Schwesterschiffen abgeliefert.[2] 1986 wurde das Schiff verkauft und in Regent Sun umbenannt.

Das Schiff sollte in der italienischen Mariotti Werft in Genua zum Kreuzfahrtschiff umgebaut werden, was jedoch wegen finanzieller Schwierigkeiten scheiterte. Das Schiff wurde 1987 noch in der Werft erneut verkauft und in Italia umbenannt. 1988 schließlich kaufte Costa Crociere das Schiff und ließ es zur Costa Marina umbauen.

Der Umbau war für die Reederei rentabler als der Bau eines neuen Kreuzfahrtschiffes. In den Jahren 1990 bis 1992 wurde auch der Frachter Annie Johnson umgebaut und als Costa Allegra in Fahrt gebracht.

Das Einsatzgebiet der Costa Marina war im Winter die Karibik und im Sommer das Mittelmeer. Anfang des 21. Jahrhunderts wurde das Schiff als deutschsprachiges Schiff vermarktet. Im Winter 2006/2007 wurde die Costa Marina als erstes Schiff der Reederei von Savona nach Asien verlegt und in Singapur stationiert.

Den Winter 2007/2008 verbrachte die Costa Marina im Indischen Ozean mit dem Basishafen Mauritius. Auf diesen 15-tägigen Kreuzfahrten wurden für Costa neue Ziele wie die Seychellen, Komoren, Kenia und Madagaskar angesteuert.

Im Frühjahr 2011 (10. März bis 25. Mai) und Herbst 2011 (13. September bis 13. November) fuhr die Costa Marina im Charter für den französischen Reiseveranstalter TAAJ Crosières. Dabei bereiste sie ab Marseille Ziele im Mittelmeer und ab Calais in Nordeuropa.

Im November 2011 vercharterte Costa Crociere das Schiff mit Kaufoption an das südkoreanische Unternehmen Polaris Shipping Company in Seoul und verkaufte es im Juni 2014 an Polaris Energy & Marine, während Polaris Shipping Company weiter als Schiffsmanager fungierte.[3] Polaris Shipping Company brachte das Schiff in ihr neu gegründetes Tochterunternehmen Harmony Cruises ein. Harmony Cruises setzte das Schiff zunächst als Harmony Princess und danach unter dem Namen Club Harmony vom Basishafen Busan aus für Kreuzfahrten in Fernost ein,[4][5] stellte den Dienst Ende 2012 aber wieder ein.[3] Seit Februar 2013 lag das Schiff im Hafen von Busan auf.[6] Die Internetseite des Betreibers ist mittlerweile offline. Im Januar 2014 wurde das Schiff in den Hafen von Gwangyang geschleppt. Im August 2014 verließ es den Hafen mit Ziel Alang, Indien, wo es verschrottet werden soll.[3]

Technische Daten[Bearbeiten]

Der Antrieb des Schiffes erfolgt mit vier Pielstick-Dieselmotoren, die von Wärtsilä in Lizenz gebaut wurden. Zwei der Motoren sind Sechzehnzylinder-Viertaktmotoren mit jeweils 5.472&nbps;kW Leistung, zwei sind Zwölfzylinder-Viertaktmotoren mit jeweils 4.104 kW Leistung. Die Motoren wirken auf zwei Verstellpropeller.

Für die Stromversorgung an Bord stehen drei Dieselgeneratoren mit einer Scheinleistung von jeweils etwa 2.812 kVA sowie ein Dieselgenerator mit einer Scheinleistung von 750 kVA zur Verfügung.

Schwesterschiffe[Bearbeiten]

Die Club Harmony ist ein Schiff einer Klasse von fünf als Containerschiff gebauten Einheiten. Dazu gehören die als Annie Johnson gebaute Costa Allegra (2012 in Aliağa verschrottet), die 1999 in Alang verschrottete Antonia Johnson, die 2007 in Alang verschrottete San Francisco, sowie die 1987 in Aliağa verschrottete Margaret Johnson, die 1986 ebenfalls in ein Kreuzfahrtschiff umgebaut werden sollte.[7]

Siehe auch[Bearbeiten]

Liste von Kreuzfahrtschiffen

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: IMO 6910544 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Equasis - France-Ministry for Transport: Administrative Daten der "Costa Marina". Abgerufen am 14. Januar 2012.
  2. a b c Micke Asklander: Historische und technische Daten des Schiffes. Abgerufen am 14. Januar 2012.
  3. a b c Korean cruise oldie heads for the torch. In: TradeWinds, 5. September 2014.
  4. Flottenveränderungen. In: auf KURS #1, 2012, S. 23.
  5. Südkoreaner kaufen „Costa Marina“, THB – Deutsche Schiffahrts-Zeitung, 7. Dezember 2011.
  6. Kreuzfahrtschiff COSTA MARINA (heute Kreuzfahrtschiff CLUB HARMONY). Abgerufen am 23. Januar 2014.
  7. M/S MARGARET JOHNSON. Abgerufen am 3. November 2013.