Cluedo
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| Cluedo | |
|---|---|
Cluedowaffen von ungefähr 1960 |
|
| Daten zum Spiel | |
| Autor | Anthony Pratt |
| Verlag | Parker Brothers (1949), Waddingtons, Schmidt Spiele (1959), Miro Company, Carlit, alga, Editrice Giochi, u.a. |
| Erscheinungsjahr | 1949, 1982, 2005 |
| Art | Deduktionsspiel |
| Mitspieler | 3 bis 6 |
| Dauer | 45 – 60 Minuten |
| Alter | Ab 8 Jahre |
Cluedo (oder Clue in den USA und Kanada) ist ein Brettspiel von Parker für drei bis sechs Teilnehmer, bei dem durch Kombinieren von Hinweisen ein Mordfall aufgeklärt werden muss.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Spielziel
Cluedo wurde von dem Engländer Anthony Pratt erfunden und erschien erstmals im Jahre 1949. Das Wort Cluedo ist ein Kofferwort aus dem englischen Begriff Clue, was so viel wie Schlüssel oder Hinweis für den Handlungsfortschritt bedeutet, und Ludo. Tatsächlich muss man durch Kombinationsgabe, geschickte Fragetechnik und ein wenig Zufall (schließlich ist auch ein Würfel dabei) den Täter, die Tatwaffe und den Tatort herausfinden.
[Bearbeiten] Spielverlauf
Auf dem Spielplan ist der Grundriss eines Hauses mit neun Räumen und dem Flur dargestellt. In diesem Haus ist Dr. Schwarz (auch Graf Eutin) ermordet worden und alle Mitspieler übernehmen im Verlaufe des Spiels die Rolle eines Detektivs. Am Anfang wird von jedem Kartenstapel der Verdächtigen, Mordwerkzeuge und Mordzimmer jeweils eine Karte verdeckt gezogen. Diese gilt es im Laufe des Spiels zu ermitteln. Alle übrigen Karten werden an die Mitspieler verteilt. Diese können nun durch geschickte kombinierte Verdächtigungen, die sie immer den anderen Mitspielern vortragen, erfahren, welche Karte diese besitzen. Dadurch muss jeder auf den korrekten Mörder, die Tatwaffe und den Tatort Rückschlüsse ziehen. Wer zuerst diese drei Fragen richtig beantworten kann, hat gewonnen. Wer allerdings eine falsche Anklage erhebt, scheidet aus. Es existieren mit sechs Verdächtigen, sechs Tatwaffen und neun Räumen insgesamt 324 verschiedene Lösungskombinationen.
[Bearbeiten] Verdächtige
Diese sechs Personen sind die Verdächtigen, die im Spiel vorkommen (in Klammern jeweils der Originalname):
- Oberst Günther von Gatow (gelb) (Colonel Mustard)
- Professor (Peter) Bloom (violett) (Professor Plum)
- (Herr) Direktor Grün oder Reverend Jakob Grün (grün) (Reverend Green)
- Baronin (Patrizia) von Porz (blau) (Mrs. Peacock)
- Fräulein Ming oder Fräulein Gloria Roth (rot) (Miss Scarlett)
- Frau (Elvira) Weiß (weiß) (Mrs. White)
[Bearbeiten] Tatwaffen
- Pistole (Revolver)
- Dolch (Dagger)
- Seil (Rope)
- Kerzenleuchter (Candlestick)
- Rohrzange (Wrench)
- Heizungsrohr (Lead Pipe)
[Bearbeiten] Tatorte
Haus Neubrunn bzw. Schloss Eutin (orig. Tudor Hall)
| Küche (Kitchen) | Musikzimmer (Ballroom) | Wintergarten (Conservatory) |
| Speisezimmer (Dining Room) | Keller | Billardzimmer (Billiard Room) |
| Bibliothek (Library) | ||
| Salon (Lounge) | (Eingangs-)Halle (Hall) | Arbeitszimmer (Study) |
Der Keller ist kein Tatort, hier liegt das Mordkuvert.
[Bearbeiten] Variationen
[Bearbeiten] Cluedo Video
Ende der 1980er Jahre brachte die Firma Parker das Cluedo-Spiel in einer neuen Version heraus. Während des Spiels schauten sich die Spieler auf einer beigelegten Kassette die Handlung auf einem Videogerät an, um wichtige Tatsachen zu erfahren, machten sich Notizen über die Verdächtigen, die Räume und Tatwerkzeuge. Natürlich benötigte man dazu Fernsehgerät und Videorecorder. Diese Variation setzte sich jedoch nicht sehr lange durch, da die durchaus motivierenden Sequenzen des Bandes mit der Zeit durch die Wiederholung an Spielreiz verloren.
[Bearbeiten] Computerspiel (1999)
Diese CD-Version für Windows-PCs erschien 1999 bei Hasbro und bietet zwei Spielvarianten. Die Variante "klassisch" ist eine originalgetreue Umsetzung des Brettspiels, bei der Variante "ohne Würfel" wird nicht gewürfelt, sondern jedem Spieler stehen pro Zug 9 Punkte zur Verfügung, die er für Aktionen verbrauchen kann. Ein Schritt kostet dabei einen Punkt, eine Verdächtigung oder die Anklage drei Punkte. Wahlweise bewegt man sich in einer 3D-Ansicht des Hauses oder auf dem zweidimensionalen Spielbrett. Ausgesprochene Verdächtigungen werden durch kurze Videosequenzen animiert. Der Computer kann beliebig viele menschliche Mitspieler ersetzen (und auch gegen sich selbst spielen). Außerdem kann das Spiel im Netzwerk gespielt werden.
[Bearbeiten] Cluedo DVD
Wie beim Cluedo-Video (siehe oben) wird ein Medium, in diesem Falle eine DVD, verwendet, um das Spiel mit Videos zu erweitern. Der Unterschied besteht nur darin, dass in dieser Variationen kein Mord geklärt wird, sondern ein Diebstahl. Bei den DVD-Fällen (ein Hauptfall plus zehn Spezialfälle) gibt es insgesamt zehn Figuren, von denen nur fünf Figuren (drei bis fünf Spieler) gleichzeitig bespielt werden. Diese sind festgelegt und werden vor Beginn des Spiels in einer genauen Spielanleitung angegeben. Neben den alten Figuren
- Oberst von Gatow (gelb)
- Professor Bloom (violett)
- Reverend Grün (grün)
- Baronin von Porz (blau)
- Fräulein Gloria (rot)
- Frau Weiß (weiß)
gibt es vier neue Figuren:
- Sir Albert (ocker)
- Konrad (orange)
- Frau Wiesental (türkis)
- Madame Monique (violett)
Dazu kommen noch der Kommissar und ein Butler, die dabei helfen, den Fall zu lösen. Der Butler gibt bei den Spezialfällen Tipps über seine eigenen Beobachtungen in den verschieden Zimmern. Der Kommissar gibt Anweisungen und leistet Hilfestellungen.
Der Würfel entfällt komplett, da nur von Raum zu Raum gegangen werden kann. Mit der Zeit werden immer mehr Hilfestellungen auf der DVD freigeschaltet und sie können in jeder Runde genutzt werden, anstatt einen Verdacht zu äußern. Zum Beispiel Sonderaktionen im Geheimgang oder Suchbilder in einzelnen Räumen.
Das Spiel wurde 2005 von Parker und Hasbro herausgebracht.
[Bearbeiten] Super Cluedo
Hierbei handelt es sich um eine erweiterte Version des klassischen Cluedo-Spiels. Es gibt mehr Tatorte (darunter einen Garten und Stallungen), Tatwaffen und Verdächtige, wodurch eine größere Menge an Kombinationen möglich ist. Die Anzahl der Mitspieler ist auf bis zu zehn erhöht worden. Auch neu sind lupenförmige Spezialfelder, die im Flur verteilt sind. Wer über ein solches Feld zieht, darf eine Handkarte eines Gegners einsehen. Ansonsten stimmen die Regeln jedoch mit denen des Originals überein.
[Bearbeiten] Cluedo - Das Kartenspiel
Der Spieleautor Philip Orbanes brachte im Verlag Winning Moves 2002 eine Kartenversion des Spieles heraus, die ein Jahr später auch auf Deutsch erschien. Es gibt Detektivkarten, Verdachtskarten, Fahndungskarten, Heiße-Spur-Karten und Geheimtipp-Karten. Die Spieler können Verdächtigungen bezüglich des Täters, des Fluchtfahrzeugs und der Stadt aussprechen, die die Mitspieler je nach den Karten auf Ihrer Hand beantworten können. [1]
[Bearbeiten] Cluedo Online - Die große Mörderjagd
Im Herbst 2006 nahmen nach Herstellerangaben über 250.000 Spieler an der Onlineversions des Spiels [2] teil. Es dauerte ungefähr einen Monat, hatte den Namen „Ein fast perfekter Mord“ und es wurde der Mörder von Dr. Schwarz gesucht. Hauptpreis war eine Familienreise nach San Francisco inklusive Besuch der berühmten Gefängnisinsel Alcatraz. Eine weitere Onlinejagd ist geplant.
[Bearbeiten] Ursprung
Seinen Ursprung findet Cluedo unter dem Namen „Clue“, der einen Urtyp des Spieles definiert, der schon im Jahre 1944 vom englischen Anwaltsgehilfen Anthony Pratt entwickelt wurde.[3] Cluedo kam 1948 von England in die USA und wurde dort in Clue, The Sherlock Holmes Game umbenannt.[4]
Die Spielidee stammt möglicherweise vom Kartenspiel The King of Hearts Has Five Sons.[5]
1959 brachte dann Schmidt Spiele das Spiel auf den deutschsprachigen Markt unter dem Titel Wer ist Meisterdetektiv[6][7], doch erst die spätere Parkerversion konnte sich am Markt durchsetzen.
[Bearbeiten] Filmische Umsetzung
Basierend auf der Grundidee des Spieles entstand 1985 die Kriminalkomödie Clue (dt. Alle Mörder sind schon da) die sowohl mit den original Charakternamen als auch 3 möglichen Lösungen einzelner Morde aufwartet. Zunächst wenig erfolgreich gilt Clue mittlerweile als Kultfilm in den USA, Kanada und Großbritannien. In den Hauptrollen finden sich Tim Curry, Martin Mull und Lesley Ann Warren.
[Bearbeiten] Gameshow
In den neunziger Jahren produzierte der Sender Sat.1 zwei Staffeln einer gleichnamigen Gameshow (Titelmusik: Martin Böttcher), moderiert von Gundis Zámbó. Hinweise wurden dabei über Einspielfilme gegeben; die Kandidaten im Studio mussten den Mörder finden.
[Bearbeiten] Siehe auch
- Agathas letzter Wille: 12 Erben in einem hochherrschaftlichem Haus sollen einander ermorden.
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ Cluedo - Das Kartenspiel in der Spieledatenbank Luding
- ↑ http://www.cluedo.com
- ↑ http://www.koeln-bonn.de/readme/artikel/spiele/cluedo/cluedo.html
- ↑ http://www.reich-der-spiele.com/specials/SpielenInUSA-I
- ↑ http://www.thegamesjournal.com/articles/DeductionGames.shtml
- ↑ http://www.rgh-soft.de/sprace/meister.htm
- ↑ Cluedo bei der Europäischen Spielesammler Gilde

