Coşkun Taş

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Coşkun Taş
Spielerinformationen
Geburtstag 23. April 1935
Geburtsort AydınTürkei
Größe 173 cm
Position Sturm
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
bis 1952
1952–1959
1959–1961
1961–1962
Aydınspor
Beşiktaş Istanbul
1. FC Köln
Bonner SC

98 (26)
Nationalmannschaft
1953–1959 Türkei 3 0(0)
Stationen als Trainer
1970–1971
1971
TuS Lindlar
SC Viktoria Köln
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Coşkun Taş (* 23. April 1935 in Aydın) ist ein ehemaliger türkischer Fußballspieler. Der Allrounder, der die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, nahm mit der türkischen Nationalmannschaft an der Weltmeisterschaft 1954 teil und gilt als einer der ersten Türken im deutschen Erstligafußball.

Werdegang[Bearbeiten]

Taş begann mit dem Fußballspielen in seiner Heimatstadt bei Aydınspor. Ab 1949 spielte er mit einer Sondergenehmigung bei der Männermannschaft, ehe er nach seinem Abitur 1951 zum Studium nach Istanbul zog. Dort heuerte er bei Beşiktaş Istanbul an und entwickelte sich als linker Verteidiger im folgenden Jahr zum Nationalspieler. Mit der Landesauswahl qualifizierte der zum Offensivspieler umfunktionierte 19-jährige sich nach Losentscheid – das entscheidende Qualifikationsspiel gegen Spanien endete nach Verlängerung unentschieden und Elfmeterschießen gab es seinerzeit noch nicht – für das Weltmeisterschaftsturnier in der Schweiz 1954. Dort kam er lediglich im zweiten Gruppenspiel gegen die deutsche Nationalmannschaft, das mit einer 2:7-Niederlage endete und das vorzeitige Ausscheiden bedeutet, zum Einsatz.

Bei Beşiktaş lief Taş parallel zu seinem Studium bis 1959 auf und gewann zweimal die türkische Meisterschaft. Nach Abschluss des Studiums wollte er nach Deutschland, da sein Vater zwischen 1913 und 1917 in dem Land gelebt und als Bauzeichner gearbeitet hatte. Auf Eigeninitiative reiste er nach Köln, um beim 1. FC Köln vorspielen zu können. Der Präsident des Klubs Franz Kremer entschied sich zur Verpflichtung von Taş, der damit als einer der ersten Türken im deutschen Fußball der höchsten Liga spielte. 1960 zog er mit der Mannschaft als Westmeister in die Meisterschaftsendrunde 1960 ein, in der ihn Trainer Oswald Pfau in allen Spielen einsetzte. Als Gruppenerster gelang der Einzug ins Endspiel um die deutsche Meisterschaft gegen den Hamburger SV. Bei der 2:3-Niederlage im Frankfurter Waldstadion wirkte er jedoch nicht mit; es wird kolportiert, dass Kremer ausschließlich deutsche Spieler im Finalspiel aufgestellt haben wollte.

In der folgenden Spielzeit verlor Taş seinen Stammplatz, da er sich auf seine berufliche Laufbahn konzentrierte. Er entschied sich zudem, an der Sporthochschule Köln bei Hennes Weisweiler eine Trainerausbildung zu absolvieren. Daher wollte er in der Region bleiben und verließ den Klub in Richtung Bonner FV, bei dem er in der zweiten Liga spielte. 1962 nahm er ein Angebot der Kölner Ford-Werke an, in der Abteilung für Verkaufsplanung zu arbeiten und parallel als Trainer die Betriebsmannschaft zu betreuen. Später war er bei SC Viktoria Köln tätig.

Heute ist Taş dem Fußball-Sport immer noch verbunden und beim Fußball-Verband Mittelrhein als Offizieller und Ausländer-Beauftragter tätig. Nachdem er seit 1959 in Deutschland lebt und mit einer Deutschen verheiratet ist, hat er zwischenzeitlich auch die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen.

Vereine[Bearbeiten]

als Trainer

1970 / 71 Tas wird als Nachfolger von Wolfgang Müller neuer Trainer beim VfL Engelskirchen in der 1. Kreisklasse Oberberg (6. Liga)

Tas tritt mit sofortiger Wirkung von seinem Amt als Trainer des VfL Engelskirchen zurück

Tas ist Trainer beim TuS Lindlar in der Verbandsliga Mittelrhein (3. Liga)

1977 / 78 Tas ist Trainer beim VfL Gummersbach in der Landesliga Mittelrhein, Staffel 1 (4. Liga)

1978 / 79 Trainer beim VfL Gummersbach in der Landesliga Mittelrhein, Staffel 1 (5. Liga)

27. August 1978 Tas wird vom Vorstand vorzeitig aus seinem Vertrag entlassen

Statistik[Bearbeiten]

  • Endrunde um die Deutsche Meisterschaft
    6 Spiele; 3 Tore
  • Westpokal
    4 Spiele; 1 Tor

Erfolge[Bearbeiten]

  • 1960 Deutscher Vize-Meister

Weblinks[Bearbeiten]