Cobalt(III)-oxid

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Kristallstruktur
Struktur von Cobalt(III)-oxid
__ Co3+      __ O2–
Allgemeines
Name Cobalt(III)-oxid
Andere Namen
  • Kobalt(III)-oxid
  • Cobaltschwarz
  • Kobaltsesquioxid
  • Dicobalttrioxid
  • C.I. 77323
Verhältnisformel Co2O3
CAS-Nummer
  • 1308-04-9
  • 12016-80-7 (Monohydrat)
PubChem 24847893
Kurzbeschreibung

grau-schwarzer Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 165,86 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

5,7 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

895 °C (Zersetzung)[1]

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser (0,84 mg·l−1 bei 37 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
07 – Achtung 08 – Gesundheitsgefährdend

Achtung

H- und P-Sätze H: 302​‐​317​‐​351
P: 280 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [2][3]
Gesundheitsschädlich
Gesundheits-
schädlich
(Xn)
R- und S-Sätze R: 22​‐​40​‐​43
S: 36/37
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Cobalt(III)-oxid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Oxide des Cobalts. Die reine Form dieser Verbindung ist bisher nicht bekannt.[4]

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Durch Lufteinwirkung, aber schneller mit Oxidationsmitteln wie Chlor, Brom oder Wasserstoffperoxid, entsteht in basischer Lösung aus Cobalt(II)-hydroxid braunes Cobalt(III)oxid-Hydrat Co2O3·nH2O.[5] Aus Cobalt(III)-hydroxid lässt sich nur unter besonderen Bedingungen über Cobalthydroxidoxid CoO(OH) wasserfreies Cobalt(III)-oxid gewinnen, wobei jedoch vor der vollständigen Entwässerung schon eine Sauerstoffabspaltung und damit die Bildung anderer Cobaltoxide wie Co3O4 beginnt.[6]

Eigenschaften[Bearbeiten]

Cobalt(III)-oxid

Cobalt(III)-oxid ist ein grau-schwarzer Feststoff, welcher praktisch unlöslich in Wasser ist. Bei einer Temperatur über 895 °C spaltet es Sauerstoff ab, wobei sich Cobaltoxide wie Co3O4 und CoO bilden.[1]

Verwendung[Bearbeiten]

Cobalt(III)-oxid wird wie auch das blaue Cobalt(II)-carbonat zum Färben von Glas, Porzellan und Email verwendet.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g Eintrag zu CAS-Nr. 1308-04-9 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 22. Januar 2012 (JavaScript erforderlich).
  2. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  3. Datenblatt Cobalt(III) oxide, purum, ≥70% Co basis, black bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 22. Januar 2012 (PDF).
  4.  Arnold F. Holleman: Lehrbuch der anorganischen Chemie / Holleman-Wiberg. Begr. von A. F. Holleman. Fortgef. von Egon und Nils Wiberg. 102. Auflage. de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1, S. 1686.
  5.  Erwin Riedel, Christoph Janiak: Anorganische Chemie. de Gruyter, 2011, ISBN 978-3-11-022566-2 (Seite 860 in der Google-Buchsuche).
  6.  Arnold F. Holleman, Egon Wiberg, Nils Wiberg: Lehrbuch der anorganischen Chemie. Gruyter, 1995, ISBN 978-3110126419 (Seite 1554 in der Google-Buchsuche).
  7. Karl-Heinz Lautenschläger, Werner Schröter: Taschenbuch der Chemie. 20. Auflage, Harri Deutsch Verlag, 2007, ISBN 978-3-8171-1761-1, S. 379 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).