Codex Basilensis

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Manuskripte des Neuen Testaments
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Unzial 07
Codex Basilensis (Mark 1,5-6).JPG
Name Codex Basilensis
Zeichen Ee
Text Evangelium
Sprache griechisch
Datum 8. Jahrhundert
Gefunden unbekannt (1431)
Lagerort Universitätsbibliothek Basel
Größe 23 x 16,5 cm
Typ Mehrheitstext
Kategorie V
Hand sorgfältig geschrieben
Notiz Gruppe E

Der Codex Basilensis (Gregory-Aland no. Ee oder 07, von Soden ε 55) ist eine griechische Handschrift der vier Evangelien, welche auf das 8. Jahrhundert datiert wird. Er besteht aus den vier Evangelien (Matthäus, Markus, Lukas und Johannes) auf 318 einspaltig beschriebenen Pergamentblättern. Die Handschrift ist nicht vollständig.[1]

Beschreibung[Bearbeiten]

Dem Codex fehlen Teile des Evangeliums nach Lukas (1,69–2,4; 3,4–15; 12,58–13,12; 15,8–20; 24,47–fin). Das Format ist 23 x 16,5 cm, der Text steht in einer Spalte mit 21 Zeilen[1]. Die Großschriftbuchstaben sind ungefähr so groß wie diejenigen im Codex Bezae. Akzente sowie Spiritus asper und lenis sind vorhanden[2]. Sie enthält Listen der κεφαλαια (Inhalt), κεφαλαια (Kapiteln), Ammonianische Abschnitten und der Eusebischer Kanon.[2]

Der Codex Basilensis repräsentiert den byzantinischen Text[3] und wird der Kategorie V zugeordnet[1]. Er ist eine der besten Handschriften der byzantinischen Texte und gehörte zur Gruppe E zusammen mit dem Codex Nanianus und dem Codex Athous Dionysius[4][5].

Geschichte[Bearbeiten]

Markus 2,9-14

Kardinal Johannes von Ragusa brachte diese Handschrift nach Basel und schenkte sie dem Dominikanerkloster. Im Jahre 1559 wurde sie der Universitätsbibliothek einverleibt.[2]

Der Codex wird, wie sein Name vermuten lässt, in der Universitätsbibliothek Basel (AN III 12) aufbewahrt[1].

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Kurt und Barbara Aland, Der Text des Neuen Testaments. Einführung in die wissenschaftlichen Ausgaben sowie in Theorie und Praxis der modernen Textkritik. Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart 1989, S. 119. ISBN 3-438-06011-6
  2. a b c  Gregory, Caspar René: Textkritik des Neuen Testaments, Bd. 1. Leipzig 1900, S. 48 (Internet Archive).
  3. Bruce M. Metzger, Bart D. Ehrman, „The Text of the New Testament: Its Transmission, Corruption and Restoration“, Oxford University Press (New York, Oxford 2005), S. 74.
  4. Russell Champlin, Family E and Its Allies in Matthew (Studies and Documents, XXIII; Salt Lake City, UT, 1967).
  5. J. Greelings, Family E and Its Allies in Mark (Studies and Documents, XXXI; Salt Lake City, UT, 1968).

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Russell Champlin, Family E and Its Allies in Matthew (Studies and Documents, XXIII; Salt Lake City, UT, 1967).
  • J. Greelings, Family E and Its Allies in Mark (Studies and Documents, XXXI; Salt Lake City, UT, 1968).
  • J. Greelings, Family E and Its Allies in Luke (Studies and Documents, XXXV; Salt Lake City, UT, 1968).
  • F. Wisse, Family E and the Profile Method, Biblica 51, (1970), S. 67-75.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Codex Basilensis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien