Codonopsis

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Codonopsis
Codonopsis lanceolata (Sieb. et Zucc.) Benth. et Hook.

Codonopsis lanceolata (Sieb. et Zucc.) Benth. et Hook.

Systematik
Asteriden
Euasteriden II
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Glockenblumengewächse (Campanulaceae)
Unterfamilie: Campanuloideae
Gattung: Codonopsis
Wissenschaftlicher Name
Codonopsis
Wall.

Die Gattung Codonopsis, manchmal Tigerglocken genannt, gehört zur Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae). Die Gattung enthält etwa 67 Arten. Sie ist in Ostasien verbreitet mit Schwerpunkt im Himalaya und Südwestchina.

Merkmale[Bearbeiten]

Codonopsis-Arten sind überwiegend kriechend, niederliegend oder kletternd, selten aufrecht wachsende, ausdauernde krautige Pflanzen bis Sträucher. Sie besitzen Knollen als Überdauerungsorgene. Die gegenständig oder wirtelig angeordneten Laubblätter sind mit oder ohne Blattstiel.

Die fünfzähligen Blüten sind glockenförmig, trichterförmig oder röhrig, sie sind groß und oft hängend. Manche Arten haben einen stechend-ranzigen Geruch, ähnlich dem von Katzenurin. Die fünf blauen, purpurnen, grünen, gelben oder weißen Kronblätter sind verwachsen, wobei die Kronröhre länger ist als die Kronzähne. Es ist nur ein Kreis mit fünf freien Staubblättern vorhanden. Der Pollen hat meist sieben bis neun (fünf bis zehn) Furchen („colpat“). Der Fruchtknoten ist dreifächrig und der Griffel spaltet sich in drei Narbenäste auf.

Die dreifächrige Kapselfrucht ist anfangs fleischig, später wird sie trocken und hart.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n=16, Polyploide sind jedoch nicht auszuschließen.

Ökologie[Bearbeiten]

Die Arten dieser Gattung sind Gebirgspflanzen. Die Bestäubung erfolgt durch Bienen (Melittophilie), möglicherweise durch Schmetterlinge (Lepidopterophilie), teilweise durch Fliegen (Myiophilie) oder Wespen (Sphecophilie).

Systematik[Bearbeiten]

Die Gattung Codonopsis gehört zu den Glockenblumengewächsen im engeren Sinne (Campanuloideae) und wird dort in eine Verwandtschaftsgruppe mit Campanumoea, Canarina, Cyananthus, Leptocodon und Platycodon gestellt.[1] Die Gattungen Campanumoea und Leptocodon ähneln Codonopsis sehr stark, weswegen diese mitunter in Codonopsis eingegliedert werden.

Arten und ihre Verbreitung[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • J. Anthony: A key to the genus Codonopsis, Wall. with an account of two undescribed species In: Notes of the Royal Botanical Garden, Edinburgh 73/August 1926, S. 173-191 .
  • T. F. Chipp: A revision of the genus Codonopsis, Wall. In: Journ. Linn. Soc. Bot. 38/1908, S. 374-391.
  • T. G. Lammers: Campanulaceae In: The families and genera of vascular plants. Springer-Verlag, Berlin & Heidelberg 2007.
  • K. E. Morris & T.G. Lammers: Circumscription of Codonopsis and the allied genera Campanumoea and Leptocodon (Campanulaceae: Campanuloideae). I. Palynological data In: Bot. Bull. Acad. Sin. 36/1997, S. 277-284. online

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. W. M. M. Eddie, T. V. Shulkina, J. F. Gaskin, R. C. Haberle & R. K. Jansen: Phylogeny of Campanulaceae s. str. from ITS sequences of nuclear ribosomal DNA In: Annals of the Missouri Botanical Garden 90/2003, S. 554–575

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Codonopsis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien