Coelostat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Coelostat oder Zölostat ist ein Hilfsinstrument in der praktischen Astronomie, um Fernrohre – insbesondere Turmteleskope – der täglichen Himmelsdrehung nachzuführen.

Mittels der zwei beweglichen Spiegel des Coelostaten wird das Licht der Sonne so umgelenkt, dass es immer in ein ortsfest aufgestelltes Beobachtungsgerät fällt. Da man bei dieser Methode nur die zwei Spiegel bewegen muss, sind sehr große Sonnenbeobachtungsanlagen realisierbar. Das eigentliche Beobachtungsgerät (Linsen- oder Spiegelteleskop) darf eine sehr lange Brennweite haben.

Jensch-Coelostat

Mit dem Jensch-Coelostat, benannt nach seinem Erfinder Alfred Jensch, kann der gesamte Himmel beobachtet werden, ohne dass sich die beiden Spiegel gegenseitig abschatten. Die Einstellung von Himmelspositionen in den Koordinaten Deklination und Rektaszension ist in gleicher Weise möglich wie bei einer üblichen äquatorialen Fernrohrmontierung. Sie muss aber durch die zweifache Spiegelung besonders genau sein.

Heliostaten und Siderostaten haben die gleiche Aufgabe wie der Coelostat. Da sie jedoch nur mit einem einzigen Spiegel arbeiten, dreht sich das Bild der Sonne in der Brennebene des Beobachtungsgerätes.

Literatur[Bearbeiten]

  • Rolf Riekher: Fernrohre und ihre Meister. 2. Auflage. Verlag Technik GmbH, Berlin 1990 S. 255 ISBN 3-341-00791-1