Cognin

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Cognin
Wappen von Cognin
Cognin (Frankreich)
Cognin
Region Rhône-Alpes
Département Savoie
Arrondissement Chambéry
Kanton Cognin
Gemeindeverband Chambéry Métropole.
Koordinaten 45° 34′ N, 5° 54′ O45.5633333333335.9Koordinaten: 45° 34′ N, 5° 54′ O
Höhe 269–451 m
Fläche 4,48 km²
Einwohner 5.920 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 1.321 Einw./km²
Postleitzahl 73160
INSEE-Code
Website www.cognin.fr

Panorama von Cognin und Chambéry
.

Cognin ist eine französische Gemeinde mit 5920 Einwohner (Stand 1. Januar 2011) im Département Savoie in der Region Rhône-Alpes. Administrativ ist sie dem Arrondissement Chambéry und dem gleichnamigen Kanton Cognin, dessen Hauptort sie ist, zugeteilt.

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Cognin ist ein Vorort der Stadt Chambéry und liegt etwa 40 Kilometer nördlich von Grenoble, etwa 80 Kilometer südöstlich von Lyon und etwa 20 Kilometer südlich von Annecy. Das Ortszentrum liegt auf 292 m im Tal der Hyère. Die Nachbargemeinden sind im Norden wie im Osten Chambéry, im Südosten Jacob-Bellecombette, im Süden Saint-Cassin und Montagnole, im Südwesten Vimines und im Westen Saint-Sulpice.

Topographie[Bearbeiten]

Cognin liegt zwischen den beiden Gebirgen Jura und Alpen am Übergang von der Chaîne de l'Épine, der südlichsten Antiklinalen des Jura, in das voralpine Kalksteinmassiv der Chartreuse. Der untere Teil von Cognin reicht bis weit in die Schwemmlandebene von Chambéry hinein und bildet mit der Stadt eine lückenlose Bebauung. Die südlichen und westlichen Teile des 4,48 km2 großen Gemeindegebietes erreichen die sanft ansteigenden Gebirgsausläufer der Chartreuse und sind vorwiegend landwirtschaftlich geprägt. Das Gemeindegebiet liegt teilweise im Regionalen Naturpark Chartreuse.

Klima[Bearbeiten]

Die Durchschnittstemperatur im Jahr 2010 lag bei 11,1 °C. Im genannten Jahr gab es 1950 Sonnenstunden, 1136 Millimeter Regen, an 20 Tagen hatte es geschneit, an 30 Tagen gab es ein Gewitter und an 27 Tagen war es neblig.

Geschichte[Bearbeiten]

Funde von Überresten einer gallo-römischen Villa bei Bauarbeiten im Zentrum von Cognin in den 1970er Jahren belegten eine frühe Besiedelung auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde.[1]

Im Mittelalter wird der Ort erstmals namentlich erwähnt als Choninum und Cohonnium (um 1100), später dann als Cognis (1232). Im Mittelalter bildete Cognin eine kleine Herrschaft, die erst zum Herrschaftssitz Montfort, danach von 1563 bis 1707 zur Baronnie Montfort auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Saint-Sulpice gehörte. Im 15. und 16. Jahrhundert war die Gemeinde dem Bistum Grenoble abgabepflichtig.[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In Cognin sind mehrere alte Bauwerke zu sehen. Darunter sind die Burgen und Schlösser Château de Montcharvin, Château de Villeneuve, Château de Salins, Château de Martinel sowie die Kirche Église Saint-Pierre und die Überreste einer gallo-römischen Villa.

Sehenswert ist auch der alte Gewerbekanal Canal des arts et l’atelier de l’eau und der Park und Bauernhof Parc et la ferme du Foreza.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner[3]
1962 3.143
1968 3.995
1975 5.397
1982 6.085
1990 5.779
1999 5.900
2006 5 874

Um das Jahr 1800 hatte Cognin 651 Einwohner. Nachdem die Einwohnerzahl in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zwischen 1000 und 1200 geschwankt hatte, stieg sie im 20. Jahrhundert ständig an. Durch die Entwicklung zum Vorort von Chambéry wuchs der die Gemeinde in den 1970er Jahren rasant auf knapp 6000 Einwohner und stagnierte dann bei dieser Größe. Heute zählt die Gemeinde 5920 Einwohner (Stand 1. Januar 2011).[3][4]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Cognin liegt an der Departementsstraße D 1006 und ehemaligen Nationalstraße N6, die von Chambéry nach Entre-deux-Guiers führt. Ein Anschluss an die Stadtautobahn von Chambéry (N201) in etwa 5 km Entfernung verbindet Cognin mit den regionalen Autobahnen A41 und A43. Der nächstgelegene Bahnhof ist der SNCF-Bahnhof Chambéry-Challes-les-Eaux in Chambéry.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Cognin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  J. Pernon: Une grande villa gallo-romaine à Cognin, près de Chambéry. In: Archéologia. Nr. 103, 1977, S. 14-23 (französisch).
  2.  J. J. Vernier: Dictionnaire topographique du département de la Savoie. Imprimerie Savoisienne, 1896, S. 327, 328 (französisch, online auf BNF, abgerufen am 19. Januar 2014).
  3. a b Cognin - notice communal. In: cassini.ehess.fr. Abgerufen am 5. September 2014 (französisch).
  4. Französisches Statistikinstitut (www.insee.fr)