Collateral

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Film Collateral, für die Bedeutung als Pfandhinterlegung siehe Sicherheitenbewertung.
Filmdaten
Deutscher Titel: Collateral
Originaltitel: Collateral
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2004
Länge: 115 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 16
Stab
Regie: Michael Mann
Drehbuch: Stuart Beattie
Produktion: Michael Mann,
Julie Richardson
Musik: James Newton Howard
Kamera: Dion Beebe,
Paul Cameron
Schnitt: Jim Miller,
Paul Rubell
Besetzung

Collateral ist ein US-amerikanischer Thriller von Regisseur Michael Mann aus dem Jahr 2004. Der Film ist eine Co-Produktion von Paramount Pictures, DreamWorks SKG und Parkes/MacDonald Productions im Verleih der United International Pictures. Er kam am 6. August 2004 in die US-amerikanischen und am 23. September 2004 in die deutschen Kinos.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Handlung

Die Hauptfigur Vincent ist ein routinierter Auftragsmörder, der für eine große Organisation arbeitet, die sich am folgenden Tag vor der Grand Jury eines Gerichts verantworten muss. Er soll die vier Hauptzeugen der Staatsanwaltschaft und die Staatsanwältin in der Nacht vor dem Prozess beseitigen.

Max, der andere Protagonist, nimmt ihn als Taxifahrer zufällig auf, nachdem er einen weiblichen Fahrgast abgesetzt hat. Vincent bietet Max einen größeren Betrag, um sein Taxi und ihn für die Nacht anzumieten. Max willigt zögernd ein. Doch bereits an der ersten Anlaufstelle der Route schlägt die Leiche eines der zu beseitigenden Zeugen auf dem Dach seines Wagens auf. Max will nichts mit den Morden zu tun haben. Er bietet Vincent sein Taxi an, aber dieser zwingt Max, ihm weiter zu helfen. Die Leiche wird im Kofferraum des Taxis verpackt und die „Reise“ wird fortgesetzt. Während der Fahrten zwischen den Morden kommt es zwischen den beiden unterschiedlichen Männern zu Gesprächen, in denen sie sich über Vergangenheit, Träume und den Sinn ihres Lebens unterhalten.

Max versucht aus der Situation zu fliehen und die Auftragsmorde zu verhindern, wird aber von Vincent stets daran gehindert. Die Polizei und das FBI vermuten nun auch Max hinter den von Vincent begangenen Morden, nur der Polizist Fanning glaubt an einen anderen Täter, wird aber bei einer Schießerei in einem Nachtclub von Vincent getötet.

Als ein Autounfall die beiden Protagonisten trennt, kann Max herausfinden, dass das nächste und letzte Opfer Vincents die Staatsanwältin Annie ist, die er zu Beginn des Films chauffierte. Max versucht nun den letzten Mord zu verhindern, was ihm schließlich in letzter Sekunde auch gelingt, indem er Vincent anschießt. Max flieht mit Annie in die U-Bahn, verfolgt von Vincent. Dort kommt es zum abschließenden Showdown, bei dem Vincent bei einem Feuergefecht mit Max getroffen wird und kurze Zeit später in der U-Bahn stirbt.

[Bearbeiten] Hintergründe

  • Collateral heißt vom Englischen ins Deutsche übersetzt: seitlich, mittelbar begleitend; kann aber auch parallel laufend heißen.[1] Der Titel bezieht sich auf „collateral damage“ (Kollateralschaden) im Sinne der verschiedenen Leichen, die im Laufe des Abends zusätzlich zu Vincents geplanten Opfern anfallen. In der ursprünglichen Version des Drehbuchs sagt Vincent zu Max, nachdem er den Taschenräuber erschossen hat: „Another collateral“. [2]
  • Der Film wurde aus einer Kombination von Digitalkameras und herkömmlichen Panavision-Kameras mit 35-mm-Filmmaterial gedreht. Als Digitalvideotechnik kam das Thomson VIPER FilmStream Kamerasystem zum Einsatz. Dasselbe Kamerasystem kam bei Manns nächstem Film, Miami Vice, zum Einsatz. Dieses Verfahren sorgt für eine lebensweltlich vertraut wirkende Aufzeichnung, was etwa durch das Bildrauschen erzeugt wird.
  • Die Dreharbeiten begannen am 13. Oktober 2003 und fanden ausschließlich in Los Angeles, Kalifornien, USA, statt.
  • Der Film spielte, bei einem Budget von 65 Millionen US-Dollar, 100 Millionen US-Dollar in den USA und weltweit 208 Millionen Dollar ein.
  • Der Film bildet mit Heat, ebenfalls von Michael Mann, einen erzählerischen Kreis: Collateral beginnt am Flughafen von L.A., wo Heat endet. Dagegen endet Collateral an der Metro-Station, an der Heat beginnt.
  • Die Pistole, die Vincent verwendet, ist eine Heckler & Koch USP .45 ACP.
  • Jason Statham hat in der Anfangssequenz einen Cameo-Auftritt, die auf dessen Rolle in The Transporter anspielt.

[Bearbeiten] Soundtrack

Obwohl James Newton Howard für den Soundtrack des Films verantwortlich war, werden des Weiteren Stücke anderer Filmkomponisten (u. a. Elliot Goldenthal, Gustavo Santaolalla, Antonio Pinto und Vangelis) eingespielt. Der Soundtrack besteht allerdings nicht nur aus Instrumentalstücken. Auch Songs von Audioslave, Calexico, Miles Davis und Paul Oakenfold ergänzen die musikalische Untermalung des Films.[3]

  1. Tom Rothrock - "Briefcase"
  2. Cody Chesnutt - "The Seed (2.0)" (ft. The Roots) (extended radio edit)
  3. Groove Armada - "Hands of Time"
  4. Calexico - "Guero Canelo"
  5. Tom Rothrock - "Rollin' Crumblin'"
  6. James Newton Howard - "Max Steals Briefcase"
  7. Green Car Motel - "Destino De Abril"
  8. Audioslave - "Shadow on the Sun"
  9. James Newton Howard - "Island Limos"
  10. Miles Davis - "Spanish Key"
  11. Klazz Brothers - "Air" (ft. Cuba Percussion)
  12. Paul Oakenfold - "Ready Steady Go (Korean Style)"
  13. Antonio Pinto - "Car Crash"
  14. James Newton Howard - "Vincent Hops Train"
  15. James Newton Howard - "Finale"
  16. Antonio Pinto - "Requiem"

[Bearbeiten] Auszeichnungen

Der Film war 2005 zweimal für den Oscar vorgeschlagen (Bester Nebendarsteller – Jamie Foxx – und Bester Schnitt), ging jedoch beide Male leer aus: Jamie Foxx musste sich Morgan Freeman, der für seine Leistung in Million Dollar Baby ausgezeichnet wurde, geschlagen geben und den Oscar für den Besten Schnitt gewann Aviator. Des Weiteren wurde der Film 45 mal für diverse Filmpreise nominiert, neunmal gewann er eine Trophäe. [4]

[Bearbeiten] Kritiken

  • Lexikon des internationalen Films: „Spannender, dicht inszenierter und intensiv gespielter Thriller, der die Konfrontation zweier ungleicher Männer, die miteinander in Zwangsabhängigkeit verbunden sind, mit Fragen nach dem Sinn des Daseins und der Möglichkeit eines intensiveren Lebens jenseits normaler Angestelltenexistenz verknüpft. Virtuos spielt der Film mit dem Licht und kreiert präzise, zugleich lyrische Bilder, die vieles nur andeuten und doch oft mehr zeigen, als man sieht.[5]
  • Prisma Online: „Auch wenn sich die ein oder andere Länge eingeschlichen hat, bleibt das Ganze vor allem dank des diabolischen Auftretens von Tom Cruise als Profikiller bis zum Schluss ungemein spannend.“ [6]

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Bedeutungen von „Collateral“ auf dict.leo.org
  2. Drehbuch von Collateral auf IMDB
  3. Den vollständigen O.S.T. findet man hier
  4. Die Liste aller Nominierungen und gewonnenen Filmpreise findet man hier.
  5. „Collateral“ im Lexikon des internationalen Films
  6. „Collateral“ bei Prisma Online
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