Colliculi superiores

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Colliculi superiores (2). Ansicht des Hirnstammes von hinten (posterior)

Die Colliculi superiores (lat. für „obere Hügelchen“) – bei Tieren als Colliculi rostrales bezeichnet – sind die oberen (vorderen) zwei Hügel der sogenannten Vierhügelplatte (Lamina quadrigemina) und damit Teil des Mittelhirndachs (Tectum mesencephali). Sie bilden einen Kernbereich, der aus in Schichten angeordneter grauer und weißer Substanz besteht. Sie sind besonders wichtig für die Verschaltung von optischen Reflexen und spielen eine wichtige Rolle bei der Entstehung von „Sakkaden“. Funktionell gehören sie damit zum „retino-tektalen System“ – der Verbindung zwischen Netzhaut (Retina) und Mittelhirndach.

Afferent sind die Colliculi superiores mit der Netzhaut, der Großhirnrinde über den Tractus corticotectalis, dem Rückenmark über den Tractus spinotectalis und den Colliculi inferiores verbunden. Efferenzen ziehen zu den Hirnnervenkernen, der Formatio reticularis und ins Rückenmark.

Schädigungen der Colliculi superiores haben keine Bildausfälle, sondern Ausfälle der reflektorischen Augenbewegungen zur Folge.