Colmberg
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Mittelfranken | |
| Landkreis: | Ansbach | |
| Höhe: | 450 m ü. NN | |
| Fläche: | 38,35 km² | |
| Einwohner: |
1974 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 51 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 91598 | |
| Vorwahlen: | 09803, 09820 (Häslabronn, Kurzendorf) | |
| Kfz-Kennzeichen: | AN | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 5 71 130 | |
| Marktgliederung: | 12 Ortsteile | |
| Adresse der Marktverwaltung: |
Am Markt 1 91598 Colmberg |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Wilhelm Kieslinger (CSU / Freie Wähler) | |
| Lage des Marktes Colmberg im Landkreis Ansbach | ||
Colmberg (ugs.: Kolmberch[2]) ist ein Markt im mittelfränkischen Landkreis Ansbach.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie[Bearbeiten]
Geografische Lage[Bearbeiten]
Colmberg liegt im Naturpark Frankenhöhe an der Oberen Altmühl. Nachbargemeinden sind (im Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Marktbergel, Oberdachstetten, Lehrberg, Leutershausen, Geslau und Windelsbach.
Ortsteile[Bearbeiten]
Der Markt gliedert sich in die Gemeindeteile:
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Geschichte[Bearbeiten]
Um 770 erfolgt die Anlage einer hölzernen Befestigung auf dem „Kolbenberg“. Gründung von Altenstatt (alter Name für Colmberg). Colmberg wird 939 mit dem Herzogtum Franken Reichslehen. Kaiser Otto III. schenkt 1000 den Wildbann (Jagdrecht) um Colmberg dem Bistum Würzburg. Colmberg wird 1128 Lehen der Grafen von Hohenlohe. Um 1150–1240 Ausbau der alten Befestigung zur Reichsburg Colmberg unter den deutschen Kaisern und ihren Vögten (niemals eingenommen). 1254 reißt Graf Friedrich von Truhendingen das Reichslehen Colmberg nach Aussterben der Staufenkaiser an sich. Die Grafen Friedrich VIII. und Konrad von Truhendingen verkaufen Colmberg für 6200 Pfund Haller Pfennige an Burggraf Friedrich IV. von Nürnberg. Um 1320 wird Colmberg Sitz eines burggräflichen (später markgräflichen) Oberamtes mit Vogt und Kastner. 1361 erste Erwähnung von „Altenstatt“ (Markt Colmberg). 1375 erste Erwähnung der Pfarrkirche St. Ursula. Burggraf Friedrich VI. wohnt 1408 auf Burg Colmberg, um Geld zu sparen und wird 1415 Markgraf von Brandenburg. 1449 Niederbrennung des Ortes durch die Rothenburger. Um 1500 Colmberg wird Sitz einer markgräflichen Wildmeisterei (Forstamt). 1525 Niederbrennung des Ortes durch den Bauernhaufen des „Roten Konrad“. 1528 Einführung der Reformation durch Markgraf Georg den Frommen. 1631 Niederbrennung des Ortes durch kaiserlichen Feldherrn Tilly. Der Markt Colmberg fällt 1791 an Preußen und wird 1797 Sitz eines Vogtamtes im Justizamt Leutershausen. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Die Burg wird 1880 nach der Auflösung des Rentamtes Privatbesitz. Im Jahr 1972 schließen sich die Gemeinden Auerbach und Bieg teilweise und die Gemeinde Oberfelden ganz der Marktgemeinde Colmberg an.[3] Die Gemeinden Binzwangen und Poppenbach schließen sich am 1. Mai 1978 ebenfalls an.[4]
Dem Colmberger Ortsteil Häslabronn wurde 1992 die Europa-Nostra-Medaille verliehen.
Eingemeindungen[Bearbeiten]
| Gemeinde | Einwohner (1970) |
Eingemeindungs- datum |
Bemerkungen |
|---|---|---|---|
| Auerbach | 328 | 1. Januar 1972 | Eingliederung von 164 der 328 Einwohner, Umgliederung der anderen Einwohner nach Leutershausen |
| Bieg | 161 | 1. Juli 1972 | Eingliederung von 51 der 161 Einwohner, Umgliederung der anderen Einwohner nach Leutershausen |
| Binzwangen | 290 | 1. Mai 1978 | |
| Oberfelden | 118 | 1. Juli 1972 | |
| Poppenbach | 71 | 1. Mai 1978 |
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
Markt Colmberg mit eingemeindeten Ortsteilen:
- 1939: 1.361 Einwohner
- 1950: 1.913 Einwohner
- 1961: 1.471 Einwohner[4]
- 1970: 1.426 Einwohner[4]
- 1979: 1.413 Einwohner
- 2004: 2.127 Einwohner
- 2008: 2.062 Einwohner
- 2010: 2.027 Einwohner
- 2011: 2.013 Einwohner
Markt Colmberg ohne eingemeindete Ortsteile:
- 1910: 600 Einwohner[5]
- 1933: 576 Einwohner
- 1939: 580 Einwohner[6]
- 1961: 706 Einwohner[4]
- 1963: 744 Einwohner
- 1970: 732 Einwohner[4]
Politik[Bearbeiten]
Marktgemeinderat[Bearbeiten]
Der Marktgemeinderat von Colmberg hat 15 Mitglieder einschließlich des nebenamtlichen Bürgermeisters.
| CSU | SPD | Gesamt | |
| 2008 | 12 | 3 | 15 Sitze |
(Stand: Kommunalwahl am 2. März 2008)
Wappen[Bearbeiten]
In Gold drei aus der Mitte eines grünen Dreibergs wachsende schwarze Rohrkolben mit beblätterten grünen Stängeln, deren seitliche nach außen geneigt sind.
Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]
Colmberg unterhält eine Gemeindepartnerschaft zur Gemeinde Wartenburg in Sachsen-Anhalt.
Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Museen[Bearbeiten]
- Privatmuseum Kleinschroth
Bauwerke[Bearbeiten]
- Burg Colmberg
- Kirche St. Ursula
- Barockkirche Binzwangen
Baudenkmäler[Bearbeiten]
→ Liste der Baudenkmäler in Colmberg
Sport[Bearbeiten]
- Bogenschießen
- Naturfreibad
- Tennis
- Fußballverein
- 9-Loch Golfplatz
- 6-Loch öffentlicher Golf-Kurzplatz
Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]
Colmberg ist Mitglied im Tourismusverband Romantisches Franken.
Verkehr[Bearbeiten]
Die Autobahnen A 6 und A 7 liegen jeweils ca. 14 km von Colmberg entfernt.
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
Söhne und Töchter des Marktes[Bearbeiten]
- Karl Amson Joel (1889-1982), war ein deutscher Textilkaufmann und -fabrikant jüdischer Abstammung und der Großvater des Musikers Billy Joel.
- Ludwig Schöberlein (1813-1881), lutherischer Theologe, Universitätsprofessor und Abt des Klosters Bursfelde bei Hann. Münden.
Literatur[Bearbeiten]
- Der Landkreis Ansbach. Vergangenheit und Gegenwart, R. A. Hoeppner, Aßling-Pörsdorf/Obb. 1964, S. 127ff.
- Daniel Burger/Birgit Friedel: Burgen und Schlösser in Mittelfranken; ars vivendi verlag: Cadolzburg 2003; S. 140–143; ISBN 3-89716-379-9.
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, Erlangen 1955, S. 62f.
- Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach, Deutscher Kunstverlag München 1958, S. 88ff.
- Hans-Günter Richardi: Burgen in Bayern. Ein romantischer Wegweiser; Süddeutscher Verlag: München 1973; S. 106–109; ISBN 3-7991-5731-X.
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ E. Fechter, S. 62.
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 420.
- ↑ a b c d e Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 703 und 706.
- ↑ http://www.ulischubert.de/geografie/gem1900/gem1900.htm?mittelfranken/ansbach.htm
- ↑ http://geschichte-on-demand.de/bay_ansbach.html
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