Colombard
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Colombard ist eine weiße Rebsorte. Ursprünglich spielte sie in der Region Cognac neben den Sorten Ugni Blanc (Trebbiano) sowie der Folle Blanche eine wichtige Rolle. Da der Wein jedoch alkoholreicher und säureärmer als der Wein der beiden anderen Sorten ist, nahm seine Bedeutung zunehmend ab. In der Vergangenheit wurde die Rebsorte aufgrund ihres Aussehens häufig mit dem Sémillon verwechselt. Die weltweite Rebfläche dürfte bei ca. 40.000 Hektar liegen.
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[Bearbeiten] Verbreitung
[Bearbeiten] Vereinigte Staaten
Siehe auch den Artikel Weinbau in den Vereinigten Staaten.
In Kalifornien (→ Weinbau in Kalifornien), genauer gesagt im Central Valley, spielt die Sorte eine wichtigere Rolle zum erzeugen einfacher Weißweine. Gewisse Grundweine werden auch hier zu Branntwein verarbeitet. In den 1990er Jahren betrug die Rebfläche 18.600 Hektar.
[Bearbeiten] Frankreich
Siehe auch den Artikel Weinbau in Frankreich. In letzter Zeit wird Colombard wieder vermehrt in der Region Armagnac angepflanzt, um den einfachen Landweinen der Gascogne (Vin du Pays de Gascogne ) ein verlässliches Gesicht zu verleihen. Die Weine sind in der Regel sehr einfach. Colombard ist ebenfalls eine der Hauptsorten des Likörweins Floc de Gascogne Die Traubensorte wird außerdem in einfachen Weinen der Gegenden um Blaye und Bourg im Bordeaux eingesetzt. Im Crémant de Bordeaux wird sie als Nebensorte eingesetzt. Im Jahr 2005 belief sich die bestockte Rebfläche auf 6.896 Hektar nachdem sie in den 1950er Jahren noch bei über 13.000 Hektar lag.
[Bearbeiten] Südafrika
Siehe auch den Artikel Weinbau in Südafrika.
Im Jahr 2003 waren 11.026 Hektar mit Colombard bestockt.
[Bearbeiten] Andere Länder
Bestände sind in Australien (→ Weinbau in Australien, (2757 Hektar, Stand 2007) [1]) , Mexiko, Spanien (→ Weinbau in Spanien) und Israel (→ Weinbau in Israel) bekannt.
[Bearbeiten] Ampelographische Sortenmerkmale
In der Ampelographie wird der Habitus folgendermaßen beschrieben:
- Die Triebspitze ist offen. Sie ist stark weißlich behaart mit leicht rötlichem Anflug. Die grünen, leicht gelblichen Jungblätter sind mittelstark behaart.
- Die Blätter ( siehe auch den Artikel Blattform) sind meist ganz oder dreilappig und nur schwach gebuchtet. Sie sind recht dick. Die Stielbucht V-förmig offen. Der Blattrand ist mittelstark gezähnt.
- Die walzenförmige Traube ist mittelgroß und geschultert. Die ovalen Beeren sind mittelgroß und von weißlich-goldener Farbe. Die Beeren sind saftig.
Colombard ist anfällig ist er gegen den Echten Mehltau und die Rohfäule. Die Erträge liegen bei hohen 100 Hektoliter/Hektar oder noch etwas höher.
In Frankreich wurden bisher 12 Klone selektiert und anerkannt. Die gängigsten sind dabei die Klone n° 607 (sehr ertragsstark, Verwendung im Armagnac), n° 551, n° 552, n° 606 und n° 625 (geringerer Ertrag bei besserer Qualität , daher zur Erzeugung von Weißwein geeignet).
Die Rebsorte Colombard reift ca. 20 Tage nach dem Gutedel und ist damit verhältnismäßig früh reifend.
[Bearbeiten] Synonyme
Aufgrund seiner weiten Verbreitung ist die Liste der Synonyme recht ausführlich. Colombard ist auch unter folgenden Namen bekannt: Blanc émery, Blanquette, Bon blanc, Chabrier vert, Colombar, Colombié, Colombier, Donne verte, French Colombard, Gros blanc roux, Guenille, Pied tendre, Queue tendre, Queue verte, Rousse
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ https://www.awbc.com.au/winefacts/data/free.asp?subcatid=102 Statistik des Australian Government
[Bearbeiten] Literatur
- Jancis Robinson: Das Oxford Weinlexikon. Gräfe und Unzer Verlag, München 2003, ISBN 3-7742-0914-6.
- Pierre Galet: Dictionnaire encyclopédique des cépages Hachette Livre, 1. Auflage 2000 ISBN 2-0123633-18

