Colombo-Plan

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Dieser Artikel behandelt die Colombo-Konferenz 1950. Für die gleichnamige Konferenz im Jahre 1962 siehe Colombo-Konferenz.
Colombo-Plan
Cooperative Economic and Social Development in Asia and the Pacific

Planning prosperity together

dunkelblau: aktuelle Mitglieder, gelb: ehemalige Mitglieder
Organisationsart Wirtschaftliches Forum
Sitz der Organe

Colombo, Sri Lanka

Generalsekretär MaledivenMalediven Adam Maniku
Amts- und Arbeitssprachen

Englisch

Gründung

28. November 1950

www.colombo-plan.org

Der Colombo-Plan wurde 1950 auf einer Konferenz der Außenminister der Commonwealth-Staaten in Colombo (Sri Lanka, damals Ceylon) beschlossen. Der Lebensstandard, besonders die Ernährungsbedingungen, in den Ländern Süd- und Südostasiens soll durch groß angelegte Investitionen angehoben werden. Die begünstigten Länder (Sri Lanka, Indien, Pakistan, Malaysia und Singapur) erhalten Kapitalhilfe und technische Unterstützung von anderen Mitgliedsländern, vor allem Australien, Kanada (bis 1992), Neuseeland, Japan, Großbritannien (bis 1991) und den USA (die den Großteil des Geldes beisteuern).

Geschichte[Bearbeiten]

Der Colombo-Plan wurde als Idee auf einer Commonwealth-Konferenz der Außenminister in Sri Lanka im Januar 1950 entworfen. Auf dem Treffen wurde die Idee eines Plans ins Rollen gebracht, der durch internationale Zusammenarbeit die Lebensbedingungen in Südasien verbessern soll. Ursprünglich war der Plan für sechs Jahre entworfen. Die Gründungsmitglieder waren allesamt Mitglieder des Commonwealth - Australien,Vereinigtes Königreich, Kanada, Ceylon, Indien, Neuseeland und Pakistan - bis sich der Plan zu einer internationalen Organisation entwickelte, mit heute 25 Mitgliedern. Im Jahre 1977 wurde eine neue Verfassung verabschiedet und der Name der Organisation in "The Colombo Plan for Cooperative Economic and Social Development in Asia and the Pacific" geändert, um die Erweiterung der Aufgaben zu verdeutlichen. In den früheren Jahren war der Colombo-Plan dafür verantwortlich den Geld- und Technologieaustausch zur koordinieren. Neben dem reinen technischen Ausbau von Straßen, Krankenhäuser, Zementfabriken, Universitäten und anderen infrakstrukturellen Maßnahmen, wurde auch gleichzeitig in die Ausbildung von Menschen gesteckt, welche für den Erhalt dieser Infrastruktur sorgen sollen.

Aktuelle Mitglieder[Bearbeiten]

Aktuell nehmen 25 Mitglieder an dem Colombo-Plan teil, einschließlich Nicht-Commonwealth-Ländern, sowie Mitglieder regionaler Vereinigungen wie dem Verband Südostasiatischer Nationen sowie der Südasiatischen Vereinigung für regionale Kooperation.

Mitglied Beitrittsjahr
AfghanistanAfghanistan Afghanistan 1963
AustralienAustralien Australien 1950
BangladeschBangladesch Bangladesch 1972
BhutanBhutan Bhutan 1962
BruneiBrunei Brunei 2008
FidschiFidschi Fidschi 1972
IndienIndien Indien 1950
IndonesienIndonesien Indonesien 1953
IranIran Iran 1966
JapanJapan Japan 1954
Korea SudSüdkorea Südkorea 1962
LaosLaos Laos 1951
MalaysiaMalaysia Malaysia 1957
MaledivenMalediven Malediven 1963
MongoleiMongolei Mongolei 2004
MyanmarMyanmar Myanmar 1952
NepalNepal Nepal 1952
NeuseelandNeuseeland Neuseeland 1950
PakistanPakistan Pakistan 1950
Papua-NeuguineaPapua-Neuguinea Papua-Neuguinea 1973
PhilippinenPhilippinen Philippinen 1954
SingapurSingapur Singapur 1966
Sri LankaSri Lanka Sri Lanka 1950
ThailandThailand Thailand 1954
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 1951
VietnamVietnam Vietnam 2004

Ehemalige Mitglieder[Bearbeiten]

Vier Mitgliedsländer sind nicht mehr im Colombo-Plan enthalten, davon die zwei Gründungsmitglieder im Jahre 1950, Kanada und das Vereinigte Königreich. Südvietnam wurde nach der Vereinigung mit dem Norden zur Sozialistischen Republik Vietnam und diese trat 1978 aus. Im Jahre 2001 bis 2003 wurde Vietnam jedoch wieder in die Liste der Beobachter zugelassen und 2004 als neues Mitglied akzeptiert.

Mitglied Beitrittsjahr Austrittsjahr
KanadaKanada Kanada 1950 1992
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 1950 1991
KambodschaKambodscha Kambodscha 1951 2004
Südvietnam Südvietnam 1951 1975

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]