Comarca

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Verwaltungseinheit Comarca. Für das Gefängnis in Osttimor siehe Gefängnis Comarca.

Comarca (weiblich; Spanisch und Katalanisch) ist eine traditionelle Bezeichnung für eine regionale bzw. lokale Verwaltungseinheit, die in Teilen Spaniens, in Teilen von Südfrankreich, Portugal, Panama und Brasilien verwendet wird bzw. verwendet wurde. Die Comarca ist von der Größe her mit dem deutschen Landkreis vergleichbar[1].

Rechtliche Lage in Spanien[Bearbeiten]

Nach dem Übergang zur Demokratie wurden die Comarcas in einigen Autonome Gemeinschaften Spaniens als Gebietskörperschaften eingerichtet. Sie bilden dort damit eine eigene Ebene der kommunalen Selbstverwaltung. Im Rest Spaniens sind die Comarcas rechtlich nicht existent und dienen somit nur als traditionelle Gebietsbezeichnung (womit auch ihre Abgrenzungen nicht überall eindeutig sind).

In folgenden Autonomen Gemeinschaften bestehen Comarcas als Gebietskörperschaften:

Eine ähnliche Funktion (Verwaltungsebene oberhalb der Gemeinde- und unterhalb der Provinz-Ebene) nehmen auf den Balearen und Kanaren die Inselräte wahr:

Andalusien ist seit dem 28. März 2003 flächendeckend in 62 Comarcas eingeteilt, die allerdings lediglich die Funktion von Planungsregionen für den Tourismus und die Entwicklung sportlicher Einrichtungen erfüllen.[2]

Siehe auch[Bearbeiten]

sowie

  • Nordkatalonien (nördlicher Teil des historischen Fürstentums Katalonien)

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Vgl. auch die deutschen Rechtswörter Gemark, Gemärke, Gemarkung "Bezirk, Gebiet, Gemarkung" im Deutschen Rechtswörterbuch.
  2. Orden de 14 de marzo de 2003, por la que se aprueba el mapa de comarcas de Andalucía a efectos de la planificación de la oferta turística y deportiva, Boletín Oficial de la Junta de Andalucía (Amtsblatt der Regierung von Andalusien), Nr. 59 vom 27. März 2003, S. 6248