Combat (Zeitung)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Combat aufgeführt.
Combat
Sprache französisch
Erstausgabe 1944
Einstellung 1974
Erscheinungsweise täglich

Combat (deutsch: Kampf), Untertitel Le Journal de Paris (deutsch: Die Pariser Zeitung), war eine zunächst illegale Zeitung, die während des Zweiten Weltkriegs als Organ der Résistance-Gruppe Combat gegründet wurde.

Geschichte[Bearbeiten]

Combat war eine Zeitung der Résistance, deren Herstellung von André Bollier geleitet wurde. Nach der Befreiung Frankreichs wurde Combat von Albert Ollivier, Jean Bloch-Michel, Georges Altschuler und vor allem von Albert Camus betreut. Ebenso trugen Jean-Paul Sartre, André Malraux, Emmanuel Mounier sowie Raymond Aron und Maurice Nadeau zu dieser Zeitung bei.

Im August 1944 bezog der Combat die Räume des Intransigeant in der Rue Réaumur 100. Ein Jahr nach seiner Gründung war er für die großen Tageszeitungen keine wirkliche Konkurrenz mehr. Seine Auflage hatte bereits zu bröckeln begonnen und fiel von über 185.000 Exemplaren im Januar 1945 auf 150.000 im August des gleichen Jahres. Im Laufe des Jahres 1946 näherte sich die Publikation, die sich vom Spiel der Parteien als Träger des französischen Wiederaufbaus nicht vereinnahmen ließ, an General de Gaulle an, ohne jedoch zur offiziellen Stimme seiner Bewegung zu werden.

Ihren Ursprüngen treu, wollte sie denjenigen eine Plattform geben, die weiterhin glaubten, dass man in Frankreich eine linke nichtkommunistische Volksbewegung schaffen könnte. Im Juli 1948 übernahm Victor Fay, ein militanter Marxist, die Leitung des Combat. Er verhinderte jedoch nicht, dass aktuelle Information gegenüber populären Themen an Bedeutung verlor.

Mit der Ankunft von Philippe Tesson im Jahre 1960 glaubte Henri Smadja (Herausgeber des Combat seit 1950) einen Mann gefunden zu haben, den er nach Belieben lenken konnte. Da ihm das tunesische Regime übel mitspielte, verschlechterte sich jedoch seine persönliche Situation. Es zog es vor, lieber alles zu verlieren, als auf seine Zeitung zu verzichten. Im März 1974 gründete Tesson Le Quotidien de Paris – der Titel ist eine Anspielung auf den Untertitel des Combat.

Am 14. Juli 1974 nahm sich Smadja das Leben, und der Combat wurde einen Monat später endgültig eingestellt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Albert Camus: Between Hell and Reason: Essays from the Resistance Newspaper Combat, 1944-1947. Übersetzt von Alexandre de Gramont, Wesleyan University Press 1991, ISBN 0-819-55189-9.