Come (Album)

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Come
Studioalbum von Prince
Veröffentlichung 16. August 1994
Aufnahme Januar 1993 – März 1994
Label Warner Bros. Records
Format CD, LP
Genre R&B, Dance, Funk, Pop
Anzahl der Titel 10
Laufzeit 48:43

Besetzung

Alle Songs wurden von Prince produziert, arrangiert, komponiert und vorgetragen. Seine Bandmitglieder ergänzten die Aufnahmen folgendermaßen:[1]

  • The NPG Hornz[2] (Mike Nelson, Kathy und Dave Jensen, Brian Gallagher und Steve Strand) – Come, Race, Dark und Letitgo
  • Mayte Garcia – Backing Vocal in Race
  • David Henry Hwang und Prince – Komponisten von Solo
  • Eric Leeds – Flöte in Letitgo
  • Kathleen Bradford – Backing Vocals in Letitgo
  • Ricky Peterson – Keyboard in Letitgo
  • Vanity – Partnerin von Prince in Orgasm. Sie wird jedoch nicht offiziell im Booklet erwähnt – lediglich „she knows“ ist dort als Hinweis zu lesen.
  • Sonny Thompson, Tommy Barbarella, Morris Hayes, Michael Bland – Space, Papa und Dark. Die Beteiligung der Musiker ist jedoch nicht genauer definiert.[2]
  • Toningenieur – Chronic Freeze, Ray Hahnfeldt, Tom Tucker und Prince
  • Abmischung – Chronic Freeze, Ray Hahnfeldt, Tom Tucker und Prince
  • Assistenten – Xanex Bess, Tom Garneau und Kimm James
  • Programmierung – Airiq Anest
  • Mastering – Chronic Freeze
  • Artdirector vom Bestattungs-Albumcover – J.C. Munson
  • Fotografie – Terry Gydesen
Produktion Prince
Studio Paisley Park Studios (Minneapolis)
The Record Plant (Los Angeles)
Larrabee Sound Studios (Los Angeles)
Chronologie
Love Symbol
(1992)
Come Black Album
(1994)
Singleauskopplungen
9. August 1994 Letitgo
1. November 1994 Space

Come ist das 15. Studioalbum des US-amerikanischen Musikers Prince. Es erschien am 16. August 1994 bei dem Label Warner Bros. Records. Come ist das erste Album, das zu dem Vertrag zwischen Prince und dem Label aus dem Jahr 1992 zählte. Damals hatte Prince seinen laufenden Vertrag für sechs weitere Alben bis zum 31. Dezember 1999 verlängert. Aufgrund von Differenzen mit Warner Bros. Records legte er jedoch seinen Künstlernamen am 7. Juni 1993 ab und trug stattdessen ein unaussprechbares Symbol als Pseudonym. Danach wollte Prince bei dem Tonträgerunternehmen keine neuen Songs mehr veröffentlichen, sondern nur noch Songs, die er vor dem 7. Juni 1993 geschrieben hatte.

Die Musik des Albums zählt zu den Genres Funk, R&B, Dance und Pop. Die Liedtexte handeln überwiegend von Sex. Obwohl weder Prince noch Warner Bros. Records nennenswerte Werbung für das Album veranstalteten, konnte es in einigen Ländern Goldstatus erreichen. Musikkritiker bewerteten Come zum Teil sehr negativ.

Entstehung[Bearbeiten]

Den Großteil der Songs des Albums Come nahm Prince von Januar 1993 bis Mai 1993 in seinem Paisley Park Studio in Minneapolis auf. Den Song Race hatte er im Jahr 1991 im Record-Plant-Studio in Los Angeles aufgenommen, überarbeitete ihn jedoch im Jahr 1993. Letitgo ist das einzige Stück, das Prince gezielt für das Album Come schrieb; er nahm es im März 1994 im Paisley Park Studio auf.[2]

Anfang des Jahres 1994 hatte Prince unter seinem Pseudonym O(+> einen weltweiten kommerziellen Single-Erfolg mit dem Song The Most Beautiful Girl in the World. Er veröffentlichte ihn bei seinem eigenen Label NPG Records in Kooperation mit dem US-Independent-Label Bellmark Records. Am 11. März 1994 präsentierte Prince der Schallplattenfirma Warner Bros. Records ein neues Album mit dem Titel Come, The Most Beautiful Girl in the World fehlte jedoch auf der Tracklist:[3]

Titelliste der Probepressung Come am 11. März 1994
  1. Poem
    (später in Orgasm umbenannt)
  2. Interactive
    (1998 auf dem Album Crystal Ball veröffentlicht)
  3. Endorphinmachine
    (1995 auf dem Album The Gold Experience veröffentlicht)
  4. Space
  5. Pheromone
  6. Loose!
  7. Papa
  8. Race
  9. Dark
  10. Solo
  11. Strays of the World
    (1998 auf dem Album Crystal Ball veröffentlicht)
Autor aller Songs ist Prince

Warner Bros. zeigte sich wenig begeistert. Marylou Badeaux, damalige Vizepräsidentin von Warner Bros. Records, erinnerte sich: „Die Firma war furchtbar enttäuscht über das Album – manche sagten, es sei komplette Scheiße. Man hatte allgemein den Eindruck, dass er [Prince] uns mit Müll zukippte.“[4] Mo Ostin und Lenny Waronker, damalige Vorstandsvorsitzende von Warner Bros. Records, fragten Prince, ob er Songs wie The Most Beautiful Girl in the World und Come sowie zwei oder drei weitere stärkere Titel in das Album mit aufnehmen könne.[3] Prince willigte ein und stellte Warner Bros. Records am 19. Mai 1994 eine überarbeitete Version des Albums Come vor; diesmal mit der Tracklist, die schließlich auch am 16. August 1994 offiziell veröffentlicht wurde – The Most Beautiful Girl in the World stellte Prince jedoch erneut nicht zur Verfügung.[5] Marylou Badeaux sagte: „Mo und Lenny waren bestürzt, dass ‚Beautiful Girl‘ [sic] nicht auf der Platte war. Man glaubte, dass er [Prince] dem Label jetzt nur noch irgendetwas hinwarf, um seinen Vertrag zu erfüllen.“[4] Michael Bland, damaliger Schlagzeuger in Prince’ Band, meinte über das Album Come: „Es war eine Zusammenstellung schwacher Songs, die noch dazu altbacken produziert worden waren. Ich hatte das Gefühl, dass wir die Fans betrogen.“[6]

Kurz nach dem 19. Mai 1994 stellte Prince Warner Bros. Records ein weiteres Album mit Namen The Gold Experience vor.[5] Er schlug Warner Bros. Records vor, das Album Come als Künstler „Prince“ und das Album The Gold Experience unter seinem Pseudonym O(+> zu veröffentlichen. Zudem sollten beide Alben an seinem 36. Geburtstag, dem 7. Juni 1994 erscheinen – auf den Tag genau ein Jahr nach Prince’ Namensänderung.[7] Doch diese Idee überzeugte Warner Bros. nicht; sie seien zwar über eine Veröffentlichung von The Gold Experience glücklich, jedoch zu passender Gelegenheit.[5] Beide Alben zählten zu den sechs Alben des Vertrags, den Prince im Jahr 1992 mit Warner abgeschlossen hatte.

Gestaltung des Covers[Bearbeiten]

Das Schallplattencover ist ein Schwarzweiß-Foto, das Prince stehend vor einem Gittertor der Kathedrale Sagrada Família in Barcelona zeigt. Die Perspektive des Fotos erweckt jedoch den Eindruck, Prince stünde nicht vor der Kathedrale, sondern vor einem Friedhof. In der Mitte des Covers ist der Name „Prince“ zu lesen, darunter – wie bei einer Grabinschrift – die Jahreszahlen „1958“ und „1993“;[6] im Jahr 1958 wurde Prince geboren und im Jahr 1993 änderte er seinen Künstlernamen. Auf der Rückseite des Covers ist in der linken oberen Ecke ein Foto des offenbar lebenden Prince zu sehen, das mit „1958“ datiert ist. In der rechten oberen Ecke ein Foto von einem scheinbar toten Prince zu sehen; er liegt mit dem Rücken auf dem Fußboden, hat den Kopf zur rechten Seite gedreht und seine Arme und Beine sind liegend vom Körper abgespreizt. Dieses Bild ist mit „1993“ datiert.[8]

Das CD-Cover ist als Faltcover gestaltet, das zu einem 240 mm × 237-mm-Poster – weniger hoch, aber breiter als DIN A4 – ausgebreitet werden kann. Die Rückseite des Posters ist mit der Überschrift „Come“ betitelt und ergänzend dazu steht links unten in Spiegelschrift der Satz “…The dawning of a new spiritual revolution” (deutsch: „…Das Dämmern einer neuen spirituellen Revolution“).

Die Liedtexte der einzelnen Songs sind im Booklet nicht abgedruckt und auf der Frontseite des Covers ist der Warnhinweis Parental Advisory – Explicit Lyrics” (deutsch: „Hinweis für Eltern – allzu deutliche Liedtexte“) zu lesen.

Musik[Bearbeiten]

Das Album ist vorwiegend vom Musikstil der Genres R&B, Dance, Funk und Pop beeinflusst. Anders als in den meisten seiner Alben aus den 1990er Jahren verwendet Prince in Come überwiegend elektronische Musik; Synthesizer und Drum-Computer dominieren in den meisten Songs. Eine Vielzahl der Songs von Come sind mehr vom Groove als von melodischen Feinheiten geprägt. Die Arrangements sind überwiegend schlicht gehalten und verzichten auf Ausschmückung. Die Verbindung einzelner Songs bilden nach rauschendem Wasser klingende Synthesizerpassagen und Instruktionen von Prince, die er entweder spricht oder flüstert.

Das Titelstück Come wird von einer langsamen Bassline und von Blechbläser-Arrangements begleitet, die aus einer Kombination von Jazz- und Funk-Phrases bestehen. Der Liedtext enthält zuweilen anzügliche Passagen wie beispielsweise: „can I suck you, baby?“ (dt.: „kann ich an Dir lutschen, Baby?“) und „can I fuck you, baby?“ (dt.: „kann ich dich ficken, Baby?“). Zudem ist im Song stellenweise Stöhnen und Schmatzen zu hören. Abgesehen davon behandelt der Liedtext auch eine spirituelle Thematik; im Verlauf von Come wiederholt Prince des Öfteren den gesungenen Satz „spirit’s calling, here’s the reason why“ (dt.: „die Seele ruft, und hier ist der Grund dafür“). Insgesamt wirkt das über elfminütige Titelstück zuweilen langatmig.[9]

Der Song Space wird von lebhaften und verträumten Synthesizerklängen unterstützt, die das Bass-Spiel kontrastieren, das sich zu einer wiederholenden Figur im Song entwickelt. Der Liedtext scheint sexuelle Anspielungen mit spirituellen Untertönen zu enthalten. Beispielsweise singt Prince: „Everything I’ll do to your body, baby, I’ll do to your head“ (dt.: „Alles, was ich mit Deinem Körper machen werde, Baby, werde ich mit deinem Kopf tun“).[9]

Während die ersten beiden Songs Come und Space einen entspannten Beat besitzen, wird Pheromone von einem unnachgiebigen Drum-Beat dominiert. Laut Prince’ Aussage inspirierte ihn die Schauspielerin Carmen Electra zum Liedtext von Pheromone.[9]

Der Song Loose! ist eine Up-tempo-Nummer, die Techno-angehauchte Sounds mit Rock-Gitarren verschmilzt. Den Liedtext singt Prince mit einer bewegten und wütenden Stimme.[2]

Papa bildet einen Kontrast zu den vorwiegend tanzorientierten Liedern Pheromone und Loose!. Anders als diese ist Papa eine langsame, Blues-beeinflusste Nummer mit minimalistisch eingesetzten Instrumenten, fokussiert auf zurückhaltende Gitarren-Phrases und einen Slide-Gitarren-Lick. Der Liedtext erzählt die Geschichte, die von Kindesmissbrauch und Suizid des Vaters handelt. Gegen Ende von Papa sagt Prince inmitten des Songs: „Don’t abuse children, or else they turn out like me“ (dt.: „Missbraucht keine Kinder, sonst geraten sie wie ich“).[9][10] Der vorwiegend von Prince gesprochene Liedtext vermittelt eine dunkel anmutende Intimität.[2]

Race ist aus den musikalischen Genres Popmusik und Dance. Der Song enthält mit „Face the Music“ ein Sample der Sängerin Jearlyn Steele Battle – die Backing Vocals auf Race stammen von der Tänzerin Mayte Garcia, Prince’ späterer Ehefrau. Im Liedtext, den Prince zuweilen in einem Rap-ähnlichen Sprechgesang vorträgt, befasst er sich mit Rassismus.[9]

Der Song Dark ist eine für Prince typische Rhythm-and-Blues-Ballade, die von jazzig arrangierten Waldhörnern begleitet wird. Der Liedtext dreht sich um die Obsession eines Mannes, der von einer Frau verlassen wurde, die ihn schlecht behandelte.[9]

Solo trägt Prince im Wesentlichen a cappella vor; seine Stimme wird lediglich von künstlich erzeugtem Harfespiel begleitet. Der Liedtext beschäftigt sich damit, dass man sich ohne Liebhaber unvollkommen fühle. David Henry Hwang schrieb den Liedtext, während Prince die Musik zum Song entwarf. Ursprünglich planten die beiden weitere musikalische Projekte,[9] die in der Folgezeit jedoch nicht zustande kamen.

Letitgo ist der einzige Song, den Prince gezielt für das Album Come schrieb. Nachdem er alle anderen Songs bereits im Jahr 1993 aufgenommen hatte, folgte Letitgo erst im März 1994. Der Song besitzt einen lebhaften Beat mit einer einprägsamen Melodie. Die Hookline des Songs besitzt einen ausgeprägten orientalisch anmutenden Klang. Letitgo ist in Moll geschrieben, was dem Song eine düstere und depressive Stimmung verleiht. Der Liedtext – den Prince erst nach seiner Namensänderung schrieb – drückt aus, wie er sich nach Forderungen der Musikindustrie richten musste und somit nicht seine wahren Gefühle artikulieren und wiedergeben konnte.[9]

In dem Song Orgasm ist Denise Katrina Matthews – besser bekannt unter ihrem Künstlernamen Vanity – die Frau an Prince’ Seite. Für sie hatte er bereits im Jahr 1983 den Song Vibrator geschrieben, das jedoch bisher nicht veröffentlicht wurde. Orgasm ist eine Passage von Vibrator, auf der lediglich Stöhnen von Vanity zu hören ist. Das Stück Orgasm besteht lediglich aus Klängen rauschenden Wassers und aus einer Passage einer quietschenden Gitarre, die aus dem Schluss des Prince-Songs Private Joy entliehen ist, das im Jahr 1981 auf dem Album Controversy erschien.[2] Offiziell wird Vanity im Booklet nicht als Partnerin von Orgasm erwähnt – im Booklet ist lediglich der Hinweis „she knows“ (dt.: „sie weiß es“) zu lesen.

Titelliste und Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Titelliste
  1. Come – 11:13
  2. Space – 4:27
  3. Pheromone – 5:08
  4. Loose! – 3:26
  5. Papa – 2:48
  6. Race – 4:28
  7. Dark – 6:10
  8. Solo – 3:48
  9. Letitgo – 5:32
  10. Orgasm – 1:39
Autor aller Songs ist Prince

Singles[Bearbeiten]

Von dem Album wurden zwei Singles ausgekoppelt: Letitgo erschien am 9. August 1994 und die Single-Version ist auf 4:15 Minuten gekürzt.[11] Die B-Seite Solo ist identisch mit der Album-Version auf Come. Als zweite Single wurde am 1. November 1994 Space ausgekoppelt.[12] Auf der A-Seite ist der Song im Universal Love Remix vorhanden, der 6:10 Minuten lang ist. Auf der B-Seite befindet sich dagegen die Album-Version, die identisch mit der auf Come ist.

Musikvideos[Bearbeiten]

Am 3. April 1994, also fünf Monate vor der Veröffentlichung des Albums Come, zeigte der britische Fernsehsender Sky One den Film The Beautiful Experience. Dieser Film – produziert von Prince unter seinem damaligen Pseudonym O(+> – ist 70 Minuten lang und besteht aus Szenen eines Paisley-Park-Konzerts vom 13. Februar 1994 und aus Musikvideos von damals noch unveröffentlichten Songs. Unter anderem enthält der Film Musikvideos von den Songs Come, Pheromone, Loose!, Papa und Race, die dann im August 1994 auf dem Album Come veröffentlicht wurden. Da sich Prince im Jahr 1994 in einem Streit mit seiner damaligen Plattenfirma Warner Bros. Records befand, veröffentlichte er auch Produktionen, die er – unter seinem damaligen Pseudonym O(+> – parallel zum laufenden Warner-Bros.-Vertrag bei anderen Firmen abschloss.[13]

Prince widersetzte sich dem Wunsch von Warner Bros. Records, ein Musikvideo zur Singleauskopplung Letitgo zu drehen.[14] Warner Bros. Records produzierte daraufhin einen Promotion-Clip zur Single, bestehend aus einem Zusammenschnitt von Bildmaterial des Films 3 Chains o’ Gold. Dieser Film wurde wie das Album Come ebenfalls am 16. August 1994 veröffentlicht, ist 73 Minuten lang und besteht im Wesentlichen aus Musikvideos zum Prince-Album Love Symbol aus dem Jahr 1992. Warner Bros. Records suchte sich eine Szene für das Letitgo-Musikvideo heraus, die Prince beim Unterschreiben eines Vertrags zeigt.[15]

Rezeption[Bearbeiten]

Presse[Bearbeiten]

Die Kritiken zum Album Come fielen zum Teil sehr negativ aus; beispielsweise schrieb die US-Tageszeitung Detroit Free Press: „Come ist ein hastig herausgerotztes Album, das die Erwartungshaltung, die einer Prince-Platte in der Regel vorausgeht, nicht gerecht wird.“[6] Andere Kritiken bezogen sich auf Prince’ vorausgegangene Namensänderung, so meinte das US-Musikmagazin Rolling Stone: „Normale Künstler leisten sich mal einen Patzer, aber dieser Typ hat sich auf Public-Relations-Katastrophen spezialisiert, die seine loyalen Fans verwirren und seinen Status als großer genreüberschreitender Innovator des letzten Jahrzehnts gründlich aushöhlen.“[6] Weitere Kritiker bemängelten, die Musik des Albums klinge überwiegend „einfallslos“ und „glanzlos“, zudem seien die Liedtexte teilweise „zu eindeutig“ und „sexuell überladen“ – Come sei Prince’ „Sex Album“.[14] Stephen Thomas Erlewine von der US-Online-Musikdatenbank Allmusic zeigte sich ebenfalls wenig begeistert und zeichnete Come mit zwei von fünf möglichen Sternen aus. Nach dem man sich das Album angehört habe, sei der Zweck von Come eindeutig: Es diene lediglich zur Vertragserfüllung, „nicht mehr und nicht weniger.“[16]

Prince selbst machte keine Werbung für Come und ließ der Album-Veröffentlichung anders als sonst bei ihm üblich keine Tournee folgen. Auch in der Folgezeit spielte Prince auf Konzerten nur sehr selten Songs des Albums. Seine damalige Schallplattenfirma Warner Bros. Records unternahm im Jahr 1994 ebenfalls kaum Promotion für Come. Coverversionen von Songs des Albums sind nicht bekannt.

Charts und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen [17]
DE AT CH UK US
1994 Come 9
(11 Wo.)
4
(10 Wo.)
4
(13 Wo.)
1(1)
(9 Wo.)
15
(10 Wo.)

Come wurde im Jahr 1994 international mit Goldstatus ausgezeichnet. Beispielsweise

  • in England für 100.000 verkaufte Exemplare,[18]
  • in den USA für 500.000 verkaufte Exemplare.[19]
Jahr Titel Chartpositionen [17]
DE AT CH UK US
1994 Letitgo 45
(11 Wo.)
29
(2 Wo.)
21
(11 Wo.)
30
(4 Wo.)
31
(14 Wo.)
1994 Space (nur in den USA ausgekoppelt) n.v. n.v. n.v. n.v.

Zum ersten Mal seit der Single I Wish U Heaven – ausgekoppelt im Jahr 1988 aus dem Album Lovesexy – konnte sich eine Single eines Prince-Albums nicht in den US-Top-100 platzieren.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Begleitheft der CD Come von Prince, Warner Bros. Records, 1994.
  2. a b c d e f Uptown: The Vault. 2004, S. 395.
  3. a b Uptown: The Vault. 2004, S. 159.
  4. a b Hahn: Besessen. 2006, S. 255.
  5. a b c Uptown: The Vault. 2004, S. 162.
  6. a b c d Hahn: Besessen. 2006, S. 260.
  7. Draper: Chaos, Disorder, And Revolution. 2011, S. 130.
  8. Draper: Chaos, Disorder, And Revolution. 2011, S. 132.
  9. a b c d e f g h Uptown: The Vault. 2004, S. 395–395.
  10. Draper: Chaos, Disorder, And Revolution. 2011, S. 133.
  11. Uptown: The Vault. 2004, S. 167.
  12. Uptown: The Vault. 2004, S. 170.
  13. Uptown: The Vault. 2004, S. 618.
  14. a b Uptown: The Vault. 2004, S. 396.
  15. Uptown: The Vault. 2004, S. 628–629.
  16. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatStephen Thomas Erlewine: Come – Prince. In: Allmusic.com. 2011, abgerufen am 15. Juni 2011.
  17. a b Chartquellen: DE AT CH UKUS
  18. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatBPI – Certified Awards Search. Abgerufen am 14. Juni 2011 (englisch).
  19. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatRIAA – Gold & Platinum. In: RIAA. Abgerufen am 14. Juni 2011 (englisch).