Comeback der Liebe

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Comeback der Liebe
Originaltitel Tender Mercies
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1983
Länge 89 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Bruce Beresford
Drehbuch Horton Foote
Produktion Philip Hobel
Musik George Dreyfus
Kamera Russell Boyd
Schnitt William M. Anderson
Besetzung

Comeback der Liebe ist ein US-amerikanisches Filmdrama aus dem Jahr 1983.

Handlung[Bearbeiten]

Der Alkoholiker und ehemalige Countrystar Mac Sledge ist im Motel der Witwe Rosa Lee und ihrem Sohn Sonny abgestürzt. Er sieht, welchen Schaden er angerichtet hat, und will ihn bezahlen. Doch weil er keine Arbeit hat, bittet er bei ihr um welche, damit er ein Dach über den Kopf und eine warme Mahlzeit hat. Er selbst entsagt dem Alkohol und kommt Rosa Lee, die kaum älter als seine Tochter ist, näher. Später wird Mac von einem Reporter belästigt, der von ihm wissen will, wie er so abstürzen konnte und ob er ein Comeback plant. Zwar antwortet er dem Reporter nicht, aber durch den Artikel werden die Slater Mill Boys, eine angehende Countryband auf ihn aufmerksam und bitten ihn höflich darum, doch bei Ihnen als Leadsänger zu beginnen. Aber er lehnt ab, da er für sich mit der Musik abgeschlossen hat und sie auch nicht mehr vermisst.

Mac will ein Konzert seiner Ex-Frau Dixie sehen und erträgt ihre Lieder über die gemeinsame Vergangenheit nicht. Trotzdem bittet er sie, die gemeinsame Tochter Sue Anne zu sehen, was sie ihm untersagt. Vor Wut darüber fängt er beinahe wieder mit dem Trinken an, aber entschließt sich lieber in seinem Pick-Up davonzurasen. Da er allerdings nicht nach Hause fährt, sondern für Stunden verschwindet, macht sich Rosa Sorgen, ob sie nach ihrer ersten großen Liebe, ihrem Ehemann, der im Vietnamkrieg starb, nun auch ihre zweite Liebe verliert. Aber Mac erscheint nachts stolz, dass er es geschafft hat, nicht dem Alkohol zu verfallen. Er fühlt sich gut und ist nur kurz verstimmt, als Rosa ihm erzählt, dass sie einen seiner Songs an die Slater Mill Boys weitergab. Als diese dann damit Erfolg vor Publikum haben und ihn erneut darum bitten, bei ihnen zu singen, verspricht er, dass er es sich ernsthaft überlegt.

Macs Tochter Sue Anne besucht ihn, da sie vor ihrer Mutter flüchtete, und fragt ihn über seine schlimme Vergangenheit aus. Er gesteht seine Alkoholeskapaden und wie er im Rausch versucht hat, ihre Mutter zu töten. Nachdem er somit all seine Sünden beichtete, lässt er sich anschließend in Rosas Kirche taufen, beginnt fröhlich mit dem Liederkomponieren und spielt seit langer Zeit, mit den Slater Mill Boys, wieder vor Publikum. Sue Anne bittet, in Abwesenheit Macs, Rosa um Hilfe, da sie mit ihrem Ehemann, der ebenfalls Alkoholiker ist, ein neues Leben aufbauen möchte. Aber es kommt nicht mehr dazu, denn Mac trifft die schwere Nachricht, dass Sue Anne bei einem Autounfall ums Leben kam, den ihr Ehemann verursachte. Den Schmerz kann er nur noch verdauen, indem er sich den Trost im Glück seiner neuen Familie um Rosa und Sonny sucht.

Kritik[Bearbeiten]

„Dies ist ein kleiner, schöner und etwas überladener Film über das Leben in einer Kleinstadt, Einsamkeit, Country-Musik, Ehe, Scheidung und elterliche Liebe: Und es beschäftigt sich gleichermaßen mit all diesen Dingen. Dennoch zahlt man einen kleinen geringen Preis für die Schlichtheit und Klarheit, mit der all diese Themen präsentiert werden. Es fehlt einfach eine präzise dramatische Handlung.“

Janet Maslin: The New York Times[1]

„Ein in seiner Konstruktion vorhersehbares, altmodisches Familiendrama, dessen gute Darsteller die extreme Dialoglastigkeit nicht wettmachen können. Vage in den Charakterzeichnungen, flach in der fotografischen Werbefilmästhetik.“

Lexikon des Internationalen Films[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Roy M. Anker: The Wings of a Dove: The Search for Home in Tender Mercies. In: Catching Light: Looking for God in the Movies. William B. Eerdmans Publishing Company, Grand Rapids, Michigan 2004, ISBN 0802827950.
  • Rebecca Luttrell Briley: The Tender Mercies of Independent Film Making. In: You Can Go Home Again: The Focus on Family in the Works of Horton Foote. Peter Lang, New York City 1993, ISBN 0820420042.
  • Anthony Holden Behind The Oscar: The Secret History of the Academy Awards, 1st, Simon & Schuster, New York City 1993, ISBN 0671701290.
  • Robert Jewett: Saint Paul at the Movies: The Apostle's Dialogue with American Culture. Westminster John Knox Press, 1993, ISBN 0664254829.
  • Richard Leonard: Movies That Matter: Reading Film Through the Lens of Faith. Loyola Press, 2006, ISBN 0829422013.
  • Leonard Maltin Leonard Maltin's Movie & Video Guide, 2004, Plume, New York City 2003, ISBN 0451209400.
  • Danny Peary Alternate Oscars: One Critic's Defiant Choices for Best Picture, Actor, and Actress From 1927 to the Present. Dell Publishing, New York City 1993, ISBN 0385303327.
  • Judith Slawson Robert Duvall: Hollywood Maverick. St. Martin's Press, New York City 1985, ISBN 0312687087.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Janet Maslin: Tender Mercies (1983) auf nytimes.com vom 4. März 1983 (englisch), abgerufen am 19. Januar 2012
  2. Comeback der Liebe im Lexikon des Internationalen Films