Comelico Superiore

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Comelico Superiore
Kein Wappen vorhanden.
Comelico Superiore (Italien)
Comelico Superiore
Staat: Italien
Region: Venetien
Provinz: Belluno (BL)
Lokale Bezeichnung: Cumelgu d Sora
Koordinaten: 46° 35′ N, 12° 31′ O46.58333333333312.5166666666671210Koordinaten: 46° 35′ 0″ N, 12° 31′ 0″ O
Höhe: 1210 m s.l.m.
Fläche: 95,85 km²
Einwohner: 2.287 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 24 Einw./km²
Postleitzahl: 32040
Vorwahl: 0435
ISTAT-Nummer: 025015
Volksbezeichnung: comelicesi
Website: http://www.comelicosuperiore.info

Comelico Superiore (ladinisch Cumelgu d Sora[2]) ist die nördlichste Gemeinde der Provinz Belluno, Region Venetien / Italien. Sie ist eine der 39 Gemeinden der Provinz mit ladinischer Minderheit.

Geografie, Landschaft und Kultur[Bearbeiten]

Padola mit Popera-Gruppe

Die Gemeinde liegt, umgeben von Almwiesen und Nadelwäldern, im Tal des Padola-Bachs (torrente Padola) in den Dolomiten und wird im Westen vom Felsmassiv der Popera-Gruppe begrenzt. Geografisch und historisch gehört sie im weiteren Sinne zum Cadore, im engeren Sinne zusammen mit den Nachbargemeinden Santo Stefano di Cadore, San Nicolò di Comelico, Danta di Cadore und San Pietro di Cadore zum Val Comelico, ein sowohl für den Sommer- als auch für den Wintertourismus beliebtes Gebiet.

Verwaltungstechnisch bilden die fünf Gemeinden des Val Comelico mit Sappada die Comunità montana Comelico e Sappada.

Die nördliche Gemeindegrenze ist der Kreuzbergpass, der zugleich die Grenze zur autonomen Provinz Südtirol darstellt.

Ortsteile[Bearbeiten]

Die Gemeinde gliedert sich in vier Ortschaften / Fraktionen (frazioni); einen Kernort, der namensgleich mit dem der Gemeinde ist, gibt es - im Unterschied zu den meisten italienischen Gemeinden - hier nicht.

  • Candide, wo sich die Gemeindeverwaltung befindet, ist der älteste Ort (1186 urkundlich erwähnt).
  • Casamazzagno befindet sich in Hanglage oberhalb von Candide am Monte Spina mit steilen engen Gassen. Vom Platz an der barocken Kirche San Leonardo (16. Jahrhundert) eröffnet sich ein weites Panorama in das Gemeindegebiet.
  • Dosoledo hat aufgrund von zwei Bränden 1857 und 1874 viel von seiner historischen Bausubstanz verloren; einige Rekonstruktionen in traditioneller Holzbauweise des Cadore oberhalb des Ortes vermitteln jedoch einen Eindruck des früheren Ortsbildes.
  • Padola wurde ebenfalls nach einem Brand (1845) völlig erneuert und ist heute ein städtisch geprägtes Touristenzentrum. Das Museo della Cultura Alpina del Comelico vermittelt einen historischen Überblick über die Gemeinde.

Hinzu kommen einige Weiler (borgate / località):

  • Secco (borgata);
  • Die borgata Sega Digon kam durch einen Anschlag des Befreiungsausschuss Südtirol (BAS) am 25. Juni 1967 in die Schlagzeilen. An der Cima Vallona wurde ein Strommast gesprengt; die zum Anschlagsort kommenden Alpini und Carabinieri gerieten in ein vom BAS gelegtes Minenfeld. Von den fünf Militärs überlebt nur einer.
  • Sopalù ist eine borgata oberhalb von Candide.
  • Die località Valgrande ist ein Kurzentrum aufgrund einer schwefelhaltigen Quelle.

Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2012.
  2. Comunità Montana Comelico e Sappada - Sportello Ladino.

Literatur[Bearbeiten]

  • Italo Zandonella Callegher, Dolomiti della Val Comelico e Sappada, Bozen, Athesia, 1991.
  • Marta Mazza, Comelico e Sappada, Belluno-Venezia, Regione Veneto, 2004.
  • Carlo Tagliavini, Il dialetto del Comelico. Nuovi contributi alla conoscenza del dialetto del Comelico, [s.l.], Comunità montana del Comelico e Sappada, 1988.
  • Elia de Lorenzo Tobolo, Dizionario del dialetto ladino di Comelico Superiore, Bologna, Tamari, 1977.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Comelico Superiore – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien