Comenius-Programm

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Das Comenius-Programm ist ein 1997 eingerichtetes Programm der Europäischen Union mit dem Ziel, die Zusammenarbeit von Schulen aller Schulstufen und Schulformen innerhalb der Europäischen Union sowie die Mobilität von Schülern und Lehrern zu fördern. Es ist seit 2005 Teil des EU-Programms für lebenslanges Lernen.

Geschichte und Einzelprogramme[Bearbeiten]

Mit dem Programm für lebenslanges Lernen fördert die Europäische Union von 2007 bis 2023 die europäische Zusammenarbeit im Bildungsbereich. Das Programm deckt mit vier Einzelprogrammen alle Bildungsbereiche und Altersgruppen ab: COMENIUS für Schulbildung, Erasmus-Programm für Hochschulbildung, Leonardo da Vinci für Berufsbildung und Grundtvig für Erwachsenenbildung. Diese Programme werden zusammen mit anderen EU-Austauschprogrammen ab 2014 unter dem Namen Erasmus+ fortgeführt.

Namensgebung[Bearbeiten]

Namensgeber ist der Pädagoge Johann Amos Comenius. Comenius fordert 1638 in seinem Werk „Große Didaktik. Die vollständige Kunst, alle Menschen alles zu lehren“ folgendes:

Alles soll wo immer möglich den Sinnen vorgeführt werden, was sichtbar dem Gesicht, was hörbar dem Gehör, was riechbar dem Geruch, was fühlbar dem Tastsinn. Und wenn etwas durch verschiedene Sinne gleichzeitig aufgenommen werden kann, soll es den verschiedenen zugleich vorgesetzt werden. Und weil die Sinne die treusten Sachverwalter des Gedächtnisses sind, so wird diese Veranschaulichung der Dinge bewirken, daß jeder das, was er weiß, auch behält.

Diese Ideen und Visionen von Comenius können erst gegenwärtig durch aktuelle digitale und multimediale Entwicklungen tatsächlich in die Bildungspraxis überführt werden.[1]

Teilnahme[Bearbeiten]

Am Comenius-Programm können alle teilnehmen, die am Bildungsprozess von der Vorschule bis zum Ende des Sekundarbereichs II mitwirken. Das sind Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, örtliche Behörden, Einrichtungen und Organisationen der Schulverwaltung, nichtstaatliche Organisationen, Lehrerbildungseinrichtungen, Universitäten sowie sonstiges Bildungspersonal.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Comenius Award: Comenius. Online auf www.univie.ac.at. Abgerufen am 24. November 2014.