Common Hardware Reference Platform

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PowerPC 604e 233 MHz

Common Hardware Reference Platform (kurz CHRP; ausgesprochen chirp, von englisch to chirp ‚zirpen‘, ‚zwitschern‘) ist ein Hauptplatinen-Standard für PowerPC-Rechner.

Andere geläufige Bezeichnungen sind PowerPC Platform (PPCP) und PowerPC Open Platform (POP).

Geschichte[Bearbeiten]

CHRP ist die Sammelbezeichnung für eine Hardware-Plattform, mit der Apple, IBM und Motorola seinerzeit auf Basis der Technologie der RS/6000 Mikrocomputer (POWER-Architektur) einen Standard für PPC-basierte Desktop-Rechner etablieren wollten.

Apple, Hersteller der PowerMac-Rechnerfamilie, hat sich aufgrund von marktstrategischen und technischen Überlegungen inzwischen wieder von dieser offenen Plattform – sowie vom PowerPC selbst – entfernt.

CHRP-kompatible Macintosh-Clones anderer Hersteller waren bereits Ende der 1990er wieder vom Markt verschwunden, als Apple – nicht zuletzt aufgrund eines Führungswechsels – sich von der Idee verabschiedet hatte, über Clones seine Marktanteile zu vergrößern (geschrumpft war lediglich Apples Anteil am quasi konstanten Markt für PowerMac-kompatible Desktops). Apples PowerPC-Entwicklungen schlugen daraufhin zunächst wieder eine stärker proprietäre Richtung ein. Sichtbar übrig blieb lediglich der bewährte Ansatz einer Open Firmware (IEEE-1275), der grob dem BIOS eines PCs (mit integrierter Kommandozeile) entspricht. Anfang 2006 hat sich Apple jedoch komplett von der PowerPC-Plattform abgewandt, und entwickelt stattdessen x86-basierte Systeme auf Basis von Mac OS X, die den konkurrierenden Firmware-Ansatz EFI von Intel verwenden.

Mit der Pegasos-Rechnerfamilie bzw. -Architektur von Genesi und dem wiedererstarkenden Linux/PPC verfügen IBM und Motorola (inzwischen Freescale) nun jedoch wieder über eine schlagkräftige Referenzplattform für den PowerPC. Genesi betrachtet den IEEE 1275-kompatiblen Pegasos HAL/OF (Hardware Abstraction Layer / Open Firmware) als logischen Nachfolger des CHRP-Standards und bietet ein entsprechendes Lizenzierungsprogramm an (nominale Lizenzgebühr pro Einheit). Konsequenterweise sind Informationen zum Design und den benötigten Komponenten für die Pegasos-Hardware selbst inzwischen unter der Überschrift „Open Hardware“ zum freien Download verfügbar. Es ist unklar, inwieweit der aktuelle Pegasos-II in seiner derzeitigen Form RoHS-konform ist.

Hardware[Bearbeiten]

Von IBM und Freescale sind Rechner aus der Pegasos-Familie als Entwicklungsplattformen unter dem Namen „ODW“ (Open Desktop Workstation mit G3/G4) bzw. ab 2006 auch „OSW“ (Open Server Workstation mit G5) wieder verfügbar. Als Entwicklungsziele sind jedoch weniger Desktop-Rechner als z. B. eingebettete Systeme im Fokus.

Auch hat – etwa zehn Jahre nach den letzten Amiga-Modellen, die noch unter der Leitung von Commodore entwickelt wurden – die britische Firma Eyetech (unter Verwendung der Teron-Hauptplatine als Referenzdesign) neue Varianten mit eigenen Spezifikationen entwickeln lassen. Diese firmieren unter der Bezeichnung AmigaOne und sind ebenfalls CHRP-konform. Das originale Teron-Design von Mai Logic basiert auf den von IBM im Jahr 2000 freigegebenen Spezifikationen für eine vollständige CHRP-Hauptplatine inklusive generischem Design, bekannt unter dem oben bereits genannten Namen POP.

Weblinks[Bearbeiten]