Compagnie des chemins de fer du Nord

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Die Compagnie des chemins de fer du Nord (CF du Nord), kurz Nordbahn genannt, war ein französisches Eisenbahninfrastrukturunternehmen. Es wurde im September 1845 in Paris gegründet. Eigner waren der französische Zweig der Familie Rothschild und die Bank N M Rothschild & Sons in London, England. Baron James Mayer Rothschild fungierte als erster Präsident der Gesellschaft bis zu seinem Tode 1868.

Liniennetz[Bearbeiten]

Streckennetz der Chemins de fer du Nord 1914
Lokomotivdepot der NORD in Plaine

Die erste Bahnstrecke verlief 1846 vom Belgischen Bahnhof in Paris über Douai und Lille zum Ärmelkanal. Weitere Bahnstrecken wurden 1847 nach Amiens und Valenciennes sowie zu den belgischen Städten Kortrijk und Gent angelegt. 1848 führten Streckenerweiterungen nach Boulogne-sur-Mer und Saint-Quentin. Mit diesen Stammstrecken entstand zwischen Paris, Rouen, der normannischen Atlantikküste und der belgischen Grenze ein ausgedehntes Liniennetz.

Bahnhof Gare du Nord[Bearbeiten]

Der Bahnhof in Paris erwies sich vor allem während der Weltausstellung 1855 als zu klein für seine Aufgaben. Die CF du Nord erhielt 1857 die Genehmigung zur Erweiterung des Bahnhofes. Die Bauarbeiten begannen im Mai 1861 unter der Leitung von Jakob Ignaz Hittorff. Im Dezember 1864 wurde der nunmehr als Gare du Nord bezeichnete Bahnhof in Betrieb genommen, wobei das Empfangsgebäude erst zwei Jahre später fertiggestellt wurde. Mit einer Fläche von 36.000 m2 war die Anlage dreimal so groß wie vor dem Umbau. Der Gare du Nord wird nach der Zahl der Reisenden als meistfrequentierter Bahnhof in Europa und weltweit zweithäufigst frequentierter Bahnhof nach dem Grand Central Terminal in New York City angesehen.[1]

Die CF du Nord wurde 1937 verstaatlicht und in die Société Nationale des Chemins de fer Français (SNCF) integriert.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. railway technology.com: "Top Ten Record-Breaking Stations"