Compassion Schweiz

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Dieser Artikel behandelt Compassion Schweiz. Den Artikel zum Projekt sozialen Lernens namens Compassion findet sich unter Compassion
Compassion Schweiz
Logo Compassion Schweiz
Typ Christliches Kinder-Hilfswerk
Sitz Yverdon-les-Bains VD, Schweiz
Ursprung Schweizer Repräsentant von Compassion International
Personen

Philippe Mermod (Geschäftsführer)

Aktionsraum Schweiz
Schwerpunkt Christliches Kinderhilfswerk
Budget 4,2 Mio. CHF (Stand: Juni 2013)
Motto Verändern Sie die Welt. Ein Kind nach dem anderen.

Compassion Schweiz ist ein christliches Kinderhilfswerk und Teil der international tätigen Non-Profit-Organisation Compassion International mit Hauptsitz in Colorado Springs, USA. Die Kerntätigkeit sind eins-zu-eins Kinderpatenschaften, wobei garantiert wird, dass jedes Kind von nur einem Paten unterstützt wird.

Geschichte[Bearbeiten]

Seit 1952 setzt sich der Verein für notleidende Kinder ein, indem sie diesen durch Eins-zu-Eins-Patenschaften Zugang zu gesunder Ernährung, medizinischer Versorgung und Ausbildung sicherstellen. Er ist eines von 11 Partnerbüros, durch die 1,5 Millionen Kindern (Stand 2014) in 26 Ländern geholfen wird. Compassion Schweiz wurde im Jahre 2003 in Concise VD gegründet und ist seither im Kanton Waadt als gemeinnütziger Verein registriert. Heute befinden sich die Büros in Yverdon-les-Bains VD.

Vision[Bearbeiten]

Der Verein bekämpft mit seinen Patenschaftsprogrammen die weltweite Armut und engagiert sich dafür, dass extreme Armut nachhaltig ausgemerzt werden kann.[1] Der Verein glaubt an die verändernde Kraft des Evangeliums von Jesus Christus in einzelnen Menschen und ganzen Gesellschaften bzw. Nationen. Darum das Motto: «Kinder aus Armut befreien im Namen Jesu».

Arbeit von Compassion[Bearbeiten]

Die Organisation ist auf Jesus Christus fokussiert (Jesus im Zentrum). Das Kind und seine Bedürfnisse werden als das Wichtigste erachtet (Kinder im Blickpunkt) und partnerschaftlich mit Kirchgemeinden aller Denominationen zusammenarbeitet (Gemeinden als Partner)[2]. Trotz wiederkehrender Kritik an Patenschaftprogrammen (siehe auch Patenschaft#Diskussion um internationale Kinderpatenschaften) ist Compassion von deren Erfolg überzeugt und setzt darum auf persönliche Eins-zu-Eins-Patenschaften.[3].

Förderprogramm[Bearbeiten]

Für Compassion ist Armut mehr als Mangel an Geld, Besitz oder Kaufkraft. Darum darf sich die Armutsbekämpfung nach Ansicht von Compassion nicht einzig oder hauptsächlich auf finanzielle oder materielle Hilfe beschränken. Durch ein ganzheitliches Förderprogramm[4] will Compassion sowohl den körperlichen, geistigen, sozio-emotionalen als auch den geistlichen Entwicklungsbereichen von Kindern begegnen und dadurch eine positive Entwicklung eines Menschen ermöglichen. Das ganzheitliche Förderprogramm für Kinder besteht aus folgenden Modulen:

  • Kinder-Überlebens-Programm: Ein Programm mit Projektpatenschaften, von denen Mütter mit ihren Kleinkindern bis 3 Jahren profitieren.
  • Kinder-Patenschafts-Programm: Ein Programm mit Eins-zu-Eins-Patenschaften, durch welches Kindern im Schulalter Zugang zu gesunder Ernährung, medizinischer Versorgung, Ausbildung und einer adäquaten Entwicklung ermöglicht wird.
  • Leiterschafts-Mentoring-Programm: Ein Programm mit Eins-zu-Eins-Patenschaften für Jugendliche ab 16 Jahren. Durch diese Patenschaften werden jungen Menschen ein Studium an einer Universität ermöglicht und ihnen ein Teil ihres Lebensunterhaltes finanziert. Zudem werden Sie akademisch als auch persönlich begleitet und ihnen ermöglicht, sich für ihr Umfeld einzusetzen (Politik, Sozialdienste, Compassion-Projekte, Kirchgemeinde usw.).
  • Ergänzende Hilfsfonds: Die oben erwähnten Programme werden von ergänzenden Hilfsfonds flankiert, die z. B. die Verteilung von Wasserreinigungssystemen oder Malaria-Netzen ermöglichen oder ganze Impfkampagen finanzieren. Der Sinn dieser ergänzenden Hilfsfonds ist, die Patenschaftsprogramme zu ergänzen bzw. in Notsituationen unkomplizierte Hilfe zu ermöglichen.

Finanzen und Transparanz[Bearbeiten]

Der Verein garantiert, dass die Patenkinder von mindestens 80 % der finanziellen Unterstützung profitieren und maximal 20% für administrativen Aufwand und die Suche nach neuen Paten verwendet wird. Die Geschäftsberichte sind online einsehbar[5] und werden von PricewaterhouseCoopers SA beglaubigt. Compassion Schweiz hat zudem den Ehrenkodex der SEA[6] unterzeichnet und wird international vom World Charity Navigator[7] mit der besten Bewertung ausgezeichnet.[8]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vom Compassion-Projekt ins Parlament. Compassion Schweiz. Abgerufen am 9. August 2012.
  2. Patenschaftsführer. Compassion Schweiz, Yverdon-les-Bains 2012, S. 15.
  3. Patenschaftsführer. Compassion Schweiz, Yverdon-les-Bains 2012, S. 4ff.
  4. Unsere Vision. Compassion Schweiz. Abgerufen am 9. August 2012.
  5. compassion.ch Berichte
  6. ehrenkodex.ch Ehrenkodex
  7. World Charity Navigator
  8. Patenschaftsführer. Compassion Schweiz, Yverdon-les-Bains 2012, S. 10.