Computermuseum Aachen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Computermuseum Aachen im Aachener Ortsteil Melaten, benannt nach dem Gut Melaten, entstand in Zusammenarbeit mit dem Rogowski-Institut für Elektrotechnik der RWTH Aachen. Es bestand bis 2009.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Computermuseum Aachen entstand in Zusammenarbeit mit dem Rogowski-Institut für Elektrotechnik der RWTH Aachen und bekam von diesem veraltete Hardware als Museumsstücke. Wesentlicher Fürsprecher und Unterstützer war Walter Ameling (1926–2010).

Die seit 1965 mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen, der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Freundesgesellschaft der Aachener Hochschule entstandene umfangreiche Sammlung gehörte zu den frühesten ihrer Art in Deutschland.

Das Computermuseum verstand sich als aktives Museum, in dem der Besucher an zahlreichen Rechengeräten und PCs selbst arbeiten und Erfahrungen mit der EDV-Technik der Vergangenheit sammeln konnte. Das Computermuseum wurde 1987 auf dem RWTH-Erweiterungsgelände in Melaten eingerichtet und Ende 2009 geschlossen.

Exponate[Bearbeiten]

Prunkstück der Ausstellung war eine Rechenanlage vom Typ Zuse Z22 der RWTH aus dem Jahr 1958.

Einige der Exponate

Schließung[Bearbeiten]

Das Gebäude, in dem das Computermuseum untergebracht war, sollte 2010 abgerissen werden. Deswegen musste das Museum Ende 2009 schließen, und alle dort vorhandenen Exponate suchten einen neuen Standort.[1] Die Sammlung wurde zunächst auf dem Gelände der RWTH zwischengelagert. 2012 wurde ein größerer Teil der Ausstellungsstücke an das Konrad-Zuse-Computermuseum in Hoyerswerda übergeben, damit sie in den dortigen Bestand integriert werden.

Ein großer Teil der Geräte wurde seit 2009 in einer Lagerhalle am Dortmunder Bahnhof gelagert. Bis Mitte 2012 zahlte ein großes amerikanisches Computermuseum noch die Miete und durfte sich dafür mehrere Container Geräte mitnehmen. Weitere Geräte landeten im Computermuseum Kiel.[2] Die Reste waren im Frühjahr 2012 akut von der Verschrottung bedroht, da die Halle abgerissen werden sollte. Glücklicherweise gelang es durch die Initiative von privaten Computerenthusiasten, mehrere LKW-Ladungen zu retten. Die Geräte fanden unter anderem im Computer Cabinett Göttingen, dem Computermuseum München, dem Luftfahrt- und Technikmuseum Merseburg und dem RECHENWERK Computer- & Technikmuseum Halle eine neue Bleibe. Während in letztgenannten Institutionen bereits einige der Geräte restauriert wurden, fielen die übriggebliebenen Geräte in der Halle endgültig der Verschrottung anheim.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Aachener Geschichtsverein: Wo bleibt das Aachener Computermuseum?.
  2. Quelle Hartmann
  3. Quellen Schmitz/digital-ag/robotrontechnik.

50.7831944444446.04775Koordinaten: 50° 46′ 59,5″ N, 6° 2′ 51,9″ O