Koalition der Parteien für die Demokratie

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Die Koalition der Parteien für die Demokratie (span. Concertación de Partidos por la Democracia) ist ein Bündnis von Mitte-links-Parteien in Chile. Es ist aus dem Oppositionsbündnis Concertación de Partidos por el No hervorgegangen, das beim Plebiszit von 1989 für freie Wahlen eintrat (und gegen eine Verlängerung der Diktatur, deshalb "No"). Seit dem Ende der Militärdiktatur unter Augusto Pinochet kamen mit Patricio Aylwin, Eduardo Frei, Ricardo Lagos und Michelle Bachelet bis zur Präsidentschaft von Sebastián Piñera alle chilenischen Präsidenten aus dem Lager der Concertación.

Mitgliedsparteien[Bearbeiten]

Folgende Parteien bilden die Concertación:

Die gemäßigten Linksparteien PS und PPD sind etwa so stark wie die christdemokratische PDC. Deshalb kommt der wesentlich kleineren PRSD oft eine entscheidende Rolle zu.

Wahlergebnisse[Bearbeiten]

Quelle: Offizielle Wahlergebnisse

Anders als in Deutschland gibt es in Chile beim Wahlverhalten große Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Bei allen wichtigen nationalen Wahlen seit 1989 haben Frauen tendenziell rechter gewählt und Männer eher links. Bei der Präsidentschaftswahl konnte die linke Kandidatin Bachelet diese Tendenz umkehren.

Präsidentschaftswahlen[Bearbeiten]

Präsidentschaftswahlen
Allianz 1989 1993 1999 (Stichwahl 2000) 2005 (Stichwahl 2006)
Concertación 55,2 %
(Aylwin, PDC)
57,9 %
(Frei, PDC)
47,96 % (51,3 %)
(Lagos, PS)
46,0 % (54 %)
(Bachelet, PS)
Alianza por Chile 29,4 % / 15,4 %
(Büchi / Errázuriz)
24,3 %
(Alessandri, UDI)
47,51 % (48,7 %)
(Lavín, UDI)
25,4 % / 23,2 % (46 %)
(Piñera, RN / Lavín, UDI, (Piñera))

Abgeordnetenhaus[Bearbeiten]

Sitze im Abgeordnetenhaus (insgesamt 120 Sitze)
(in Klammern: Anteil an abgegebenen Stimmen)
Allianz Partei 1989 1993 1997 2001 2005
Concertación PDC 38 (26 %) 37 (27 %) 38 (23 %) 31 (25 %) 20
PS - 15 (12 %) 11 (11 %) 10 (10 %) 16
PPD 16 (11 %) 15 (12 %) 16 (13 %) 20 (13 %) 22
PRSD 0 (0 %) - 4 (3 %) 6 (4 %) 7
zusammen 69 (51 %) 70 (55 %) 69 (51 %) 62 (48 %) 65 (51,8 %)
Alianza por Chile UDI 11 (10 %) 15 (12 %) 17 (14 %) 31 (25 %) 34
RN 29 (18 %) 29 (16 %) 23 (17 %) 18 (14 %) 20
zusammen 48 (34 %) 50 (37 %) 47 (36 %) 57 (44 %) 54 (38,7 %)

Senat[Bearbeiten]

Der Senat wurde 1989 komplett gewählt (38 gewählt). Dazu kamen 9 ernannte Senatoren (seit 2006 abgeschafft), die meist auf der Seite der Alianza standen. Im folgenden wurden in den Jahren 1993, 2001, 2009 ... in den Regionen I., III., V., VII., IX., XI. gewählt und in den Jahren 1997, 2005, ... in den Regionen II., IV. VI., VIII., X., XII. und Metropolitana. Die Regionen I. - IV. und X. - XII. stellen dabei je zwei Senatoren und die Regionen V. - IX. und Metropolitana je vier. Deshalb werden abwechselnd 18 und 20 Senatssitze neu gewählt. Gewählt wird ebenfalls nach dem Binomiales Wahlsystem. Bisher wurde bei jeder Wahl in jeder Region die Senatssitze symmetrisch an die Concertación und die Alianza pro Chile (bzw. deren Vorläuferbündnisse) vergeben, außer

  • 1989 in der VI. Region (O’Higgins): 2 Concertación, 0 Alianza
  • 1989 in der VII. Region (Maule): 3 Concertación, 1 Alianza
  • 1989 in der XII. Region (Magallanes): 2 Concertación, 0 Alianza
  • 1993 in der VII. Region (Maule): 4 Concertación, 2 Alianza
  • 1997 in der XIII: Region (Bío Bío): 3 Concertación, 1 Alianza


Sitze im Senat. Es besteht aus 38 gewählten Senatoren, davon alle 4 Jahre die Hälfte gewählt. Bis 2005 gab es zusätzlich 9 ernannte Senatoren.
(In Klammern Anteil an den abgegebenen Stimmen)
Allianz Partei 1989 (38 Sitze) 1993 (18) 1997 (20) 2001 (18) 2005 (20)
Concertación PDC 12 6
PS
PPD
PRSD
zusammen neu gewählt 22 10 11 10 11 (55,7 %)
Sitze im Senat 22 22 21 20 20
Alianza por Chile UDI
RN
zusammen neu gewählt 16 8 9 8 8 (37,2 %)
Sitze im Senat 16 16 17 18 18

Siehe auch[Bearbeiten]