Conciergerie (Paris)
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Die Pariser Conciergerie befindet sich im Westen der Île de la Cité im 1. Arrondissement. Sie gehört zum Gebäudekomplex Palais de la Cité, dessen neueste Teile als Justizpalast genutzt werden und ist seit dem Jahr 1914 öffentlich zugänglich.
[Bearbeiten] Geschichte
Im Jahr 1358 kam es im Rahmen des Aufstands der Jacquerie zum Überfall von Étienne Marcel und seiner Anhänger auf das Palais de la Cité. Als Konsequenz aus diesem Angriff und der offenbar nicht gewährleisteten Sicherheit verließ die königliche Familie das Palais, König Karl V. überließ es teilweise dem Parlement, das hier seine Justiz unterbrachte - und die im (neueren) Palais de Justice innerhalb des Komplexes heute noch arbeitet.
Andere Teile des einstigen Palastgebäude wurde zum Sitz des königlichen Verwalters, einem Concierge, von dem der heutige Name eines Teils des Gebäudekomplexes abgeleitet wird.
Schon vor, aber vor allem auch während der Französischen Revolution diente die Conciergerie als Gefängnis und beherbergte bis zu 1.200 Gefangene. Vom 2. April 1793 bis zum 31. Mai 1795 fanden dort die Sitzungen des Revolutionstribunals statt, während derer fast 2.600 Menschen zum Tod verurteilt wurden. Zu den berühmten Gefangenen gehörten Marie Antoinette, Marie-Jeanne Dubarry, Georges Danton und Maximilien de Robespierre. Nach der Restauration wurde die Conciergerie weiterhin als Gefängnis genutzt, dort wurde zeitweise Napoléon III. inhaftiert.
[Bearbeiten] Literatur
- Julia Droste-Hennings, Thorsten Droste: Paris. Eine Stadt und ihr Mythos. DuMont-Reiseverlag, Köln 2003 ISBN 3-7701-6090-8 (S. 116-117)
Koordinaten: 48° 51' 23" N, 2° 20' 44" O

