Concordia Sagittaria

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Concordia Sagittaria
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Concordia Sagittaria (Italien)
Concordia Sagittaria
Staat: Italien
Region: Venetien
Provinz: Venedig (VE)
Lokale Bezeichnung: Concordia Sagitaria /
Concuardie (fur)
Koordinaten: 45° 45′ N, 12° 51′ O45.75583333333312.8452777777784Koordinaten: 45° 45′ 21″ N, 12° 50′ 43″ O
Höhe: m s.l.m.
Fläche: 66,50 km²
Einwohner: 10.589 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 159 Einw./km²
Postleitzahl: 30023
Vorwahl: 0421
ISTAT-Nummer: 027011
Volksbezeichnung: Concordiesi
Schutzpatron: Santo Stefano
Website: Concordia Sagittaria

Concordia Sagittaria ist eine Gemeinde in der italienischen Provinz Venedig mit 10.589 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012). Sie liegt am Fluss Lemene unmittelbar südlich der Stadt Portogruaro und etwa 80 km nordöstlich von Venedig. Concordia ist katholischer Bischofssitz. Benachbarte Gemeinden sind Caorle, Portogruaro und Santo Stino di Livenza.

Geschichte[Bearbeiten]

Während der letzten Maximalvereisung vor ca. 25.000 bis 17.000 Jahren lag der Meeresspiegel an der oberen Adria rund 120 m unter dem heutigen Niveau. Danach stieg der Meeresspiegel bis vor etwa 7000 Jahren relativ zügig an, wobei er immer noch 10 m unter dem heutigen lag. Danach verlangsamte sich der Anstieg und starke Schwankungen lassen sich nachweisen. Untersuchungen an Mikroorganismen konnten die Ausbreitung von Salzmarschen im Gebiet der Stadt vor rund 6700 Jahren nachweisen, während vor etwa 4500 Jahren wieder Süßwasser vorherrschte.[2]

In der Antike war der Ort eine 42 v. Chr. gegründete römische Kolonie mit dem Namen Iulia Concordia (seit Augustus), an der Stelle, wo sich die römische Via Annia und die Via Postumia kreuzten. Inschriften aus Concordia finden sich in CIL V 1866-1955, 8654-8781, 8987-8989.

Nach dem Untergang des Weströmischen Reiches kam Concordia unter die langobardische Herrschaft von Cividale. Später war es Teil der Mark Friaul des fränkischen Reiches, dann kam es unter die Herrschaft der Patriarchen von Aquileia. Im Jahre 1420 fiel es wie ganz Friaul an Venedig.

Da sich im Ort eine bedeutende Geschossfabrik befand, entstand der Beiname Sagittaria.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

1871 1901 1921 1936 1951 1971 1991 2001 2007
2657 3074 5017 6368 8298 9216 10.558 10.492 10.708
Die Kathedrale mit (links) dem Baptisterium aus dem 11. Jahrhundert

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sehenswert sind das Baptisterium aus dem 11. Jahrhundert, die Kathedrale San Stefano von 1466 und der Bischofspalast aus dem 15. Jahrhundert.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Pauly-Wissowa: Real-Encyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (1901), Band 4, Sp. 830 f.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Concordia Sagittaria – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2012.
  2. Antonella Miola, Sonia Favaretto, Ismaele Sostizzo, Gianna Valentini und Alessandra Asioli: Holocene salt marsh plant communities in the North Adriatic coastal plain (Italy) as reflected by pollen, non-pollen palynomorphs and plant macrofossil analyses, in: Vegetation History and Archaeobotany 19,5-6 (November 2010) 513-529.