Condensin

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Condensine sind Proteinkomplexe, die bei der Chromosomenkondensation der Mitose den Verwindungsgrad der DNA ändern.

Sie bestehen aus zwei ATP- und DNA-bindenden Untereinheiten, die über antiparallele Doppelwendel mit einer Scharnierregion verbunden sind. In vitro konnte gezeigt werden, dass Condensine die Energie aus ATP-Hydrolase nutzen, um DNA zu binden und diese zu verwinden. Vermutlich funktioniert die Kondensation der DNA gleich. Dabei werden einige Untereinheiten des Condesins von dem während der M-Phase aktiven M-cdk phosphoryliert und bilden DNA-Schleifen durch intramolekulare Quervernetzungen.[1]

Strukturell sind Condensine den Cohesinen sehr ähnlich, unterscheiden sich aber in der Funktion.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bruce Alberts et al.: Molekularbiologie der Zelle, 4. Auflage, 2004, S. 1196–1197.