Confédération Sportive Internationale du Travail

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Die Confédération Sportive International du Travail (CSIT) ist ein internationaler Verband des Arbeitersports mit Sitz in Brüssel.

Geschichte[Bearbeiten]

Eine erste internationale Organisation der Arbeitersportbewegung entstand im Jahre 1913 mit der Gründung der „Association Socialiste Internationale d'Education physique“ (ASIEP), der zunächst Frankreich, Belgien, Großbritannien und Österreich angehörten. Wie die politischen und gewerkschaftlichen Organisationen der internationalen Arbeiterbewegung brach auch die ASIEP mit dem Beginn des Ersten Weltkrieges zusammen.

Die Wiederbelebung erfolgte 1920 mit der Gründung des „Internationalen Arbeiterverbandes für Sport und Körperkultur“, der wegen seines Gründungsortes auch „Luzerner Sportinternationale“ (LSI) genannt wurde. Gründungsmitglieder waren Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Belgien und Österreich. 1925 taufte sich die Organisation um in „Sozialistische Arbeitersport-Internationale“ (SASI). Ziele waren die Hebung der körperlichen Gesundheit der Arbeiterinnen und Arbeiter, deren internationale Verbrüderung und der Kampf gegen den Missbrauch des Sports für nationalistische und militaristische Zwecke sowie gegen Rekordsucht und Kommerzialisierung. Zunächst war der Dachverband um strikte Neutralität in den nach der russischen Revolution und der Spaltung der internationalen Arbeiterbewegung ausgebrochenen Auseinandersetzungen zwischen Sozialdemokraten und Kommunisten bemüht. 1927 gab er seine politische Neutralität offiziell auf und bekannte sich zur Sozialdemokratie.

Der Verband richtete in der Zwischenkriegszeit internationale Arbeiterolympiaden aus. Sie fanden 1925 in Frankfurt am Main (Sommer) und Schreiberhau (Winter), 1931 in Wien (Sommer) und Mürzzuschlag (Winter) und 1937 in Antwerpen (Sommer) und Janské Lázně (Winter) statt. Der Verband organisierte auch die Arbeiterfußball-Europameisterschaft 1932/34 und beteiligte sich am antifaschistischen Arbeitersportleraufmarsch in Paris 1934 und der Volksolympiade 1936 in Barcelona.

Die SASI stand in Konkurrenz zur 1921 in Moskau gegründeten und bis 1937 existierenden "Roten Sportinternationale" (RSI), die den Arbeitersport dem Kommunismus zuzuführen und der Außenpolitik der Sowjetunion nutzbar zu machen trachtete. Die Sozialistische Arbeitersport-Internationale schloss RSI-Athleten von der Teilnahme an den Arbeiterolympiaden 1925 und 1931 aus und untersagte den eigenen Mitgliedern 1928 die Teilnahme an der von der RSI organisierten Internationalen Spartakiade in Moskau. Mit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges brach die SASI zusammen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Verband 1946 wiedergegründet. In der Periode des Kalten Krieges konnte er aber nicht mehr an seine Bedeutung der Zwischenkriegszeit anknüpfen.

Die CSIT heute[Bearbeiten]

Die Confédération Sportive International du Travail besitzt 35 Mitgliedsverbände in 29 Ländern Europas, Afrikas, Westasiens (Naher Osten), und Lateinamerikas. Mitglied in Deutschland ist der Rad- und Kraftfahrerbund Solidarität (RKB), in Österreich die ASKÖ und in der Schweiz der SATUS. Seit 2008 organisiert die CSIT die "World Sports Games" als internationale Breitensportveranstaltung. Die bisherigen Austragungen fanden in Rimini (2008), Tallinn (2010) und Varna (2013) statt.

Archive[Bearbeiten]

Archivbestände zur Geschichte der CSIT befinden sich im Internationalen Institut für Sozialgeschichte in Amsterdam[1] und im Schweizerischen Sozialarchiv in Zürich.[2]

Literatur[Bearbeiten]

  • Arnd Krüger & James Riordan (Hrsg.) (1996). The Story of Worker Sport. Champaign, IL: Human Kinetics. ISBN 978-0873228749
  • Halevi Olin (Hrsg.) (2013). Sport, Peace and Development. International Worker Sport. 1913 - 2013. Wien: CSIT ISBN 978-3-9503593-1-2 dargestellt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Labour and Socialist International Archives
  2. Schweizerisches Sozialarchiv: Archivfindmittel, Schweizerischer Arbeiter-Turn- und Sportverband SATUS, Fédération ouvrière suisse de sport et de gymnastique FSSS Stand per: 17. Juli 2012